16. April 2026, 13:33 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Ein trockener, luftiger, kühler und dunkler Ort bietet ideale Bedingungen, um Kartoffeln zu lagern. Doch auch unter guten Voraussetzungen kann es passieren, dass die Knollen mit der Zeit keimen. Mithilfe eines einfachen Tricks, kann man das Keimen von Kartoffeln verhindern. Alles, was man dafür benötigt, ist eine bestimmte Obstsorte.
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Dieses Obst verhindert das Keimen von Kartoffeln
Überraschenderweise sollte man Kartoffeln zusammen mit einem Apfel lagern. Eigentlich ist dieses Obst dafür bekannt, dass man es eben nicht in der Nähe von anderem Obst und Gemüse lagern sollte, da dieses sonst schneller reift und entsprechend schneller verderben kann. Grund dafür ist das Reifegas Ethylen, das Äpfel absondern. Es kommt von Natur aus in vielen Früchten vor und beschleunigt den Reifeprozess in anderen Früchten.
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Warum das Reifegas bei Kartoffeln anders wirkt
Das Reifegas der Äpfel wirkt bei Kartoffeln anders – wodurch sie nicht schneller reifen beziehungsweise keimen, sondern der Prozess sogar verlangsamt wird, fand ein Forscherteam der Cranfield University im Vereinigten Königreich heraus. Das Ethylen unterdrückt die Zellstreckung und damit die Keimung, heißt es auch auf dem Garten-Blog „gartenmoni.de“.
Dort wird auch empfohlen, zu einer handelsüblichen Menge an Kartoffeln etwa ein bis zwei Äpfel dazuzulegen. Werden diese nach einiger Zeit schrumpelig, tauscht man sie einfach gegen frische aus. Bei größeren Mengen an Kartoffeln benötigt man natürlich auch entsprechend mehr Äpfel.
Kann man keimende Kartoffeln noch essen?
Ob man keimende Kartoffeln noch essen kann, hängt davon ab, wie weit der Prozess bereits fortgeschritten ist. Beim Keimvorgang entsteht der schwach giftige Stoff Solanin. Deswegen wurde die Kartoffel bereits zur „Giftpflanze des Jahres 2022“ gewählt. Sind die Keime an den Kartoffeln nicht länger als etwa ein Zentimeter, dann ist die Solanin-Konzentration noch sehr gering und man kann sie bedenkenlos essen. Wichtig ist aber dabei, dass die Sprosse großzügig herausgeschnitten werden.
Wichtig: Sind die Keime allerdings länger oder haben die Kartoffeln grüne Stellen, dann sollte man sie aussortieren und besser nicht verzehren. Denn sie enthalten viel Solanin und es drohen bei Verzehr Vergiftungserscheinungen.