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Standort, Gießen, Umtopfen

Die richtige Pflege für den Gummibaum

Gummibaum Ficus Elastica Pflege
Der Gummibaum braucht nicht viel Pflege und ist als Zimmerpflanze auch für Menschen ohne grünen Daumen geeignet.Foto: Getty Images

Der Gummibaum gehört zu den absoluten Klassikern unter den Zimmerpflanzen - und erlebt gerade einen zweiten Frühling als Trend-Pflanze. Ficus elastica sieht aber nicht nur edel aus mit seinen großen, grünen und ledrigen Blättern, sondern ist auch noch relativ einfach in der Pflege. Ein paar Basics sollten sie dennoch beachten, damit Sie lange Freude an ihm haben.

Als Zimmerpflanze ist der Gummibaum ein alter Bekannter in deutschen Wohnzimmern – dabei liegt seine Heimat in exotischen Gefilden. Ficus elastica gehört zur Gattung der Maulbeergewächse. Im tropischen Klima Indonesiens erreicht er eine Wuchshöhe von bis zu 40 Metern. Die Exemplare vom heimischen Pflanzenhändler können bei guter Pflege immerhin bis zu drei Meter groß werden. Die glänzenden, tiefgrünen Blätter entfalten sich fast wie eine Blüte aus einem roten, tüten-förmigen Nebenblatt, welches später abfällt.

Der richtige Standort für den Gummibaum

Gummibäume gedeihen gut an halbschattigen bis hellen Standorten. Einige Stunden Sonnenlicht (nicht in der prallen Mittagssonne) sind für eine kräftige Blattfärbung und eine gesunde Blattbildung sehr von Vorteil. Die einfarbig grünen Sorten des Gummibaums kommen auch mit weniger Sonnenlicht gut zurecht, die bunt-blättrigen Gummibäume (Ficus tricolor, Ficus variegeta) sollten ein wenig mehr Licht bekommen. So behält der bunt-blättrige Gummibaum seine hübsche Färbung und einen guten Farbkontrast.

Die Pflanzen bevorzugen eine warme Zimmertemperatur ab 18 Grad Celsius und können sogar neben der Heizung stehen. Zugluft sollte vermieden werden und die Luftfeuchtigkeit nicht unter 50 Prozent liegen. Auch wenn es paradox klingt: der Gummibaum entfaltet sich besser in einem kleineren Pflanzgefäß als in einem zu großen. Wichtig ist, dass der Topf ein Abflussloch hat.

Vorsicht!

Gummibaum Pflege
Der Gummibaum bevorzugt einen hellen bis halbschattigen und warmen Standort bei ZimmertemperaturFoto: Getty Images

Gießen und Düngen

Der Gummibaum reagiert äußerst sensibel auf Staunässe. Deswegen sollte die Pflanze erst nach Daumenprobe der Blumenerde gegossen werden. Ist die Erde angetrocknet, kann mit zimmerwarmen Wasser gewässert werden. Füllt sich der Untersetzer mit Wasser, sollte dieses spätestens nach 20 Minuten abgegossen werden. Da Ficus elastica auch kurze Trockenperioden toleriert, lieber weniger als zu viel gießen! Alle vier bis sechs Wochen kann dem Gießwasser etwas Flüssigdünger hinzugefügt werden.

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Gummibaum richtig zurückschneiden

Zur Pflege des Gummibaums gehört auch das Beschneiden. Wenn die Pflanze zu groß wird, kann man sie problemlos etwas stutzen. Der Gummibaum bildet nach dem Schnitt neue Seitentriebe. Diese lassen die Pflanze kompakter erscheinen als unbeschnittene Exemplare. Die beste Zeit für einen Rückschnitt sind die Monate Januar und Februar. Mit einem scharfen Messer einfach die Spitze in der gewünschten Höhe abschneiden.

Tipp: Aus den abgeschnittenen Zweigen kann man sogar gleich Ableger ziehen.

Was ist beim Umtopfen zu beachten?

Wölbt sich die Oberfläche der Erde um die Pflanze oder zeigen sich feine Luftwurzeln, ist dies das Signal, dass der Gummibaum gerne in einen etwas größeren Topf umziehen möchte. Ein weiteres Zeichen sind aus dem Abflussloch herauswachsende Wurzeln. So geht man beim Umtopfen vor:

  1. Wurzelballen aus dem alten Topf entfernen.
  2. Gegebenenfalls verfaulte Wurzelteile herausschneiden.
  3. In einen neuen Topf als unterste Schicht eine Drainage aus Kieseln über das Abflussloch legen.
  4. Gummibaum mit neuer Erde einsetzen, am besten eine Mischung auf Kompostbasis mit etwas Torf.
  5. Den frisch eingesetzten Baum anschließend gut angießen. Untersetzer nicht vergessen zu leeren.

Gummibaum-Stecklinge ziehen

Um Stecklinge zu ziehen, lassen Sie den Saft aus den abgetrennten Trieben gut abtropfen. Stellen Sie anschließend den Steckling in ein Wasserglas. Normalerweise bildet er nach zwei bis drei Monaten Wurzeln aus. Sind genügend Wurzeln gewachsen, können Sie die Pflanze in einen geeigneten Topf umpflanzen.

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Pflege der Blätter beim Gummibaum

Die großen glänzenden Blättern sind leider nicht nur ein Blick-, sondern auch ein Staubfänger. Deswegen gehört das Reinigen der Blattoberflächen des Gummibaums mit zur Pflege-Routine. Hanni Schermaul, Geschäftsführerin von The Botanical Room, empfiehlt die Blätter staubiger Zimmerpflanzen einfach mit einem feuchten, weichen Lappen abzuwischen. Auch vorsichtiges Abbrausen unter der Dusche von Zeit zu Zeit sei sinnvoll. Von den angeblichen Hausmitteln, die im Internet angepriesen werden, wie Abreiben mit Bananenschalen oder Abreiben mit Bier oder Milch hält sie nicht viel. "Normales Wasser ist völlig ausreichend. Alles andere kann die Poren der Pflanze verstopfen, was ihr nicht gut tut."

Gummibaum Pflege
So kann man den Gummibaum wirkungsvoll in der Wohnung in Szene setzenFoto: Getty Images

Maßnahmen bei Schädlingsbefall

Wenn die Pflanze einer sehr langen Trockenphase ausgesetzt ist, können sich Spinnmilben einnisten. Am bekanntesten ist hier die Rote Spinnmilbe, die sich gerne auf dem Gummibaum vermehrt. Die Milbe erkennt man an den feinen Spinnweben zwischen Ast- und Blattgabeln. Indem man die Blätter mit kalkfreiem Wasser ab und zu besprüht, kann man dem Befall durch den Schädling sehr gut vorbeugen. Haben sich die Milben schon eingenistet, sollte der Gummibaum gründlich abgeduscht werden.

Zudem wird der Ficus elastica auch gerne von Wollläusen heimgesucht. Wenn dies der Fall ist, vertrocknen die Blätter der Pflanze sehr schnell und verfärben sich zudem leicht gelb. Der Baum sollte dann isoliert werden. Ein Besprühen mit Neem-Öl hilft angeblich gut gegen die kleinen Plagegeister.