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Größe, Standort, Kosten

Die richtige Regentonne für den Garten finden

Vater und Tochter vor einer Regentonne
Regentonnen im Garten bieten eine perfekte Grundlage für die BewässerungFoto: Getty Images

Regentonnen gehören für Hobbygärtner zum Grundinventar im Garten – aus gutem Grund: Regenwasser ist ideal für die Bewässerung und kostenlos verfügbar. Klar, für die Regentonne muss man zunächst Geld ausgeben, aber es zahlt sich aus. Wie groß sollte die Tonne sein?

Vor allem, wenn man eine große Rasenfläche besitzt, lohnt sich eine einigermaßen große Regentonne bereits im ersten Jahr. Denn die Grünfläche braucht regelmäßig Wasser, vor allem in trockenen Perioden. Allerdings benötigen auch das Gemüsebeet oder die Kübelpflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse Feuchtigkeitsnachschub. Und bei der Größe der Behälter gibt es große Unterschiede – von 200 bis 1000 Litern und mehr. Das wirkt sich natürlich auch auf den Preis aus.

Was sind die Vorteile einer Regentonne?

Die Vorteile einer Regentonne liegen auf der Hand: Man muss kein wertvolles Trinkwasser für die Pflanzen vergeuden, das zumal zu kalkhaltig für den Garten ist. Regenwasser gibt es gratis und ist auch weicher als das Wasser aus der Leitung. Mit einem ausreichend großen Speicher lässt sich das Wasser vom letzten Regenschauer in der folgenden Zeit nutzen, auch wenn es über einen längeren Zeitraum nicht regnet. Das ist bereits auch ein Grund, in eine etwas größere Tonne zu investieren. Mit einem günstigen Baumarkt-Modell mit einem Fassungsvermögen von 200 oder 300 Liter wird schnell das Wasser knapp, wenn es mal länger nicht regnet.

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Was kostet eine Regentonne?

Günstige Modelle – beispielsweise die klassische dunkelgrüne Tonne aus Hartplastik – gibt es bereits für rund 20 Euro im Baumarkt. Diese fassen allerdings nur rund 200 Liter, was allenfalls für einen kleinen Garten reicht. Sie sollte unbedingt über einen Ablaufhahn und einen Deckel verfügen. Um die Vorteile einer Regentonne wirklich auszunutzen, sollte man eine mit größerem Volumen wählen. Nach oben hin gibt es allerdings kaum Grenzen, es gibt auch Modelle im Design antiker Amphoren oder Holzfässer, die mehrere hundert Euro kosten, aber auch 1000 Liter oder mehr fassen können.

Hinweis: Handelt es sich um eine Dach aus Kupfer oder Zink, oder ist es mit Teerpappe versehen, sollte man das gesammelte Regenwasser nicht für den Garten verwenden. Laut dem Umweltbundesamt können sich Schadstoffe aus den Materialien lösen, die ins Grundwasser gelangen und schlecht für die Umwelt sind.

Wie viel Wasser braucht mein Garten?

Nach der Größe des Gartens richtet sich auch das Fassungsvolumen der Regentonne. Allerdings kommt es auch auf die klimatischen Umstände an – also ob es viel oder wenig regnet. Allerdings lässt sich das schlecht abschätzen und noch weniger beeinflussen. Aus diesem Grund sollte man folgende Faustregel beherzigen: 10 bis 20 Liter sind pro Quadratmeter Garten ideal. Allerdings kommt es auch auf die Dachfläche an, wie viel Wasser sich letztlich in der Tonne sammelt.

Tipp: Um herauszufinden, wie es um die örtliche Niederschlagsmenge bestellt ist, kann man einen Regenmesser verwenden. Dieser kleine Messbehälter zeigt an, wie viel Regen pro Quadratmeter fällt. Rechnet man diese Menge auf die Dachfläche hoch, findet man heraus, wie viel Wasser man damit sammeln kann.

Gießkanne unter einer Regentonne
Das Fassungsvermögen der Regentonne sollte sich nach der Größe des Gartens richtenFoto: Getty Images


Wie schließt man die Regentonne an?

Die Regentonne einfach in den Garten zu stellen und warten, bis sie sich füllt, ist keine gute Idee. Das Regenwasser muss stattdessen gezielt in die Tonne geleitet werden, beispielsweise mit einem Regenfallrohr. Mit einem sogenannten Regendieb kann man zudem sicherstellen, dass die Tonne bei starken Regengüssen nicht überläuft, da der Überlaufstopp-Mechanismus dann das Wasser in die Kanalisation ableitet. Zusätzlich sorgt ein Filter dafür, dass kein Schmutz vom Dach in der Tonne landet und das Wasser sauber bleibt.

Beim Verbindungsstück zwischen Fallrohr und Tonne gibt es im Handel verschiedene Möglichkeiten, die sich im Preis, in der Funktionsweise und auch in der Montage unterscheiden. Es gibt auch Modelle, bei denen man ein Stück des Fallrohrs komplett austauscht, anstatt ein Loch hinein zu bohren. Damit ist eine größere Wasserzufuhr möglich.

Tipp: Oft kommen die Regensammler auch im Komplett-Montagepaket mit Bohrkrone, Gummilippe, Dichtungen und so weiter. Wichtig: Die Höhe der Anbringung richtet sich nach dem höchsten Wasserstand in der Tonne.

Wo stellt man die Regentonne auf?

Die Tonne sollte stets gut erreichbar sein, damit man das Wasser ohne Probleme mit der Gießkanne herausnehmen kann. Eine direkte Verbindung via Gartenweg zum Gemüsebeet bietet sich an, da man diese Strecke an heißen Tagen oft mehrmals läuft. Ein schattiges Plätzchen ist zudem ideal, da das Wasser dann nicht so schnell verdunstet und länger frisch bleibt.

Tipp: Ein Deckel ist zudem nötig, damit keine Tiere in der Tonne verenden. Zudem kann man damit eine mögliche Mückeninvasion eindämmen.

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Braucht man ein Fundament für die Regentonne?

Man sollte niemals das Gewicht einer gefüllten Wassertonne überschätzen – ein Liter wiegt etwa ein Kilo. Die Tonne einfach in die Wiese zu stellen, ist keine gute Idee. Der Untergrund sollte zumindest befestigt sein, damit die Tonne nicht absinkt oder umkippt. Dafür eignen sich beispielsweise Gehwegplatten oder Betonsteine – zumindest bei kleineren Tonnen. Diese müssen absolut gerade sein, mit der Wasserwaage vorher ausrichten.

Bei einem Fassungsvermögen ab 500 Liter sollte man ein Fundament anlegen, also die Erde rund 20 Zentimeter auskoffern, Untergrund verfestigen, Kies oder Schotter einfüllen und verdichten. Ist die Fläche eben und fest, kann man die Tonne direkt auf die Schotterfläche stellen. Bei noch größeren Tonnen ist ein betoniertes Fundament zu empfehlen. Beachten Sie dazu unbedingt die Angaben des Herstellers.

Sollte man Regentonnen im Herbst ausleeren?

Befindet sich im Winter noch Wasser in der Tonne, kann es gefrieren und das Material beschädigen – Stichwort Frostsprengung. Aus diesem Grund sollte man sie im Herbst ausleeren. Der Ablaufhahn sollte im Winter offen bleiben, da sich auch hier schnell Wasser sammelt und gefriert und der Ablauf möglicherweise undicht wird.

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