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Wichtig im Herbst

Profi verrät, wie der Rasen winterfest wird

Rasen im Herbst mähen
Um den Rasen auf den Winter vorzubereiten, sind einige Maßnahmen nötig Foto: Getty Images
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

24. September 2025, 10:30 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn die Tage kürzer und die Nächte kühler werden, ist es höchste Zeit, den Rasen auf die Wintermonate vorzubereiten. Doch worauf kommt es dabei wirklich an? Welche Pflegeschritte sind entscheidend – und was sollte man besser vermeiden? myHOMEBOOK hat bei einem Profi nachgefragt und erklärt, was Gartenbesitzer jetzt beachten sollten, um den Rasen winterfest zu machen.

Frühzeitig beginnen – schon im Sommer

„Die beste Vorbereitung beginnt bereits im Sommer“, erklärt Dr. Harald Nonn, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft auf myHOMEBOOK-Anfrage. Denn Gräser benötigen eine ausreichende Blattmasse, um mithilfe der Fotosynthese genügend Reservestoffe aufzubauen. „Nur so können sie Wurzeln, Blätter und genügend Reservestoffe für die vegetationslose Zeit bilden“, erklärt der Fachmann.

Zur Person: Dr. agr. Harald Nonn ist anerkannter Experte für Rasen- und Sportplatzbau. Nach seinem Studium und der Promotion an der Universität Bonn war er über 35 Jahre in der Forschung und Entwicklung tätig. Heute ist er als öffentlich bestellter Sachverständiger aktiv und unterrichtet an Fachinstitutionen. Seine Expertise bringt er in zahlreiche Fachgremien ein, mit Schwerpunkten in Bodenkunde, Saatgutfragen und der Pflege von Sport- und Gebrauchsrasen.

Wer rechtzeitig darauf achtet, fördert außerdem einen gesunden, dichten und optisch ansprechenden Rasen. Entscheidend ist dabei die Schnitthöhe. Für den Hausrasen empfiehlt Dr. Nonn eine Höhe von etwa 3,5 bis 4,5 Zentimetern, um die Blattmasse stabil zu halten.

Die richtige Herbstdüngung

Eine gezielte Düngung gehört im Herbst ebenfalls zur optimalen Vorbereitung, damit der Rasen winterfest wird. „Ich empfehle, ab September kaliumbetont zu düngen“, so der Experte. Kalium hilft den Gräsern, besser mit Frost umzugehen, stärkt die Zellstruktur und unterstützt die Einlagerung von Reserven in Blattscheiden und Wurzeln.

„In der Düngeranalyse erkennt man den Gehalt an Kalium an der dritten Zahl der Analyse (N-P-K)“, erläutert Dr. Nonn. N steht für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium. Beim Kauf sollte man gezielt nach Produkten suchen, die als „kaliumbetont“ oder „Herbstdünger“ gekennzeichnet sind.

Wann sollte man den Rasen ein letztes Mal mähen?

Auch der Schnitt des Rasens bleibt im Herbst ein Thema. Auf die Frage, wann man das letzte Mal mähen sollte, hat der Rasenexperte eine einfache Antwort: „Gemäht wird so lange, wie es etwas zu mähen gibt.“ Solange das Gras also wächst, darf es auch geschnitten werden. Die empfohlene Schnitthöhe zwischen 3,5 und 4,5 Zentimetern sollte dabei unbedingt beibehalten werden. „Eine pflanzenbauliche Notwendigkeit, tiefer oder höher zu mähen, gibt es nicht“, stellt Dr. Nonn klar.

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Wohin mit dem Laub auf dem Rasen?

Eine oft unterschätzte Maßnahme betrifft das herabfallende Laub. „Der Verbleib des Laubs auf der Rasenfläche ist keine gute Wahl“, warnt Dr. Nonn. Der Grund: „Unter dem Laub entstehen Pilzkrankheiten, die Gräser vergilben und sterben ab.“ Stattdessen kann das Laub sinnvoll weiterverwendet werden – zum Beispiel als Mulchmaterial in Beeten oder als Unterschlupf für Igel und Insekten. Falls dafür keine Verwendung besteht, empfiehlt der Experte die Entsorgung über die Biotonne.

Nicht vergessen: Rasenmäher vor dem Winter checken

Nicht nur der Rasen selbst, auch der Rasenmäher benötigt vor dem Winter etwas Pflege. Laut Dr. Nonn sollte man das Gerät reinigen und die Messer schärfen – oder professionell schärfen lassen. Je nach Bauart empfiehlt es sich außerdem, den Akku zu laden, einen Ölwechsel durchzuführen und die Zündkerze zu prüfen.

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