25. November 2025, 17:23 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Wer bis jetzt seinen Pool im Garten noch nicht winterfest gemacht hat, sollte keine Zeit mehr verlieren. Denn die ersten Nächte mit Frost sind da. Die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall. Denn ein winterfester Pool bekommt keine Frostschäden und im Frühjahr sind auch weniger Vorbereitungsarbeiten nötig.
Gefrierendes Wasser in Becken und Leitungen kann Schäden am Pool verursachen. Da Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt, drückt das Eis auf Beckenwände und somit auf die Technik.
Übersicht
Wann der Pool winterfest gemacht werden sollte
Es gibt keinen Stichtag im Kalender, bis zu dem die Besitzer ihre Pools winterfest gemacht haben sollten. Eine Orientierung bieten eher der aktuelle Wetterbericht und ein Blick auf das Thermometer. Drohen die ersten Nachtfröste, ist es höchste Zeit, mit der Arbeit zu beginnen.
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Achtung: Nicht jeder Pool kann überwintern
Ob ein Pool überhaupt den Winter draußen unbeschadet überstehen kann, verraten Benutzerhandbücher und andere Unterlagen. Eingelassene Schwimmbecken oder solche mit Wänden aus Stahl gehören dazu. Schwimmbecken, die im Sommer aufgestellt werden, sollten besser nicht draußen überwintern. Darauf dürfte dann auch das Handbuch hingewiesen haben. Schäden, die durch Frost entstehen, führen bei diesen Modellen zum Erlöschen der Garantie.
Auch wenn es mehr Arbeit macht: Solche temporären Lösungen müssen abgebaut und dann trocken und frostfrei im Haus oder der Garage gelagert werden.
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Schritt für Schritt zum winterfesten Pool
Unabhängig davon, ob das Schwimmbecken im Boden eingelassen ist, oder es sich um ein stabiles Modell handelt, das im Garten aufgestellt wurde: Ein systematisches Vorgehen macht den Pool winterfest.
1. Pool gründlich reinigen
Zur Vorbereitung sollte der Pool gründlich gereinigt werden. Je sauberer der Pool vor der Winterpause ist, desto weniger Arbeit ist im Frühjahr zu erledigen.
Äste und Blätter, die noch im Pool schwimmen, sollten entfernt werden. Der Beckenboden und die Seitenwände werden gründlich mit einer Bürste und einem Sauger gereinigt.
Ablagerungen von Schmutz und Kalk entlang der Wasserlinie sollten besonders gründlich bearbeitet werden. Bleiben diese über den Winter bestehen, ist der Schmutz im Frühjahr kaum noch wegzuschrubben.
Das Poolwasser sollte am Ende klar und frei von sichtbaren Verunreinigungen sein. Danach wird am besten die Filteranlage für 24 Stunden auf Dauerbetrieb geschaltet, damit auch noch feinste Partikel entfernt werden.
2. Das Wasser für den Winter vorbereiten
Die einfachste Vorbereitung für die Überwinterung ist der Einsatz eines speziellen Mittels für die Überwinterung. Es sorgt für die optimale Poolchemie. Wer lieber alles selbst in die Hand nimmt, sollte zunächst den pH-Wert des Wassers bestimmen. Der sollte am besten zwischen 7,0 und 7,4 liegen.
Schließlich kann dann auch noch ein letztes Mal gechlort werden. Der Chlorgehalt sollte aber nicht höher als 0,6 Milligramm pro Liter sein. Bei höheren Werten kann über die lange Dauer das Chlor Folien und Abdichtungen angreifen.
3. Raus mit dem Wasser
Ist alles soweit vorbereitet, kann der Wasserspiegel gesenkt werden. Dabei das Wasser aber nicht vollständig ablassen, denn das verbleibende Wasser schützt sogar das Becken gegen Beschädigungen. Es kommt aber auf die Höhe an. Das Wasser wird bis auf etwa zehn Zentimeter unterhalb des tiefsten, eingebauten Teils abgesenkt.
4. Technik schützen
Dann geht es darum, die empfindliche Technik vor Frost zu schützen. Vollständig entleert werden:
- Die Filteranlage sowie
- alle Rohrleitungen und Schläuche
Zuführende Teile im Becken wie Düsen werden zur Sicherheit mit Stopfen verschlossen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Schließlich sollte alles, was abnehmbar ist, demontiert und frostfrei eingelagert werden.
5. Eisdruckpolster verwenden!
Wasser dehnt sich beim Gefrieren bekanntlich aus. Daraus kann sich so viel Druck auf die Innenwände des Pools ergeben, dass diese beschädigt werden. Abhilfe schaffen hier spezielle Eisdruckpolster.
Das sind aus Kunststoff bestehende einzelne Elemente, die miteinander verkettet werden. Sie schwimmen auf dem Wasser und besitzen eine Hohlkammer. Gefriert das Wasser, drückt das Eis dann diese Hohlräume zusammen, was den Druck auf den Beckenrand verringert. Dieser bleibt geschützt.
Wie die Polster am besten angeordnet werden, hängt, genauso wie die benötigte Anzahl, von der Form und Größe des Pools ab. Am besten vor dem Kauf informieren oder sich im Fachhandel beraten lassen!
Sofern der Pool keine fest installierte Abdeckung aufweist, sollten Abdeckfolien zum Einsatz kommen. Sie reichen idealerweise 80 Zentimeter über den Beckenrand hinaus. Beim Aufbringen auf die Wasseroberfläche ist darauf zu achten, dass die Folien gut befestigt werden, damit ein stärkerer Sturm sie nicht wegwehen kann.
Besser und zuverlässiger sind Konstruktionen, die ein eigenes Rahmenwerk mitbringen, das am Beckenrand befestigt wird. Solche Lösungen kosten allerdings auch mehr. Sie bieten den weiteren Vorteil, dass sie in der Regel so konzipiert sind, dass Niederschlagswasser abfließen kann. Bei einfachen Folien muss darauf geachtet werden, dass entsprechende Öffnungen für das Abfließen von Regen und Schnee vorgesehen werden. So vorbereitet, kommt der Pool dann gut durch den Winter.