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Welche Pools man über den Winter stehen lassen kann

Pool
Nicht alle Pools sollten über den Winter befüllt und aufgebaut bleiben Foto: Getty Images/Katie Dobies
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15. Oktober 2025, 17:09 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Die Zeit, im heimischen Pool abzuhängen, ist definitiv vorbei. Jetzt an den kühleren Tagen stellt sich die Frage: abbauen oder stehen lassen? Die Antwort darauf ist kompliziert und hängt vom Typ des Pools ab, wie myHOMEBOOK für diesen Artikel herausgefunden hat.

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Luftring-Pools

Sogenannte Quick-Up-Pools, Fast-Set-Pools oder ganz einfach Pools mit einem Luftring müssen abgebaut und an einen trockenen Ort eingelagert werden. Denn genau der aufblasbare Ring ist die Schwachstelle bei eisigen Temperaturen. Die Poolhülle leidet bei Schnee und Eis unter dem Gewicht. Zudem kann der Ring platzen, wenn sich das gefrorene Wasser ausdehnt. Das kann sehr schnell passieren, denn die Außenhülle leidet bereits im Sommer durch die UV-Strahlung der Sonne. Dadurch wird das Material mit der Zeit spröde. Daher einen Luftring-Pool am Ende der Badesaison abbauen.

Stahlrahmen-Pools

Ebenfalls nicht wintertauglich sind sogenannte Frame-Pools oder Pools mit einer Stahlrahmen-Konstruktion. Durch die niedrigen Temperaturen sind sämtliche Bauteile einem enormen Druck ausgesetzt: Stahl zieht sich zusammen, Wasser dehnt sich aus. Diese Situation verursacht Druck auf die Außenwände des Pools. Die Folge: Stangen verbiegen sich und Nähte können reißen. Daher gehören auch Stahlrahmenpools abgebaut und zur Überwinterung an einen trockenen Ort.

Stahlwand-Pools

Pools mit einer durchgängigen Stahlwand gehören zur Spitzenklasse unter den mobilen Schwimmbecken und trotzen auch winterlichen Bedingungen. Mit entsprechenden Vorbereitungen nach der Badesaison übersteht ein Stahlwand-Pool in der Regel auch Schnee und Eis im heimischen Garten.

Passend dazu: Wie man den Garten winterfest macht

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Mobilen Pool winterfest machen

Bevor die Entscheidung getroffen wird, einen Stahlwand-Pool ganzjährig aufgestellt zu lassen, bitte vorher beim Hersteller eine Rückversicherung einholen, ob das eigene Modell tatsächlich wintertauglich ist. Erst danach sollten die Vorbereitungen beginnen, um den mobilen Pool winterfest zu machen.

Wichtige Maßnahmen für den Winter sind:

  • Den Pool sorgfältig reinigen. Die Filterpumpe sollte 1 bis 2 Tage durchlaufen.
  • Danach sollten die Wasserwerte geprüft und nach Herstellervorgabe eingestellt werden.
  • Anschließend sollten die gesamte Technik, Leitungen und Einbauteile vollständig entleert und gegen Frost gesichert werden.
  • Sinnvoll ist auch, etwa ein Drittel des Wassers abzulassen, bis unterhalb der Düsen ist ein guter Richtwert. Achtung: Verbleiben die Düsen unter Wasser, müssen sie mit speziellen Stopfen verschlossen werden. Dies gilt selbstverständlich ebenso für alle anderen Pool-Öffnungen.
  • Abschließend den Filter rückspülen, damit der Filtersand gereinigt ist und fit für den Frühling bleibt.
  • Dann ein geeignetes Winterschutzmittel laut Dosierungsanleitung ins Beckenwasser geben und die Wasseroberfläche mit einer Plane abdecken.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, besorgt sich noch zusätzlich sogenannte Eisdruckpolster. Diese Polsterungen aus Kunststoff schwimmen auf der Wasseroberfläche und reduzieren bei Eisbildung den Druck, der sonst auf der Außenwand lasten würde. Ein einzelnes Polster gibt es ab 7 Euro im Handel. Je nach Größe und Form des mobilen Pools reichen wenige Eisdruckpolster, um eine diagonale Reihe oder ein Kreuz zu bilden. In Regionen mit besonders kalten Wintern eine lohnende Investition.

Winterfester Pool spart Geld

Ein winterfester Pool im Garten kostet zwar in der Anschaffung mehr Geld. Das lässt sich allerdings auf lange Sicht durch eingesparte Wasserkosten wieder hereinholen. Ein einfaches Rechenbeispiel:

Ein eckiger Stahlwand-Pool in den Maßen 6 mal 4 Meter bei 1 Meter Wassertiefe fasst 24.000 Liter oder 24,00 Kubikmeter Wasser. Bei einem angenommenen Wasserpreis von 4 Euro pro Kubikmeter kostet eine Befüllung knapp 100 Euro.

Selbstverständlich verursacht der Aufwand, um den mobilen Pool winterfest zu machen, auch Zeit und Kosten. Doch das steht in keinem Verhältnis dazu, wie die Bauteile durch ständiges Auf- und Abbauen im Laufe der Zeit belastet werden und am Ende wegen vieler kleinerer Schäden eine teure Neuanschaffung steht.

Vorher überlegen und Geld sparen

„Beim guten alten Planschbecken stellte sich die Frage gar nicht, ob man es über den Winter stehenlässt oder nicht. Meistens hielten die Teile eh nicht länger als eine Sommersaison. Heutige mobile Pools sind fast genauso komfortabel wie ein fest installierter Pool. Daher ist es sinnvoll, sich vorab zu überlegen, ob man den Pool immer wieder auf- und abbauen möchte oder ob er das ganze Jahr im Garten verbleiben soll. Am Ende spart die Beantwortung dieser Frage sogar bares Geld.“

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