30. Oktober 2025, 12:24 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Alufolie ist umstritten: Einerseits ist sie ein praktisches Hilfsmittel in der Küche, das Lebensmittel zuverlässig vor Luft, Licht und Gerüchen schützt. Andererseits ist sie alles andere als umweltfreundlich. Sowohl ihre Herstellung als auch der Abbau und das Recycling sind äußerst energieintensiv. Zudem steht Aluminium im Verdacht, gesundheitliche Risiken zu bergen und Krankheiten wie Brustkrebs oder Alzheimer zu begünstigen. Wird die Folie außerdem mit bestimmten Lebensmitteln kombiniert, kann sie sich teilweise auflösen.
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Durch diese Lebensmittel löst sich Alufolie auf
Trotz ihrer praktischen Eigenschaften sollte man Alufolie mit Bedacht verwenden. Entscheidend ist, welche Lebensmittel man darin aufbewahrt und über welchen Zeitraum. „Säurehaltige und salzhaltige Speisen sollten nicht über längere Zeit direkt in Aluminiumfolie eingewickelt oder in unbeschichteten Aluminiumschalen aufbewahrt werden“, meint Manon Struck-Pacyna vom Lebensmittelverband Deutschland e. V. zu myHOMEBOOK.
Dazu zählen unter anderem marinierte und stark gesalzene Speisen. Vorsicht gilt jedoch auch bei Obst mit hohem Säuregehalt. Die Expertin zählt auf: „geschnittene Äpfel, geschälte Zitrusfrüchte, Tomaten, saure Gurken sowie Wurst, Schinken oder Käse“.
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Mit diesen Alternativen können Sie auf Alufolie verzichten
Gesundheitsrisiken durch Aluminium in Lebensmitteln
„Aluminium ist ein reaktives Metall“, weiß Struck-Pacyna. Steht es für längere Zeit in direktem Kontakt mit stark sauren oder salzigen Lebensmitteln, kann eine chemische Reaktion entstehen. „Dabei kann es zu einer Oxidation des Aluminiums kommen, und infolgedessen können geringe Mengen an Aluminiumionen auf die Lebensmittel übergehen.“
In der Regel sind die Mengen Aluminium, die man so zu sich nehmen kann, gering. Für gesunde Menschen ist es also normalerweise unbedenklich. Der Körper kann das meiste über die Nieren wieder loswerden. Wissenschaftler erforschen jedoch, in welchem Zusammenhang Aluminium zu Krankheiten wie Alzheimer oder Brustkrebs steht, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
Alufolie-Alternativen kennen
Man sollte also vermeiden, säure- und salzhaltige Lebensmittel für eine längere Zeit mit Alufolie zu umwickeln, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren. Doch Struck-Pacyna gibt auch Entwarnung für den Gebrauch mit Alufolie: „Für den kurzzeitigen Gebrauch – etwa zum kurzfristigen Abdecken – besteht kein Problem.“ Auch bei Aluminiummenüschalen oder Grillschalen müsse man sich laut Struck-Pacyna keine Sorgen machen. Sie seien in der Regel beschichtet und daher im Gebrauch nicht mit herkömmlicher Alufolie gleichzusetzen. „Die Beschichtung verhindert den direkten Kontakt zwischen den Lebensmitteln und Metall.“
Wer ganz sicher gehen möchte, sollte auf Alufolie verzichten – auch der Umwelt zuliebe. Alternativen wie Kunststoffdosen, Mehrwegbehälter aus Glas oder Kunststoffbeutel bieten mehrere Vorteile: „Diese Materialien sind stabil, schützen Lebensmittel zuverlässig und können mehrfach verwendet werden“, weiß die Expertin.