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Viele Vorteile

Regenwasser im Garten auffangen – welche Methoden es gibt

Für Gartenbesitzer gibt es viele Vorteile, Regenwasser aufzufangen und für die Bewässerung zu nutzen
Für Gartenbesitzer gibt es viele Vorteile, Regenwasser aufzufangen und für die Bewässerung zu nutzenFoto: Getty Images

Für Gartenbesitzer lohnt es sich, Regenwasser aufzufangen und für die Bewässerung zu verwenden. Einmal installiert, hat man damit einen stetigen Wasservorrat – vorausgesetzt, es regnet regelmäßig. Allerdings sollte man für den Auffangbehälter einen geeigneten Standort wählen.

Hobbygärtner wissen, dass Regenwasser das Beste für ihre Pflanzen ist. Aber nicht nur für Beete, Sträucher und Stauden, auch für den Gartenbesitzer selbst lohnt es sich aus vielerlei Gründen. Die verschiedenen Methoden, mit denen man Regenwasser im Garten auffangen kann.

Regenwasser im Garten auffangen – viele Vorteile

Für Gartenbesitzer lohnt es sich, Regenwasser zu sammeln und für die Bewässerung weiterzuverwenden. Diese Vorteile sprechen dafür:

  • Geringerer Härtegrad: Regenwasser besitzt einen geringeren Härtegrad als normales Leitungswasser und beinhaltet deshalb weniger Kalk. Damit ist Regenwasser besser für die Pflanzenwelt, da sie in manchen Fällen Nährstoffe besser aufnehmen können.
  • Geringere Kosten: Regenwasser gibt es gratis, für Leitungswasser muss man Gebühren entrichten. Ein überzeugender Vorteil für viele Gartenbesitzer.
  • Nachhaltigkeit: Wertvolles Trinkwasser sollte man mit Bedacht verwenden. Zudem muss es zunächst aufbereitet werden, was Ressourcen beansprucht.
  • Einfache Installation: Ist der Auffangbehälter einmal richtig an Ort und Stelle, sammelt er kontinuierlich Regenwasser. Der Aufwand hält sich dabei in Grenzen – wenn eine Regenrinne mit Fallrohr vorhanden ist.

Der geeignete Standort

Zum Auffangen von Regenwasser im Garten ist die Nähe zu einem Fallrohr nötig, worin das Wasser eigentlich in die Kanalisation geleitet werden würde. Es muss dabei jedoch nicht unbedingt die Regenrinne vom Haus sein. Auch bei einer Garage oder einem Fahrradschuppen, an dem eine Dachrinne montiert ist, kann man Regenwasser auffangen.

Zudem sollte man dafür Sorge tragen, den Standort, beispielsweise für eine Regentonne, gut abzusichern und zu befestigen. Eine gefüllte Wassertonne kann ein beträchtliches Gewicht erreichen. Am besten, den Platz mit Steinplatten befestigen.

Hinweis: Das Umweltbundesamt warnt davor, Regenwasser von Dächern aufzufangen, die mit Kupfer, Zink oder Dachpappe eingedeckt sind. Darin könnten sich Schadstoffe befinden.

Wie gelangt das Regenwasser in den Behälter?

Wenn es regnet, sammelt sich Wasser in der Dachrinne und wird über ein vertikales Fallrohr nach unten abgeleitet. Hier gibt es drei Möglichkeiten:

  • Das Rohr mündet direkt im Behälter, wodurch dieser jedoch schnell überlaufen kann. Diese Möglichkeit kann sich bei einer kleineren Dachfläche anbieten.
  • Mit einer Regenwasserklappe kann man den Wasserfluss per Hand steuern und in die Tonne ableiten. Ist diese voll, schließt man die Klappe.
  • Ein Regensammler ist ein ausgeklügeltes System, das im Fallrohr integriert ist. Es funktioniert nach dem physikalischen Prinzip von kommunizierenden Gefäßen. Mit einem Schlauch wird dabei Regenwasser in den Behälter geleitet – bis zu einem gewissen Wasserstand. Ist die Tonne voll, fließt das Wasser automatisch direkt vom Rohr in die Kanalisation.

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Regenwasser im Garten auffangen – 3 Methoden

Je nach Größe des Gartens und Wasserverbrauch gibt es verschiedene Möglichkeiten, Regenwasser zu sammeln. Im Grunde unterscheiden sie sich vor allem durch verschiedene Volumina.

1. Regentonne

Das Wasser wird entweder von oben oder über einen seitlichen Wasserhahn entnommen. Die typischen dunkelgrünen Tonnen gibt es bereits ab 40 Euro im Baumarkt. Teurere Modelle kommen beispielsweise auch in dekorativer Holzfass-Optik daher.

Tipp: Es können auch mehrere Tonnen mit einem Verbindungsstück gekoppelt werden, um eine größere Menge zu speichern.

2. Regenwassertank

Ein oberirdischer Regenwassertank besticht durch seine große Füllmenge von rund 1000 Litern. Allerdings ist er auch wesentlich teurer in der Anschaffung und benötigt ein stabiles Fundament, da er aufgrund des Gewichts sonst absinken könnte.

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3. Zisterne / unterirdischer Wassertank

Regenwasser mit einer unterirdischen Zisterne oder einem Wassertank aufzufangen, ist die aufwändigste Methode. Hier sind Erdarbeiten nötig und ein Rohrsystem muss verlegt werden. Einige Spezialfirmen bieten diesen Service im Komplettpaket an – allerdings hat das auch seinen Preis. So kostet ein Tank mit 65.000 Litern Fassungsvermögen mehr als 7000 Euro. Es gibt auch Volumina jenseits der 100.000 Liter-Marke, die sich aber nur bei sehr hohem Bedarf lohnen.

Tipp: Große Regenwassernutzungsanlagen gibt es auch für das Haus. Was dafür notwendig ist, erfahren Sie in diesem Artikel.