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Mit diesen Einrichtungstipps bleibt Ihre Wohnung bei Sommerhitze erfrischend kühl

Tipps gegen Sommerhitze
Mit gezielten Einrichtungstipps lässt sich auch bei Sommerhitze ein angenehm kühles Wohnklima schaffen. Foto: Getty Images / Dima Berlin
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© Wolf Lux
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Redakteurin

2. Juli 2025, 5:58 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, wird es auch in der Wohnung schnell unangenehm warm. Doch mit der richtigen Einrichtung können Sie der Sommerhitze entgegenwirken – auch ohne Klimaanlage.

Seit Jahren werden die Sommer immer heißer. Besonders in Großstädten ist die Sommerhitze oft nur schwer auszuhalten. Wer es bei den hohen Temperaturen draußen nicht aushält, flieht lieber in die eigene Wohnung. Doch auch hier kann es einem – ohne Klimaanlage – schnell zu warm werden. Doch mit den richtigen Einrichtungstipps, etwa clever gewählten Farben, Materialien und Möbeln, kann man Raum schaffen, der nicht nur optisch erfrischend wirkt, sondern auch das Wohnklima verbessert.

Helle Farben reflektieren Wärme

Farben beeinflussen nicht nur unsere Stimmung, sondern auch das Raumklima. Dunkle Farben absorbieren Sonnenlicht und speichern Wärme – helle Farben hingegen reflektieren Licht und lassen Räume kühler wirken. Setzen Sie daher auf Farben wie Weiß, Beige, Hellgrau oder Pastelltöne für Ihre Wände und wählen Sie Textilien wie Kissenbezüge, Vorhänge und Tischdecken in Naturtönen und zarten Mustern.

Bereits der Wechsel von dunklen zu hellen Kissen oder einem leichten Tagesüberwurf kann die Atmosphäre im Raum sofort auflockern und für einen kühleren Look sorgen. Auch Möbel in hellen Holztönen wie Birke oder Esche oder auch lackierte Oberflächen wirken leichter und reflektieren Licht.

Sonnenschutz: Licht ja – Hitze nein

Fenster bringen zwar viel Licht, sind aber die Hauptquelle für Hitze in Innenräumen. Umso wichtiger ist es, sie daher bei Sommerhitze tagsüber richtig abzuschirmen. Dafür eignen sich Thermovorhänge oder Verdunkelungsvorhänge. Diese sind aus speziellen Stoffen mit reflektierender Rückseite und halten Hitze draußen. Gleichzeitig wirken sie auch schalldämpfend.

Wer seine Wohnung aber nicht komplett verdunkeln möchte, sollte auf Gardinen aus luftigen Stoffen wie Leinen oder Baumwolle setzen, um das hereinfallende Licht etwas zu streuen. Innenliegende Plissees oder Rollos mit Aluminiumbeschichtung können Sonnenstrahlen außerdem effektiv reflektieren und der Hitze entgegenwirken. Wer die Möglichkeit hat, kann zusätzlich Außenjalousien oder Markisen anbringen, die die Sonnenstrahlen bereits vor dem Fenster abfangen.  

Wichtig: Halten Sie die Fenster und Vorhänge tagsüber am besten geschlossen und lüften Sie morgens und spätabends, wenn die Außentemperatur noch nicht so hoch ist beziehungsweise wieder absinkt. Stoßlüften mit Durchzug sorgt für den besten Luftaustausch.

Luftige Einrichtung für bessere Zirkulation

Räume, die zugestellt oder eng möbliert sind, speichern mehr Wärme. Zudem behindern große Möbelstücke die natürliche Luftzirkulation. Schaffen Sie daher Laufwege für eine ungestörte Luftbewegung – besonders wichtig, wenn doch einmal ein Ventilator zum Einsatz kommt. Stellen Sie Ihre Möbel am besten so, dass sie den Luftfluss nicht blockieren – besonders zwischen Fenster und Innenraum. Am besten vermeidet man, große Möbel wie Sofas, Regale und Sideboards direkt vor Heizkörper oder Fenster zu platzieren, da sie sonst die Wärme absorbieren und im Raum speichern.

Tipp: Im Sommer ist weniger oft mehr: Ein aufgeräumter, klar strukturierter Raum speichert weniger Wärme und wirkt optisch automatisch auch leichter und frischer.

Auch interessant: Warum man bei Hitze die Schranktüren öffnen sollte

Saisonale Textilien nutzen

Der Wechsel der Jahreszeiten darf sich auch in den Stoffen widerspiegeln. Während im Winter schwere Wollplaids und dichte Vorhänge für Gemütlichkeit sorgen, sind im Sommer leichte, atmungsaktive Materialien gefragt. Kissenbezüge, Vorhänge und Tagesdecken aus Naturfasern wie Leinen und Baumwolle lassen die Luft gut durch und regulieren Feuchtigkeit. Auch Musselinstoff ist besonders bei Sommerhitze beliebt. Für einen frischen Effekt im Schlafzimmer kann Bettwäsche aus Perkal oder Renforcé sorgen. Dabei handelt es sich um eng gewebte Baumwollfasern, die atmungsaktiv und kühlend sind.

Dicke, weiche Teppiche können gegen Teppiche aus sommerlichen Materialien wie Jute oder Seegras gewechselt werden. Diese speichern weniger Wärme, sind barfußfreundlich und schaffen auch optisch eine sommerlich-natürliche Atmosphäre.

Pflanzen als natürliche Klimaanlage

Pflanzen sind nicht nur schön, sondern verbessern nachweislich die Luftqualität und durch Verdunstungskälte auch das Raumklima. Wenn man sie gießt, geben sie einen Teil des Wassers über die Blätter wieder an die Luft ab – das senkt die gefühlte Raumtemperatur und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Besonders effektiv sind großblättrige Arten wie die Areca-Palme, Ficus, Gummibaum, Monstera oder Farn. Ein schöner Nebeneffekt ist außerdem, dass die Pflanzen für ein frisches, lebendiges Ambiente sorgen, das perfekt zur Sommerzeit passt.

Tipp: Um die Luftzirkulation zu verbessern, können mehrere Pflanzen an verschiedenen Stellen im Raum aufgestellt werden – besonders gut platziert sind sie in der Nähe von Fenstern oder gegenüberliegend.

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Viele vergessen, dass Elektrogeräte Wärme abstrahlen, auch wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Gerade im Sommer kann sich das zu einem spürbaren Wärmeplus summieren. Am besten schaltet man Geräte wie Fernseher, Router oder Ladegeräte nach dem Gebrauch aus oder trennt sie direkt vom Strom. Das spart zum einen Strom und hält zum anderen den Raum auch kühler. Auch der Einsatz von energiesparenden LEDs anstelle von Halogenlampen hilft dabei, die Wärmeentwicklung zu reduzieren.

Tipp: Um das Aufheizen der Wohnung zu verhindern, sollte man wärmeabgebende Geräte wie Backofen oder Wäschetrockner möglichst in den kühleren Abendstunden nutzen.

Kleine Helfer mit großer Wirkung

Wer zusätzlich aktiv gegen die Hitze angehen möchte, kann Schalen mit kaltem Wasser im Raum aufstellen. Die Verdunstung des Wassers kühlt die Luft. Auch tragbare Ventilatoren oder Luftkühler können zusätzlich zum Einsatz kommen. Am besten platziert man sie in der Nähe eines geöffneten Fensters oder in der Durchzugslinie. Mittlerweile gibt es sogar stilvolle Ventilatoren aus Holz oder Metall, die sich gut in die Einrichtung einfügen.

Mit ein paar gezielten Einrichtungstipps lässt sich auch bei Sommerhitze ein angenehm kühles Wohnklima schaffen – auch ohne Klimaanlage. Wichtig ist ein Zusammenspiel aus Farben, Materialien, Lichtschutz und Luftzirkulation. Gleichzeitig kann man den Stil seiner Wohnung an die Jahreszeit anpassen und für eine frische, leichte Atmosphäre sorgen. So wird Ihr Zuhause auch im Sommer zu einem Ort zum Wohlfühlen.

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