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Was die Zahlen am Rädchen im Kühlschrank wirklich bedeuten

Zahlen am Rädchen im Kühlschrank
Die Zahlen am Rädchen im Kühlschrank stehen nicht für die entsprechende Temperatur Foto: Getty Images
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

12. November 2025, 16:36 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Was viele nicht wissen: Die Zahlen auf dem kleinen Rädchen stehen nicht für die Temperatur im Kühlschrank. Doch was bedeuten sie dann eigentlich genau? Und welche Einstellung ist optimal? Eine Expertin der Verbraucherzentrale klärt auf.

Was stellt man mit dem Rädchen eigentlich ein?

„Die Kühlleistung“, antwortet Gerhild Loer von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf die Frage. „Je höher die Ziffer, desto häufiger springt der Kompressor an und desto niedriger ist die Zieltemperatur.“ Die Zahlen stehen also nicht für eine bestimmte Gradzahl, sondern beeinflussen, wie oft das Kühlaggregat anspringt – und damit, wie kalt es im Innenraum wird.

Welche Einstellung empfohlen wird

Mit dem Drehregler wird laut Loer die ungefähre Temperatur in der Kühlschrankmitte bestimmt. „Nach unserer Kenntnis reicht es aus, das Rädchen auf eine mittlere Position zu stellen“, erklärt die Expertin. Bei einem Regler mit sieben Stufen empfiehlt sie Stufe drei bis vier, bei fünf Stufen eher zwei bis drei. Zur genauen Einordnung sei jedoch ein Blick in die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts sinnvoll, da sich die Modelle unterscheiden können.

Warum keine exakte Temperatur einstellbar ist

Viele Nutzer fragen sich, warum man nicht einfach eine konkrete Temperatur am Rädchen wählen kann. „Im Kühlschrank gibt es nicht die konkrete Temperatur, sondern eine Stelle, wo die Wunschtemperatur erreicht wird“, erläutert Loer.

Vor allem bei älteren oder einfacheren Geräten erfolgt die Temperaturregelung noch analog. Modernere Kühlschränke verfügen dagegen über digitale Anzeigen und ermöglichen eine gradgenaue Einstellung per Tastendruck. Allerdings lohnt sich auch hier ein Blick in die Anleitung, denn oft enthält sie Hinweise zu Temperaturbereichen und Zonen im Kühlschrank.

Passend dazu: Wie man einen Kühlschrank richtig einräumt

Sollte man die Temperatur im Winter umstellen?

Im Sommer wird oftmals empfohlen, die Kühlleistung etwas anzupassen, um die Haltbarkeit der Lebensmittel zu erhöhen. Denn durch das häufigere Öffnen des Geräts kann warme Luft eindringen. Das führt zu Temperaturanstiegen, die durch eine kältere Einstellung schneller kompensiert werden. Egal ob Sommer oder Winter: „Die Empfehlung für eine ausreichende Kühltemperatur liegt bei sieben Grad, gemessen auf der obersten Ablageebene“, empfiehlt Loer.

Die richtige Temperatur im Kühlschrank

Weil kalte Luft nach unten sinkt, ist es im unteren Bereich des Kühlschranks kühler als oben. „Auf der obersten Ablageebene sollte es nicht wärmer als sieben Grad sein“, erläutert die Expertin. Direkt über den Gemüsefächern liegt die Temperatur in der Regel bei etwa vier Grad. Wer besonders leicht verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch oder Fisch lagern möchte, sollte den Bereich über den Schubladen vorübergehend auf zwei Grad kühlen. Wichtig: Danach nicht vergessen, die Einstellung wieder zurückzudrehen.

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Temperaturkontrolle mit einfachem Hilfsmittel

Um sicherzugehen, dass die richtige Temperatur im Kühlschrank herrscht, empfiehlt sich ein analoges Kühlschrankthermometer. „Das lässt man immer drin liegen“, rät Loer. Es eignet sich übrigens auch für die Temperaturüberwachung im Gefrierschrank.

Woran man die falsche Temperatur feststellt

„Das ist ganz einfach“, sagt Loer. Wer regelmäßig das Thermometer kontrolliert und weiß, an welchen Stellen im Kühlschrank welche Lebensmittel am besten gelagert werden, kann problemlos erkennen, ob etwas nicht stimmt. Ein deutliches Anzeichen für eine zu niedrige Temperatur: Butter wird steinhart, Joghurt oder Limonade sind unangenehm kalt. In dem Fall sollte das Rädchen eine Stufe zurückgestellt werden.

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