14. August 2025, 6:23 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn spontaner Besuch vor der Tür steht, aber der Vorratsschrank nur lauwarme Getränke bereithält, braucht es eine schnelle Lösung. Im Netz kursiert ein vermeintlich genialer Trick: Mit feuchtem Küchenpapier und etwas Geduld sollen Glasflaschen im Gefrierfach in kürzester Zeit eisgekühlt sein. Doch funktioniert dieser Trick wirklich, um Flaschen in kurzer Zeit zu kühlen?
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Der Hack im Praxistest
Um zu prüfen, ob hinter diesem Tipp tatsächlich mehr steckt als nur heiße Luft, wurde der Trick einem „Hack-Check“ unterzogen. Die Anleitung ist simpel: Man befeuchtet zwei bis drei Blätter Küchenpapier und wickelt dieses um die Flasche und drückt es gut an. Anschließend kommt die eingewickelte Flasche ins Gefrierfach. Nach exakt einer Viertelstunde folgt der Moment der Wahrheit.
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Überzeugendes Ergebnis mit kleinem Extra-Tipp
Das Resultat überrascht positiv: Nach 15 Minuten ist das Getränk tatsächlich so kalt, dass sich auf der Flasche Kondenswasser bildet – ein eindeutiges Zeichen für eine erfolgreiche Schnellkühlung.
Ein praktischer Hinweis am Rande: Es kann vorkommen, dass das Küchenpapier am Gefrierfach festklebt. Am besten entfernt man die Reste des gefrorenen Küchenpapiers direkt aus dem Gefrierfach, bevor es richtig hart wird und festfriert.
Warum funktioniert der Trick?
Der Effekt basiert auf der Verdunstungskälte. Wenn Wasser verdunstet, entzieht es der Umgebung Wärme, in diesem Fall der Flasche. Das Gefrierfach beschleunigt diesen Effekt, da die Verdunstung durch die kalte, trockene Luft effizienter erfolgt. Das nasse Tuch dient dabei als Verdunstungsmedium, das die Wärmeableitung begünstigt.
Je nach Ausgangstemperatur kann eine Flasche mit Zimmertemperatur (um die 20 Grad Celsius) in 15 Minuten auf etwa acht bis zehn Grad heruntergekühlt werden. Für besonders kühle Getränke kann man den Vorgang ein paar Minuten verlängern. Dabei sollte man aber darauf achten, die Flasche nicht zu vergessen, sonst friert der Inhalt und die Flasche kann platzen.
Perfekt für spontane Durtschlösch-Momente!
„Ich habe den Trick selbst schon einige Male angewendet und bin überzeugt. Natürlich erhält man kein eiskaltes Getränk, aber für den ersten Durst reicht es auf jeden Fall aus. Und während man das erste Glas seines Erfrischungsgetränks genießt, kann die Flasche weiter im Eisfach gekühlt werden und ist bis zum zweiten Glas noch deutlich stärker heruntergekühlt.“
Mit Material der dpa