23. Januar 2026, 5:28 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Zu einem guten Brunch gehört für viele ein Ei einfach dazu: entweder gekocht, als Omelett oder auch als Spiegelei. Letzteres ist besonders schnell gemacht, birgt aber dennoch so manche Tücken. myHOMEBOOK hat Tipps, um das perfekte Spiegelei anzubraten.
Für ein schnelles Eierfrühstück ist ein Spiegelei ideal. Doch der frühe Morgen kann schnell kippen, etwa wenn das Spiegelei in der Pfanne anbrennt oder das Eiweiß glibberig bleibt. Um ein Spiegelei zu erhalten, das glücklich macht, sollte man die folgenden Tipps kennen.
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Kalte oder heiße Pfanne?
Zum Zubereiten von Spiegeleiern sind beschichtete Pfannen oder Gusseisenpfannen ideal. Bei diesen Pfannentypen wird weniger Öl oder Butter benötigt. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass das Ei kleben bleibt. Bei Edelstahlpfannen ist das anders: Hier kommt es schneller vor, dass das Spiegelei an der Pfanne klebt. Außerdem wird mehr Öl benötigt – insbesondere, um das Ankleben zu vermeiden.
Doch nicht nur die Art der Pfanne spielt eine Rolle, wenn es darum geht, das perfekte Spiegelei zuzubereiten. Was man als perfekt betrachtet, ist dabei Ansichtssache. Versteht man darunter ein Ei mit knusprigem Rand, lässt sich dieses eher erreichen, wenn man das Ei in einer heißen Pfanne aufschlägt. Das Ei kann dann von unten herauf durchgaren. Durch das brutzelnde Öl entsteht ein krosser Rand. Ist hingegen ein Ei ohne braune Ränder das Ziel, sollte man das Ei in einer kalten bis lauwarmen Pfanne aufschlagen.
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Spiegelei ohne Glibber anbraten
Ein häufiges Problem bei Spiegeleiern ist ein glibberiges Eiweiß. Obwohl ein Spiegelei als besonders schnell in der Zubereitung gilt, sollte man ihm dennoch Zeit lassen, damit es richtig gart. Es ist zu empfehlen, das Ei bei niedriger bis mittlerer Hitze anzubraten. Auf diese Weise kann es gleichmäßig durchgaren. Durch zu viel Hitze würde das Eiweiß verbrennen, während es oben noch glibberig ist.
Um ein glibberiges Eiweiß zu vermeiden, kann Wasser helfen. Dafür ein paar Spritzer Wasser in die Pfanne geben. Anschließend das Ei mithilfe eines Deckels abdecken. Der entstehende Wasserdampf härtet das Ei sanft auch von oben, sodass das Eiweiß gleichmäßig stockt. Das Eigelb trocknet dabei nicht aus.
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Sunny side up oder down?
„Sunny Side up“ beschreibt ein Spiegelei, das nur einseitig angebraten wird. Das Eiweiß ist dabei fest, das Eigelb jedoch flüssig. „Over easy“ ist hingegen ein Ei, das beim Braten kurz gewendet wurde, sodass auch die Oberseite des Eiweißes stockt. Das Innere bleibt jedoch flüssig.
Erst bei „over medium“ ist das Eigelb nicht mehr flüssig, sondern weich – fast marmeladenartig. Dafür wird das Ei beidseitig angebraten. „Over hard“ ist für alle, die das Eigelb vollständig gar bevorzugen.
Übrigens: Präferiert man es, wenn das Eigelb nicht zerläuft, dann sollte man auf frische Eier setzen. Die Dottermembran ist straffer und elastischer, wodurch das Eigelb besser zusammengehalten wird.
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Spiegelei aufpeppen – so geht’s
Möchte man das Spiegelei mit Salz abrunden, sollte man dieses erst am Ende hinhzufügen. Salz zieht ansonsten das Wasser aus dem Eiweiß. Eiweiß besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Salz ist hygroskopisch, also wasseranziehend. Durch die Salzionen wird die Proteinstruktur zerstört. Dadurch wird das Wasser freigesetzt. Durch das Salz kann das Eiweiß dann unter Umständen wässrig werden, sich stärker ausbreiten oder ungleichmäßig stocken.
Klassischerweise wird ein Spiegelei mit Salz und Pfeffer gewürzt. Für eine besondere Note eignen sich jedoch auch Muskatnuss, Paprikapulver oder Chiliöl.