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Welche Stellen beim Herbstputz besonders wichtig sind

Herbstputz
Die Fenster kann man beim Herbstputz einmal gründlich vom Blütenstaub des Sommers befreien Foto: Getty Images
Carolin Chytrek
Carolin Chytrek Freie Autorin

25. Oktober 2026, 13:01 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Die Tage werden wieder kürzer und kälter und der Countdown bis zum Jahresende läuft. Um die gemütliche Herbst- und Winterzeit in vollen Zügen genießen zu können, steht bei vielen vorher – ähnlich wie im Frühling – ein großer Wohnungsputz an. myHOMEBOOK verrät, worauf es beim Herbstputz ankommt und welchen Stellen man besondere Beachtung schenken sollte.

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als sich in den eigenen vier Wänden einzukuscheln, während sich draußen die Blätter an den Bäumen gelb färben und der erste Schnee vom Himmel fällt. Damit die Wohnung perfekt auf die kalten Jahreszeiten vorbereitet ist, empfiehlt es sich, einen gründlichen Herbstputz vorzunehmen. Ähnlich wie beim Frühjahrsputz stehen dabei einige wichtige To-dos auf der Liste: leichte Sommertextilien gegen dickere Winterware austauschen, die Außenbereiche winterfest machen und sämtliche Bereiche von Ablagerungen durch Pollen und Staub befreien. Während es allerdings Anfang des Jahres eher darum geht, die Wohnung für die warme Jahreszeit zu öffnen und schwere, warme Dekoelemente zu verstauen, stehen jetzt eher Themen wie Energieeffizienz, Schimmelprävention und Gemütlichkeit im Vordergrund.

Balkon oder Terrasse

Die Tage mit langen Grillabenden und ausgedehnten Sonnenstunden sind langsam vorüber. Deshalb darf in den ersten Herbsttagen in den Außenbereichen alles winterfest verstaut und gereinigt werden. Egal ob Terrasse oder Balkon: Möbel sollte man jetzt von Ablagerungen befreien, zusammenklappen und entweder mit einer Schutzhülle abdecken oder im Keller verstauen, um Frost- oder Witterungsschäden zu vermeiden. Dann ist die Begrünung an der Reihe. Nicht winterfeste Kübelpflanzen sollte man nach drinnen holen. Andere Sträucher oder Blumen im Topf werden mit einem Jutewickel vor Kälte geschützt. Dieser wird von außen um den Topf geschlungen, um insbesondere den Wurzelballen warm zu halten.

Zusammengefegtes Herbstlaub eignet sich perfekt als zusätzliche Schutzschicht auf der Pflanzenerde.

Wichtig ist auch, Wasserleitungen im Freien abzustellen und gegebenenfalls auszuleeren, um ein Gefrieren zu verhindern. Bei Bedarf sollte man auch Regenrinnen von Laub und Dreck befreien, damit Feuchtigkeit besser abfließen kann. Ist draußen alles erledigt, geht es im Innenbereich weiter.

Wohn- und Schlafbereiche

Bevor Putzlappen, Staubsauger und Wischer beim großen Herbstputz zum Einsatz kommen, hilft es, gründlich auszumisten und aufzuräumen. Sommerliche Deko kann man platzsparend verstauen und dünne Decken und leichte Kissenbezüge dürfen gegen warme und gemütliche Textilien ausgetauscht werden. Insbesondere im Schlafzimmer kann man das Sommerdeckbett durch eine dickere wärmende Variante ersetzen. Zusätzliche Kissen verleihen Bett oder Sofa einen Hauch Heimeligkeit. Beliebt sind zum Beispiel Stoffe wie Samt, Fleece oder Kunstfell. Die dünne Sommerware sollte man gründlich waschen und im Anschluss ordentlich im Schrank verstauen. Dabei darf dann auch Sommerkleidung zusammengeräumt werden, während dicke Winterpullover, Schals und Mützen griffbereit platziert werden.

Auch interessant: Warum die 90/90-Regel gerade im Herbst beim Ausmisten hilft

Bevor man Kissen und Decken auf Bett und Sofa neu drapiert oder dekoriert, sollte man Lampenschirme, Regale und Schrankoberseiten abstauben. Es empfiehlt sich, in diesem Zuge auch Bett und Sofa zur Seite zu rücken, um dahinter gründlich zu saugen. Ist alles erledigt, kann gesaugt sowie feucht durchgewischt werden.

Küche

Deftige Braten, gesundes Ofengemüse oder leckere Aufläufe: In den kalten Jahreszeiten läuft der Ofen weitaus öfter als im Sommer. Deshalb sollte man Blech und Ofeninnenseite vor dem Dauerbetrieb einmal gründlich reinigen, damit altes Eingebranntes sich nicht immer weiter festsetzt. Auch das Sieb der Dunstabzugshaube sollte man vor den kochintensiven Monaten von seinem Fettfilm befreien. Wer etwas mehr Zeit hat, kann auch im Vorratsschrank gründlich ausmisten, das Sortiment auf Wintergerichte umstellen und abgelaufene Produkte entsorgen.

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Flur

Nasse Daunenjacken und schlammige Schuhe verlangen in den kalten Jahreszeiten auch eine Umstellung im Eingangsbereich. Eine zusätzliche Fußmatte innen vor der Tür fängt Nässe und Schmutz ab, der von Winterschuhen bei Witterung hereingetragen wird. Insbesondere auf Holzfußboden ist das wichtig, damit keine Feuchtigkeit in die Fasern zieht. Außerdem sollte in der Garderobe Platz für dicke Wintermäntel gemacht werden.

Fenster und Heizungen

Weil man in den kalten Monaten bekanntlich weitaus weniger lüftet als in Frühling und Sommer, steigt das Risiko für Schimmel. Deshalb empfiehlt es sich, vor den kalten Monaten Fensterbänke und -dichtungen gründlich zu reinigen. Dabei kann man überprüfen, ob es irgendwo undichte oder poröse Stellen gibt, um diese noch vor dem Winter zu reparieren. Laut Angaben des Umweltbundesamts geht jede Menge Energie durch Zugluft an Fenstern und Türen verloren. Bei niedrigen Außentemperaturen kann sich Kondenswasser am Fenster sammeln, deshalb sollte man unnötige Dekogegenstände entfernen, damit sich Feuchtigkeit im Fall der Fälle schnell und nahtlos aufwischen lässt. Milde Herbsttage eignen sich übrigens hervorragend dafür, die Fenster noch einmal gründlich zu putzen und von Blütenstaub sowie Sommerschmutz zu befreien.

Dann sind die Heizungen an der Reihe. Staub sollte man aus den Lamellen vollständig entfernen, da er wie Dämmmaterial wirkt und laut Aussage verschiedener Energieanbieter die Heizkosten ordentlich in die Höhe treiben kann. Vor allem dem Innenbereich sollte man Aufmerksamkeit schenken. Dafür wird das Gitter oberhalb der Heizung abgenommen und mit einem Staubwedel oder Staubsauger vorsichtig Staub von den inneren Lamellen entfernt. Wer drankommt, kann mit einem feuchten Lappen und etwas Waschmittel nachwischen, um alle Ablagerungen zu erwischen.

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