13. November 2025, 13:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Thermovorhänge wirken wie eine zusätzliche Isolierschicht und können in wenigen Schritten selbst angebracht werden. Sie sollen also helfen, Heizkosten zu senken, indem sie den Wärmeverlust über Fenster reduzieren. myHOMEBOOK hat einen Experten befragt, um zu klären, ob sich diese Maßnahme tatsächlich lohnt und welche Wirkung sie im Alltag haben kann.
Übersicht
Was ist ein Thermovorhang?
Ein Thermovorhang ermöglicht im Winter, die Kälte draußen und die Wärme drinnen zu halten. Im Sommer ist es andersherum. In vielen Fällen kann man den Vorhang vor eine Tür oder ein Fenster hängen, aber er dient auch als Raumteiler. Hat man etwa ein Wohnzimmer ohne Tür, entweicht die warme Luft und das Wohnzimmer wird nicht richtig warm. Das kann man mit einem Thermovorhang vermeiden.
Auch Experten sprechen sich für die Verwendung von Thermovorhängen aus. Ein Thermovorhang würde vor einem Fenster als zusätzliche Dämmung fungieren und ergibt deshalb durchaus Sinn, sagt Thomas Zwingmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Aber auch für die Möglichkeit als Türersatz spricht sich der Experte aus, etwa um ein beheiztes Wohnzimmer von einem unbeheizten Flur zu trennen. „Wenn es ein kleiner Wohnungsflur ist, ist es vielleicht nicht so dramatisch. Aber wenn man an einen größeren Flur denkt, da kann ich mich im Wohnzimmer ja ‚totheizen‘. Die Wärme zieht immer in den Flur.“ Übrigens: Da es kein geschützter Begriff ist, kann es Thermo- oder Wärmevorhänge in verschiedenen Ausführungen geben.
Dazu passend: Steigen meine Heizkosten, wenn mein Nachbar nicht heizt?
Welche Arten von Thermovorhängen gibt es?
Man unterscheidet zwei Arten von Thermovorhängen:
- Es gibt zum einen die reflektierenden Vorhänge. Diese sind mit einer Aluminiumfolie beschichtet und reflektieren warme Luft, die ausströmen will, zurück in das Zimmer – ähnlich wie Reflexionsfolie.
- Zum anderen gibt es dämmende Vorhänge. Diese sind aus extra dämmenden Materialien hergestellt und blockieren warme Luft, die ausströmt, sowie kalte Luft, die einströmt.
6 häufige Fehler beim Heizen, die richtig teuer werden können
7 praktische Tipps, um einen Raum schneller aufzuheizen
Was man beachten sollte, bevor man sich einen Thermovorhang kauft
- Wichtig ist, dass man im Vorfeld weiß, wo der Vorhang aufgehängt werden soll, denn es gibt sie in verschiedenen Größen.
- Zu beachten ist dabei auch, dass der Vorhang ein Stückchen größer sein sollte als die Fläche, die er abdeckt, damit er an den Seiten und am Boden abschließt.
- Auch der Preis ist nicht außer Acht zu lassen, ein guter Thermovorhang muss nicht unbedingt kostspielig sein.
- Räume, die viel Feuchtigkeit enthalten, wie das Bad oder die Küche, sollten nicht zusätzlich mit einem Vorhang abgedichtet werden, rät Zwingmann.
- Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass Thermovorhänge immer blickdicht sind. Möchte man also einen vor dem Fenster montieren, könnte es tagsüber recht dunkel sein.
- Möchte man einen Thermovorhang vor einem Fenster aufhängen, unter dem ein Heizkörper angebracht ist, sollte man darauf achten, dass er nicht zu lang ist, meint Zwingmann. „Manchmal werden die Vorhänge aus ästhetischen Gründen noch einen halben Meter verlängert. In diesem Fall wird der halbe Heizkörper zugedeckt und kann dann seine Wärme nicht abgeben. Das darf man natürlich nicht, sonst heizt man den Raum zwischen Vorhang und Wand oder Vorhang und Fenster, und das wollen wir ja gerade nicht.“
Was kosten Thermovorhänge?
Auf dem Markt gibt es verschiedene Angebote für Thermovorhänge. Die Kosten halten sich im Rahmen – je nach Größe. Günstige Modelle gibt es bereits ab rund 15 Euro, teurere Vorhänge gibt es ab 35 Euro.

