29. Oktober 2025, 14:51 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen sind wunderbare Mitbewohner. Damit sie ein glückliches Leben führen können, ist ein großer Auslauf wichtig. Wer keinen Garten hat, um den Tieren ein sicheres Außengehege zu bauen, kann die Tiere auch in der Wohnung halten. Wäre da nur nicht der beißende Stallgeruch – so lautet zumindest das Vorurteil. Doch der typische Käfiggeruch muss nicht sein. myHOMEBOOK hat Tipps, damit der Haustierkäfig in der Wohnung nicht stinkt.
Regelmäßig putzen
Sauberkeit ist die wichtigste Voraussetzung, um den typischen „Stallgeruch“ zu vermeiden. Der Käfig oder das Gehege sollte regelmäßig gereinigt werden. Die stark verschmutzten Stellen am besten täglich und alle ein bis zwei Wochen eine gründliche Komplettreinigung. So geht’s:
- Einstreu komplett entfernen und fachgerecht entsorgen
- Einrichtung je nach Material reinigen (Keramik und Metall abwaschen, Holz abbürsten)
- Käfig mit einem natürlichen, keimhemmenden Mittel wie verdünntem Essigreiniger (ohne Duftzusätze) auswischen
- Alles gut trocknen lassen, bevor neue Einstreu hineinkommt
Gerade Kaninchen nutzen oft eine feste „Toilettenecke“. Das erleichtert die tägliche Reinigung enorm, die bei größeren Nagetieren angebracht ist.
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Die richtige Einstreu bindet Gerüche
Hochwertige Einstreu aus Holzspänen oder speziellen Naturmaterialien hilft, Feuchtigkeit und Gerüche zu binden. Wichtig: regelmäßig wechseln, damit die Wirkung erhalten bleibt. Auch Heu und Stroh sollten frisch und trocken sein, denn feuchtes Material beginnt schnell zu müffeln.
Frische Luft, aber ohne Zug!
Auch gutes Lüften hilft gegen Stallgeruch. Ideal ist mehrmals täglich Stoßlüften: Das Fenster für kurze Zeit weit öffnen, damit frische Luft durchzieht und Gerüche verschwinden.
Dabei sollte man aber darauf achten, dass der Käfig nicht in der Zugluft steht. Insbesondere Meerschweinchen reagieren empfindlich und können sich erkälten.
Als Schutz kann man den Käfig leicht seitlich versetzt oder hinter einem Paravent aufstellen, sodass Luft zirkuliert, aber kein direkter Luftzug entsteht. So bleibt das Raumklima angenehm für Mensch und Tier.
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Natürliche Helfer gegen schlechte Luft
In Räumen mit Tierhaltung können natürliche Geruchsabsorber helfen. Dazu zählen etwa Schalen mit Aktivkohle, Lavastein oder Sedimentgestein. Sie binden Gerüche, ohne Chemie in die Luft zu bringen. Ein angenehmer Nebeneffekt: Sie unterstützen auch das Raumklima.
Wenn es trotzdem riecht: Tierarztcheck
Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und auch Ratten und Mäuse sind reinliche Tiere. Sie pflegen sich und ihre Wohnstätte. Kein Tier lebt gerne in einem schmutzigen und stinkenden Gehege. Starke Gerüche können manchmal auf gesundheitliche Probleme hindeuten. Stark riechender Urin oder Durchfall sind nicht normal und sollten tierärztlich untersucht werden. Vornehmlich Nahrungsmittelunverträglichkeiten können zu übel riechenden Hinterlassenschaften führen. In jedem Fall gilt: Ein kurzer Besuch beim Tierarzt gibt Sicherheit.