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Diese Hausmittel sollen dunkle Ablagerungen an Pfannen entfernen

Rückstände auf der Pfannenunterseite sind häufig hartnäckig, doch verschiedene Tricks versprechen Abhilfe
Rückstände auf der Pfannenunterseite sind häufig hartnäckig, doch verschiedene Tricks versprechen Abhilfe Foto: Getty Images
myHOMEBOOK-Redaktion

24. September 2026, 11:26 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Hobbyköche kennen das Problem: Man kauft eine neue Pfanne, verwendet sie mehrere Male, und schon bald zeichnet sich an der Unterseite eine bräunlich-schwarze Schicht ab. Gegen die Ablagerungen gibt es zahlreiche Hausmittel, die angeblich helfen sollen. myHOMEBOOK-Redakteurin Greta Mülverstedt hat drei Methoden getestet und dazu mit einem Experten der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt gesprochen.

Egal, ob Edelstahlpfanne, beschichtete Pfanne oder Kupferpfanne – ein schwarzer Belag auf der Unterseite tritt bei vielen Pfannenarten auf. Wenn Wasser und Spülmittel allein nicht mehr reichen, greifen viele zu Hausmitteln. Doch welche davon funktionieren wirklich?

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Wie Verfärbungen entstehen

Auf der Unterseite von Pfannen sammeln sich schnell Verfärbungen. Wie Alexander Heinrich, Lebensmittelreferent der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt erklärt, handele es sich dabei um die Rückstände organischer Stoffe wie Fette, andere Speisebestandteile und Staub, die sich bei starkem Erhitzen der Pfanne zersetzen. Es entsteht „ein komplexes Gemisch verschiedener Abbauprodukte, von denen Anteile weiter verkohlen können. Bei Gasherden kann zusätzlich Ruß aus der Verbrennung zur Verschmutzung beitragen“, so der Experte.

Natron, Salz und Spülmittel

Eine schnelle und effiziente Reinigung der Pfannenunterseite verspricht das erste Hausmittel. Hierfür vermischt man zwei Esslöffel Natron, zwei Esslöffel Salz, zwei Esslöffel Spülmittel und einen Teelöffel Wasser und verteilt die Paste anschließend großzügig auf der Pfanne. Im Test nutzten wir eine Pfanne mit deutlich sichtbaren Verfärbungen. Anschließend bedeckt man die Stelle mit Frischhaltefolie und lässt alles etwa eine Stunde einwirken.

Nach der Einwirkzeit ließen sich die dunklen Ablagerungen nicht einfach wegwischen. Im Test war starkes Schrubben nötig, um die Schicht zu lösen. Auch danach blieben noch Rückstände zurück. Bei hartnäckigen Verfärbungen kann es daher nötig sein, die Anwendung ein- bis zweimal zu wiederholen.

Ein Grund für die reduzierte Wirksamkeit dieses Hausmittels liegt in der chemischen Struktur von Natron. Da es sich um eine schwache Base handele, könne Natron saure Rückstände neutralisieren und Verschmutzungen aufweichen. Bei Fettrückständen auf der Pfanne wirke Natron aufgrund seiner geringen Alkalität nur begrenzt, erklärt Alexander Heinrich. Starke Verkohlungen könne das Hausmittel deshalb nicht einfach auflösen.

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Zitronensäurepulver und Wasser

Das zweite Hausmittel ist deutlich simpler: Dafür wurden zwei Esslöffel Zitronensäurepulver mit einem Esslöffel Wasser verrührt, bis eine zähe Paste entsteht. Diese wird anschließend großzügig auf der Unterseite der Pfanne verteilt.

Die Einwirkzeit beträgt 30 Minuten. In dieser Zeit härtet die Paste aus. Um die Verkrustung zu lösen, sollte man die Pfannenunterseite nach dem Einwirken vorsichtig mit etwas heißem Wasser überspülen. Anschließend wie gewohnt mit einem Schwamm reinigen. Im Test zeigte sich ein Unterschied: Die Ablagerungen ließen sich schneller entfernen als beim ersten Hausmittel. Ganz sauber wurde die Pfanne allerdings auch mit Zitronensäure nicht. Bei besonders hartnäckigen Rückständen ist daher ein zweiter Durchgang nötig.

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Sodalösung

Für das dritte Hausmittel kommt Soda zum Einsatz. In ein tiefes Gefäß, wie beispielsweise einen Teller oder eine große Pfanne, kippt man ca. 200 Milliliter Wasser, fügt einen Teelöffel reines Soda hinzu und vermischt es zu einer Lösung. Anschließend stellt man die dreckige Pfanne mit der Unterseite in das Wasserbad und lässt die Lösung ca. eine Stunde einwirken.

Die Sodalösung erwies sich im Test als überraschend wirksam. Die Ablagerungen sondern sich in der Lösung ab, die Reste konnten anschließend mit einem Schwamm abgetragen werden. Da Soda eine höhere Alkalität als Natron aufweise, ließen sich damit etwas leichter Verschmutzungen lösen, schildert Heinrich. Besonders bei Fettrückständen, die sich auf der Pfannenunterseite befinden und noch nicht durch Hitze verkohlt sind, könne die Zugabe von Soda helfen. Für stark eingebrannte Rückstände gelte dies jedoch nicht, so der Experte.

Das Pfannenmaterial ist entscheidend

Einige Hausmittel reagieren nicht nur auf Schmutz, sondern können auch das Material der Pfanne angreifen. Besonders bei Aluminiumpfannen könnten alkalische und saure Lösungen Schäden hinterlassen, da sie die Oxidschicht der Pfanne angreifen und verändern, erklärt Alexander Heinrich. Rostfreie Edelstahlpfannen seien deutlich resistenter gegen Reinigungsmittel, jedoch könne die Beschichtung durch aggressives Reiben Schaden nehmen.

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt spricht daher keine pauschale Empfehlung für Hausmittel aus. „Welches Hausmittel geeignet ist, hängt damit sowohl von der chemischen Zusammensetzung der Ablagerung als auch vom Material und der Oberflächenbehandlung der Pfanne ab. Was eine unbeschichtete Stahlpfanne problemlos verträgt, kann bei einer beschichteten Pfanne mit Aluminiumboden bereits zu einer Beschädigung führen“, sagt Alexander Heinrich.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Folgen solcher Ablagerungen. In der Regel bestehe kein hygienisches oder gesundheitliches Risiko, wenn eine Pfannenunterseite über einen längeren Zeitraum nicht behandelt wird. Dennoch rät der Experte dazu, die Pfannenunterseite immer mitzureinigen und die Pflegehinweise des Herstellers zu beachten.

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