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Wenn an Karfreitag Regen war, folgt ein …

Laut Bauernregel bedeutetet Regen an Karfreitag, dass der Sommer trocken wird – doch was ist dran?
Laut Bauernregel bedeutet Regen an Karfreitag, dass der Sommer trocken wird – doch was ist dran? Foto: Getty Images /anyaivanova
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

2. April 2026, 11:20 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Bauernregeln gehören seit Jahrhunderten zum überlieferten Erfahrungswissen rund um Wetter und Landwirtschaft. Auch für kirchliche Feiertage wie den Karfreitag gibt es entsprechende Vorhersagen. Eine bekannte Regel lautet: „Wenn an Karfreitag Regen war, folgt ein trocknes, aber fruchtbares Jahr.“ Doch wie viel Wahrheit steckt in dieser alten Wetterweisheit? myHOMEBOOK hat mit dem Diplommeteorologen Jörg Riemann gesprochen und nachgefragt, ob man sich auf diese Bauernregel verlassen kann.

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So viel Wahrheit steckt in der Bauernregel zu Karfreitag

Bauernregeln, die sich auf bestimmte Tage wie Ostern beziehen, sind grundsätzlich schwierig, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur auf myHOMEBOOK-Anfrage. „Ostern ist immer an wechselnden Tagen. Es ist nicht wie Weihnachten, das immer an den gleichen Tagen stattfindet.“ Die Bauernregel „Wenn an Karfreitag Regen war, folgt ein trocknes, aber fruchtbares Jahr“ stimmt so also nicht. Riemann erklärt, dass man bei Bauernregeln meist einen Zeitraum betrachten muss.

So auch bezogen auf den Karfreitag. „Ist es beispielsweise im April und Mai zu warm, dann kann man sagen, dass in zwei von drei Fällen auch der Sommer zu warm wird. Andersherum genauso. Sind April und Mai zu kühl, können wir auch mit einem verhältnismäßig kühlen Sommer rechnen.“ Der Experte bestätigt aber, dass es ebenfalls mit einer Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent einen zu trockenen Sommer geben kann, wenn es im April und Mai zu viel regnet. Er betont: „Zu viel bedeutet mehr, als normal zu erwarten wäre.“

Dazu passend: Gibt’s im April mehr Regen als Sonnenschein, dann wird’s im Juni …

So wird das Wetter an Ostern

Ob die Bauernregel zum Karfreitag nun stimmt oder nicht, sei mal dahingestellt. „Der Osterhase kommt am Sonntag in weiten Teilen trockenen Fußes bei uns an“, verrät der Experte. Die Temperaturen variieren etwas, erklärt Riemann. Im Nordwesten des Landes liegen sie bei 13 bis 16 Grad und im Südosten schon um 20 Grad.

„Zum Osterfest ist es in diesem Jahr eher durchwachsen. Von Tag zu Tag wird es immer schöner“, erklärt der Experte. Am Karfreitag erwarten wir also Sonne und Wolken im Mix, stellenweise kann es sogar Regen geben. Die Temperaturen liegen dann so bei 8 bis 16 Grad.

Der Karsamstag werde ebenfalls durchwachsen, aber schon etwas wärmer, verrät Riemann. „Die Temperaturen liegen am Karsamstag im Osten zwischen 10 und 15 Grad und im Westen um 17 oder 18 Grad.“

Am Ostersonntag sehe das Wetter gar nicht so schlecht aus, meint der Experte. „Da verliert das Tief allmählich etwas an Kraft und dann gibt es eigentlich schönes Wetter.“ Vereinzelt seien lokal aber noch kleinere Schauer möglich. Der schönste Tag, mit Hochdruckeinfluss, wird der Ostermontag. Sonne und Wolken wechseln sich ab und die Temperaturen gehen örtlich auf bis zu 20 Grad hoch.

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