24. April 2026, 6:22 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Es sind nicht immer die großen Innovationen, die das Leben verändern und den Umgang mit alltäglichen Dingen leichter machen. Meistens sind die kleinen Hacks jene, bei denen man sich fragt, wie man jemals ohne sie ausgekommen ist. Im Internet kursiert seit einiger Zeit ein Trick, der den Konsum von Fruchtgummi auf ein ganz neues Level hebt. myHOMEBOOK hat ihn getestet.
Fruchtgummis gehören ohne Zweifel zu den beliebtesten Snacks der Deutschen. Statistisch gesehen verzehrt unsere Nation jährlich rund 200.000 Tonnen davon, pro Kopf sind das etwa 6 Kilogramm Fruchtgummis pro Jahr. Der Verpackung wird dabei wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Schnell aufgerissen, halb geleert und notdürftig zusammengerollt – der Ablauf ist in den meisten Haushalten gleich. Die Tüte einfach wahllos aufzuziehen oder eine Ecke abzureißen gehört nicht gerade zu den kreativsten Lösungen zum Öffnen. Seit einiger Zeit hat sich aber eine Technik etabliert, die im Internet millionenfach geteilt wird. myHOMEBOOK hat den Trick mit den Fruchtgummitüten, der im Internet unter dem Hashtag „haribohack“ bekannt ist, selbst getestet.
Funktioniert der Fruchtgummitüten-Trick wirklich?
An jeder herkömmlichen Fruchtgummitüte befindet sich im oberen Teil eine kleine Aussparung, ähnlich einer Öse, in der sich eine Lasche befindet. Mit dieser soll laut des Tricks das Öffnen und Schließen der Tüte vereinfacht werden.
Um die Fruchtgummitüte zu öffnen, greift man die Lasche auf der Rückseite der Packung und zieht sie in Richtung Tütenboden, ganz kontrolliert und entlang einer vorgegebenen Naht. Dadurch entsteht eine längliche Öffnung. Der Inhalt lässt sich jetzt ganz mühelos greifen und wird besonders übersichtlich, anders als wenn man die Tüte oben öffnet und man erst weit hineingreifen muss. Das Ergebnis ist bis hierhin clever wie genial.
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Nach dem Naschen schließt man die Tüte wieder. Dazu zieht man den oberen Teil der Tüte etwas herunter, damit die Lasche samt des langen, heruntergezogenen Kunststoffstreifens durch die kleine Öse geschoben werden kann. Dann wird die Tüte einmal mittig gefaltet, sodass man den Kunststoffstreifen einmal fest herumwickeln und am Ende erneut durch die Öse stecken kann. Hier sollte er sich mit dem Rand der Öse verkanten und die Tüte fest zusammenhalten.
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Trick mit Haken
Während die Öffnung im Test problemlos funktioniert hat, zeigten sich beim Schließen die ersten größeren Probleme. Obwohl alle Schritte nach Anleitung befolgt wurden, wollte sich die Lasche einfach nicht hinter der Öse verkanten. Stattdessen rutschte sie immer wieder hindurch. Wirklich fest verschlossen ist die Verpackung so leider nicht. Immerhin positiv: Bei der Tüte des myHOMEBOOK-Tests war der Kunststoffstreifen weder zu kurz, noch riss das Plastik beim Schließvorgang. Über beide Probleme äußerten sich andere Tester im Internet.
Allerdings lassen sich nicht alle Verpackungen auf diese Weise öffnen. Gewisse Tüten verfügen entweder nicht über besagte Lasche oder sind nicht mit einer Sollbruchstelle im Plastik ausgestattet, die das Herunterziehen ebendieser ermöglicht. Dann wird der Trick schnell zur Qual. Besonders dünne Tüten oder solche mit Produktionsmängeln können auf diese Weise außerdem schnell zerreißen.
Ausgeklügeltes Design oder purer Zufall?
Viele dachten, die Aussparung an der Tüte sei ein ausgeklügeltes Design-Feature für genau diesen Trick. Tatsächlich hat sie aber eine ganz andere, eher praktische Funktion: Sie dient dazu, die Packung im Laden aufzuhängen. Das wurde auch von Haribo selbst bestätigt. Die Idee, die Öffnung zweckzuentfremden, ist aber kreativ und zeigt, wie einfallsreich Menschen sein können. Genau das sieht auch Haribo so – das Unternehmen hat reagiert und freut sich über die vielen originellen Ideen.