11. Mai 2026, 6:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Ziel beim Putzen ist es in der Regel, dass Flächen und Gegenstände nicht nur sauber sind, sondern auch sauber wirken. Gerade beim Reinigen von Spiegeln gelingt Letzteres jedoch nicht immer – meist aufgrund typischer Fehler, die dabei häufig gemacht werden.
Spiegel sind nicht nur im Badezimmer unverzichtbar, etwa für die morgendliche Pflegeroutine. Richtig eingesetzt, können sie auch als Gestaltungselement dienen: Sie lassen Räume größer wirken, reflektieren Licht und hellen dunkle Bereiche auf. Voraussetzung dafür ist jedoch eine saubere Oberfläche. Schlieren und Flecken können schnell irritieren und lassen das Spiegelbild unsauber erscheinen. myHOMEBOOK verrät, welche Fehler man beim Reinigen von Spiegeln vermeiden sollte.
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1. Fehler: Zu viele Putzmittel
Polieren, bis der Arm müde wird, weil einfach die Streifen auf dem Spiegel nicht verschwinden? Eine mögliche Ursache könnte die Menge an Putzmittel sein, die man ins Putzwasser gemischt hat. Reinigungsmittel sollen den Spiegel zwar zum Glänzen bringen, können jedoch in zu hohen Mengen Rückstände hinterlassen und damit zu Schlieren führen.
Oft braucht es zum Reinigen von Spiegeln gar kein zusätzliches Putzmittel. Ein weiches, leicht angefeuchtetes Tuch genügt meist, um die Oberfläche zu säubern. Anschließend einfach mit einem trockenen Tuch nachpolieren. Nur bei stärkeren Verschmutzungen, etwa im Badezimmer, kann man etwas Spülmittel verwenden. Ein häufiger Fehler ist hierbei, den Lappen zunächst nur anzufeuchten und das Spülmittel direkt daraufzugeben. So stimmt das Verhältnis von Wasser zu Reinigungsmittel nicht, und Schlieren sind vorprogrammiert. Besser: Das Spülmittel ins Putzwasser geben.
2. Fehler: Säurehaltige Reinigungsmittel und Scheuermittel
Ein guter, großer Spiegel hat seinen Preis. Wer lange das eigene Antlitz darin betrachten möchte, sollte darauf achten, den Spiegel nicht durch fehlerhafte Putzmethoden zu beschädigen. Ungeeignet sind insbesondere säurehaltige oder scheuernde Putzmittel. Sie greifen die Oberfläche an und beschädigen sie, wodurch sogenannter Spiegelfraß entstehen kann. Damit ist die Zerstörung der schützenden Silberschicht gemeint. Man erkennt die Korrosion an dunklen und rostigen Flecken, die sich vom Rand in das Zentrum des Spiegels „fressen“. In den meisten Fällen ist Spiegelfraß irreversibel.
Umso wichtiger also, auf die Wahl der Putzmittel zu achten. Spiegel zählen zu den Bereichen der Wohnung, die selten zu einem Hygieneproblem werden. Daher genügt es, Spiegel mit etwas Wasser zu reinigen. Ausnahmen stellen Badezimmerspiegel dar. Hier kann es schneller passieren, dass Kosmetikartikel und Wasserspritzer die Oberfläche verunreinigen. Um hartnäckigere Rückstände zu entfernen, kann man das Putzwasser mit etwas Spülmittel oder Kernseife versetzen.
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3. Fehler: Raue und kratzige Putzlappen
Wirkt eine Spiegeloberfläche nach einiger Zeit matt und stumpf, lohnt es sich, genau hinzuschauen. Wenn man nah an die Fläche herantritt, entdeckt man womöglich viele hauchzarte Kratzer. Diese können durch einen Fehler beim Putzen der Spiegel entstehen, und zwar raue und kratzige Putzutensilien. Diese wirken wie Schmiergelpapier und hinterlassen Mikrokratzer auf der Spiegeloberfläche.
Besser ist es also, weiche Putzlappen zu nutzen, um Spiegel zu reinigen. Doch auch bei ihnen, sollte man darauf achten, dass sie fusselfrei und sauber sind.
4. Fehler: Spiegel direkt besprühen
Um Spiegel zu putzen, greift man schnell zu speziellem Spiegelreiniger in Sprühflaschen. Eine trügerische Verpackung, da sie dazu verleitet, das Reinigungsmittel direkt auf die Oberfläche zu sprühen. Dabei gibt es sogar zwei Gründe, die dagegen sprechen, Spiegel direkt zu besprühen. So kann die Flüssigkeit zum einen hinter die Silberschicht laufen und diese beschädigen. Spiegelfraß ist die Folge. Zudem kann das direkte Besprühen zu einer ungleichmäßigen Trocknung führen, wodurch Schlieren entstehen.
Besser ist es, das Reinigungsmittel – Wasser mit oder ohne Putzmittel – zunächst auf den Lappen aufzutragen.
Spiegel ohne Putzmittel reinigen
„Das Reinigen von Spiegeln kann wirklich frustrierend sein, wenn Schlieren selbst durch langes Polieren nicht verschwinden. So ging es mir früher auch. Vor allem große Ganzkörperspiegel waren eine echte Geduldsprobe. Seit ich meine Spiegel einfach mit Wasser säubere, habe ich dieses Problem nicht mehr. Das klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich. Doch man sollte bedenken, dass Spiegel in der Regel kaum berührt oder stark verschmutzt werden. Nur bei hartnäckigen Verschmutzungen nutze ich ein kleines bisschen Schmierseife (mein präferiertes Reinigungsmittel für fast alles im Haushalt).“

