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von myHOMEBOOK

Tipps von einer Tierärztin

Methoden, um Haustiere vor Hitze zu schützen

Wie kann man Haustiere vor der Hitze schützen?
Nicht nur Menschen, sondern auch Haustiere freuen sich bei hochsommerlichen Temperaturen über eine ErfrischungFoto: Getty Images

Bei Hitze haben wir alle zu kämpfen – der eine mehr, der andere weniger. Für Menschen gibt es aber zum Glück viele Möglichkeiten, sich eine Abkühlung zu verschaffen. Doch wie können wir unsere Haustiere vor den hochsommerlichen Temperaturen schützen? myHOMEBOOK hat bei einer Tierärztin nachgefragt.

Wenn das Thermometer auf über 30 Grad klettert und die Hitze in die Wohnung kriecht, kann es für Haustiere schnell ungemütlich werden. Diese reagieren deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen als ihre Besitzer, da sie meist nur an den Pfoten Schweißdrüsen haben. Deshalb benötigen Haustiere bei Hitzeperioden besonderen Schutz. Denn im schlimmsten Fall können sie einen Hitzschlag erleiden, der nicht selten tödlich endet. Dass es dazu nicht kommt, sollte man einige Dinge beachten. Worauf es dabei ankommt, erklärt Astrid Behr, Tierärztin und Pressesprecherin beim Bundesverband Praktizierender Tierärzte auf Nachfrage von myHOMEBOOK.

Hunde und Katzen vor Hitze schützen

Hunde und Katzen sind in der Regel sehr eigenständig und suchen sich schattige Plätze. Besitzer sollten aber unbedingt darauf achten, ihren Schützlingen die besten Bedingungen zu schaffen und so zum Beispiel immer für ausreichend Trinkwasser zu sorgen. Zudem sollte man Gassigänge in der prallen Mittagshitze vermeiden, Zimmer abends lüften und tagsüber abdunkeln. Das kann dabei helfen, eine erträgliche Raumtemperatur zu schaffen.

Wenn das nichts bringt, kann man dem Haustier aber auch anders Abkühlung verschaffen. „Gerade in Dachgeschosswohnungen steigt die Temperatur während heißer Sommertage extrem an. Dann kann man zum Beispiel ein Handtuch nass machen, es für einige Minuten ins Tiefkühlfach legen und dann das Tier damit zudecken“, sagt Behr. Auch ein Ventilator ist in Hitzeperioden ein gern gesehenes Gadget. Er sorgt für Luftzirkulation und schafft eine gefühlte Abkühlung.

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Wichtig: Auch wenn es bei Hitze für Haustiere sehr hilfreich sein kann, in der Wohnung Ventilatoren aufzustellen: Zugluft kann Erkältungen und Bindehautentzündungen provozieren. Es sollte somit darauf geachtet werden, den Ventilator niemals direkt auf das Tier zu richten – schräg zur Decke ist besser. So werden die Luftschichten umgewälzt.

Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster

Nagetiere zählen unter den Haustieren als besonders gefährdet, wenn es zu Hitze kommt. Schon Temperaturen um die 25 Grad können für sie zu großem Hitzestress und nicht selten auch zum Kollaps führen. Die besondere Gefährdung erklärt sich aber auch aus der Käfighaltung. Kaninchen, Hamster und Co. können sich nicht frei bewegen und selbstständig der Sonne entfliehen.

Hier ist die unbedingte Aufmerksamkeit der Besitzer gefragt. „Halter sollten einen schattigen Stellplatz auswählen und dabei auch bedenken, dass die Sonne wandert. Außerdem ist es wichtig, immer für genügend Trinkwasser zu sorgen“, sagt Behr. Wer noch etwas nachhelfen möchte, kann wieder zu einem angefeuchteten Tuch greifen und den Käfig damit halbseitig abdecken.

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Vögel bei Hitze richtig schützen

Ähnlich wie bei Nagetieren verhält es sich bei Vögeln. Wenn der Käfig an einem sonnigen Platz steht, sind die Tiere der Hitze schutzlos ausgeliefert. Somit sollte man auch in diesem Fall darauf achten, für eine ausreichende Beschattung zu sorgen. Letztlich ist auch ein wenig Kreativität gefragt. So seien laut Behr zum Beispiel mit Wasser gefüllte Sprühflaschen eine effektive Methode, um Vögel zu erfrischen. Genauso könne man aber auch eine mit einem Handtuch umwickelte Kühlkompresse auf den Boden des Käfigs legen.

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Hitzschlag bei Haustieren erkennen und darauf reagieren

Ein Hitzschlag äußert sich bei Tieren genauso wie bei Menschen. „Unruhe, Taumeln und Abgeschlagenheit sind eindeutige Anzeichen“, erklärt Behr. Zwar könne man die meisten Fälle vor allem mit zu langer und direkter Sonneneinstrahlung in Verbindung bringen, aber auch eine zu hohe Raumtemperatur berge große Gefahren. Vor allem dann, wenn Wassermangel dazukommt. Bemerken Halter Atemnot, Krämpfe und Bewusstlosigkeit bei ihrem Tier, ist sofortiges Handeln gefragt. Als Erstmaßnahme sei nach Behr eine kalte, feuchte Decke möglich, mit der man das Tier zudeckt. Danach sollte man aber ohne Umwege zum Tierarzt.

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