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Glas-Trick mit Essig und Natron soll Spülmaschine reinigen – funktioniert das?

Glas-Trick Spülmaschine
Ein einfacher Trick aus dem Internet soll Kalkablagerungen in der Spülmaschine effektiv lösen Foto: Getty Images
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Im Foto Mareike Schmidt

© Wolf Lux
@wolf_lux_photography
Redakteurin

12. November 2025, 5:29 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Klingt verlockend: Ein einfaches Trinkglas mit Essig und Natron soll dabei helfen, die Spülmaschine zu reinigen und von Kalkablagerungen zu befreien. Doch was steckt wirklich dahinter? myHOMEBOOK hat mit einem Experten gesprochen.

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So funktioniert der Glas-Trick in der Spülmaschine

Im Internet kursieren regelmäßig die unterschiedlichsten Tricks, die einem die Arbeit im Haushalt vereinfachen sollen. Dazu gehört auch der Glas-Trick für die Spülmaschine. Die Idee klingt ganz einfach. Zunächst befüllt man ein hitzebeständiges Glas bis etwa zur Hälfte mit Haushaltsessig und stellt es in das obere Fach der Spülmaschine. Auf dem Boden der Spülmaschine verteilt man dann etwas Natron und lässt das Spülmaschinenprogramm laufen. Angeblich soll diese einfache Kombination das Gerät gründlich reinigen, Kalkablagerungen lösen und unangenehme Gerüche beseitigen – ganz ohne teure Spezialreiniger.

Das sagt der Experte

Dr. Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel hat eine klare Meinung zum Glas-Trick in der Spülmaschine: „Umständlicher und wenig hilfreicher Tipp.“

Generell reagiert Natron zwar in Wasser leicht basisch als Lauge, und mit Laugen lässt sich prinzipiell Fettschmutz entfernen. Soda sei aber noch effektiver als Natron, da Soda stärker basisch reagiere. Bei dem Trick wird der Essig aber durch das laufende Spülprogramm mit Wasser verdünnt. Der verdünnte Essig trifft dann auf das Natron am Boden und neutralisiert dieses, was zu einer schwächeren Wirkung führt. Eine richtig reinigende Wirkung ist daher nicht vorhanden.

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So geht es besser

Um Fettablagerungen in der Spülmaschine vorzubeugen, kann es laut Glassl bereits helfen, die Maschine einmal pro Monat ganz normal beladen laufen zu lassen. Am besten wählt man dafür ein Programm mit mindestens 60 Grad aus und nutzt übliches Maschinengeschirrspülmittel. „So werden Fettablagerungen in wasserführenden Teilen der Maschine gelöst“, erklärt Glassl.

Bei stark verschmutzten Spülmaschinen rät der Experte aber zu speziellen Spülmaschinenreinigern, die je nach Art in der beladenen oder unbeladenen Maschine angewendet werden.

Warum die Spülmaschine regelmäßig gereinigt werden sollte

Obwohl sie täglich sauberes Geschirr liefert, gehört die Spülmaschine selbst zu den am meisten vernachlässigten Haushaltsgeräten. Essensreste, Fett, Kalk und Spülmittelrückstände sammeln sich mit der Zeit in Sieb, Spülrahmen und Dichtungen. Das kann nicht nur zu unangenehmen Gerüchen führen, sondern auch die Spülleistung beeinträchtigen oder langfristig die Maschine schädigen. Eine regelmäßige Grundreinigung – idealerweise einmal im Monat – ist daher unerlässlich.

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