Lässt sich mit einer Zitrone der Schmutz im Backofen entfernen?
Zitrone gilt als ein beliebtes Hausmittel, auch zur Reinigung des Backofens. Aber stimmt das wirklich? Foto: Getty Images
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Carolin Chytrek
Freie Autorin
25. August 2026, 18:01 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Zitronen gehören in vielen Küchen zur Grundausstattung. Sie sorgen nicht nur für eine frische Note in Speisen und Getränken, sondern gelten auch als beliebtes Hausmittel beim Putzen. Vor allem für die Reinigung des Backofens wird die Zitrusfrucht häufig empfohlen. Die enthaltene Säure soll Fett und eingebrannte Rückstände lösen sowie unangenehme Gerüche beseitigen. Doch funktioniert der oft gelobte Zitronen-Trick tatsächlich so gut wie behauptet? myHOMEBOOK hat den Praxistest gemacht.
Die Vorbereitung
Der Backofen – sonst Bühne für knusprige Selfmade-Pizza und gebratenes Gemüse – hat sich über mehrere Tage hinweg in ein kleines Schlachtfeld verwandelt. Von eingebrannten Spritzern reicht der Verschmutzungsgrad bis hin zu mysteriösen Krusten und Fettflecken. Die Waffe, die Abhilfe schaffen soll: eine Zitrone.
Der Plan ist simpel: Eine Zitrone wird halbiert und in einer mit Wasser gefüllten Auflaufform platziert. Anschließend kommt sie in den Ofen. Bei mittlerer Hitze soll sie ganz still und leise ihr volles Wirkungsspektrum vorführen. Man zeigt sich gespannt und beobachtet, wie sich die Hitze entfaltet.
Schon nach wenigen Minuten breitet sich ein sanfter, frischer Duft in der Küche aus und sorgt fast für ein bisschen mediterranes Flair. Der Reinigungsversuch fühlt sich plötzlich sehr viel weniger nach Pflicht an.
Rund 30 Minuten dauert es, bis der Ofen ausgeschaltet und die Tür geöffnet wird. Ein kleiner Dampfschwall entweicht – warm, zitronig, verheißungsvoll. Mit einem Tuch wird der Direkttest gemacht: Konnte die Zitrone die Verschmutzungen lösen? Tatsächlich zeigt sich schnell ein Effekt: Viele Rückstände lassen sich deutlich leichter lösen. Ein magischer „Ein Wisch und alles weg“-Moment bleibt zwar aus, der benötigte Kraftaufwand ist aber deutlich geringer als zuvor. Es wirkt, als seien die Verunreinigungen durch die warme Säure stark aufgeweicht. Für extrem eingebrannte Flecken braucht es dennoch weitere Hilfe.
Der positive Reinigungseffekt lässt sich leicht erklären: Grund dafür ist die in Zitrone enthaltene Zitronensäure. Sie hilft nicht nur dabei, Fettstrukturen aufzubrechen, sondern kann in Kombination mit Wärme auch Ablagerungen wie Kalk effektiv anlösen. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe leicht antibakteriell und tragen dazu bei, Gerüche zu neutralisieren – vor allem im Backofen.
Carolin Chytrek
Freie Autorin
Mein Fazit
„Zitronen ersetzen zwar keine gründliche Tiefenreinigung, können aber trotzdem für den Wow-Effekt sorgen. Was diesen Selbsttest nämlich so besonders macht: weniger das Ergebnis, sondern mehr das Erlebnis. Putzen wird dadurch zu einer fast schon sinnlichen Erfahrung. Manchmal braucht es eben keine aggressive Chemie, um den Backofen zu reinigen, sondern nur eine Zitrone, ein wenig Wärme und den Willen, dem Alltag Frische einzuhauchen.“
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