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Kaffee besser nicht mit Wasser direkt aus der Leitung kochen

Die meisten kochen ihren Kaffee mit Leitungswasser
Die meisten kochen ihren Kaffee mit Leitungswasser Foto: Getty Images
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Lena Hackauf
Laura Graichen,

22. September 2025, 10:44 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Nicht nur die Kaffeebohne, auch das Wasser beeinflusst den Geschmack des koffeinhaltigen Heißgetränks. Viele greifen beim Kochen von Kaffee auf Leitungswasser zurück. myHOMEBOOK hat Experten gefragt, welches Wasser das Aroma am besten zur Geltung bringt.

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Wie beeinflusst Leitungswasser Kaffee?

Bei der Zubereitung von Kaffee ist der Härtegrad entscheidend. „Hartes, kalkhaltiges, beziehungsweise sehr weiches Wasser beeinträchtigt maßgeblich die Getränkequalität beim Kaffee“, erklärt der Deutsche Kaffeeverband e. V. auf Anfrage von myHOMEBOOK. Bei sehr weichem Wasser schmeckt er saurer, bei sehr hartem Wasser bitterer. „Die Reaktion der Fruchtsäuren im Kaffee mit den Inhaltsstoffen im Wasser wird im Wesentlichen von der Karbonathärte beeinflusst.“

Laut der Experten kommt die Kaffeesäure bei Wasser mit geringer Karbonhärte stärker zum Vorschein. Ein zu hoher Härtegrad ist jedoch auch nicht förderlich, da die Fruchtsäuren so neutralisiert werden. „Dem Kaffee fehlt es geschmacklich an Volumen und Differenzierung.“ Hinzu kämen Inhaltsstoffe im Wasser wie etwa Kalk, die einen muffigen Geschmack im Kaffee hinterließen.

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Dieses Wasser empfehlen Kaffee-Experten

Die Kaffee-Experten raten, bei der Zubereitung frisches und sauerstoffhaltiges Wasser zu verwenden mit einem Karbonhärtegrad zwischen 3°dH und 6°dH sowie einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5. Ideal sei eine Gesamthärte des Wassers von 4 bis 10 °dH, damit der Kaffee seine Aromen entfalten kann und am Ende auch angenehm schmeckt.

Hinweis: Den Härtegrad von Wasser gibt man in der Maßeinheit „Grad deutscher Härte“ (°dH) an. Wie hart oder weich Wasser ist, hängt von dem Anteil an Calcium und Magnesium ab. Hartes Wasser zeichnet sich durch viele Calcium- und Magnesium-Ionen aus, entsprechend hat weiches Wasser nur einen geringen Kalk- und Magnesiumanteil. Über den örtlichen Wasserversorger kann jeder herausfinden, welchen Härtegrad das Leitungswasser am jeweiligen Wohnort hat.

Womit sollte man Kaffee stattdessen zubereiten?

Einige greifen beim Kochen von Kaffee zu Mineralwasser aus der Flasche anstatt zu Leitungswasser. Doch auch dieses Wasser enthält Kalk, der den Geschmack negativ beeinflussen kann. Besser ist es, das Leitungswasser zu filtern, etwa mit einem Durchlauffilter oder einem ähnlichen Tool. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Kaffee aus, sondern auch auf die Maschine. Sie verkalkt auf diese Weise weniger schnell.

Wichtig ist zudem – egal ob gefiltert oder ungefiltert – immer frisches Leitungswasser zum Kochen von Kaffee zu verwenden. Auch bei einem Vollautomaten sollte man jedes Mal den Tank ausleeren und mit frischem Wasser füllen, um für den bestmöglichen Geschmack zu sorgen.

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