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Wie die schwedische „Städdag“-Methode beim Hausputz helfen kann

„Städdag“-Methode
Die „Städdag“-Methode kann den Frühjahrsputz erleichtern Foto: Getty Images
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Lena Hackauf
myHOMEBOOK-Redaktion

3. März 2026, 10:51 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Manchmal kommt man mit dem Reinigen der Wohnung einfach nicht hinterher. Immer ist etwas zu tun, nur gibt es zu wenig Zeit. Um das Putzen zu strukturieren, kann man die sogenannte „Städdag“-Methode ausprobieren. myHOMEBOOK verrät, wie man bei der Methode vorgeht.

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Was bedeutet „Städdag“?

Der Begriff „Städdag“ ist schwedisch und bedeutet übersetzt „Putztag“. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das ein gesundes Gleichgewicht zwischen Haushalt und Freizeit schafft. Putzen wird dabei zu einem festen Ritual, bei dem die ganze Familie einbezogen wird.

Die Methode findet ihren Ursprung in schwedischen Hausgemeinschaften, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet. Damals war es Tradition, dass sich die Hausgemeinschaft zusammen um das Reinigen der Gemeinschaftsflächen kümmerte. Alle Nachbarn kamen an einem festen Tag zusammen, um Treppenhaus, Hof und Ähnliches zu putzen.

Die Grundprinzipien der Städdag-Methode

Die Übersetzung zeigt es bereits: Die Methode sieht vor, sich einen festen Tag in der Woche oder im Monat vorzunehmen, um die Wohnung zu putzen. Im Zentrum steht ein gemeinschaftliches Putzen mit System. Der Fokus ist auf die Effizienz gerichtet und nicht auf das tägliche, spontane Putzen.

Das Vorgehen beim Städdag erfolgt systematisch, entweder nach den Räumen oder nach den Aufgaben. Zudem werden damit klare Zuständigkeiten verteilt. Beim Städdag darf aber auch der Spaß nicht vergessen werden – etwa durch Musik und Belohnungen, wie ein gemeinsames Essen hinterher. Statt schlechter Laune, weil man putzen muss, wird es zu einem heiteren Erlebnis.

Tipp: Lebt man alleine, kann man natürlich keine Putzaufgaben aufteilen. Dennoch kann man sich an einem gemeinsamen Tag zum Putzen verabreden, zum Beispiel mit einem engen Freund. Durch ein Telefonat verbunden, kann man einander motivieren.

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So plant man einen Städdag richtig

Vorbereitung ist beim Städdag essenziell, um den Tag effizient zu strukturieren. Um verschiedene Putzaufgaben zu erledigen, hilft es, eine Checkliste zu erstellen. Anschließend kann man Reinigungsmittel und die nötigen Utensilien vorbereiten. Danach legt man Zeitfenster fest, in denen man putzt, und verteilt die Aufgaben.

Ein Tag zum Putzen wäre nichts ohne die richtige Motivation. Vorab also am besten einen Timer und eine gute Playlist erstellen sowie an die anschließende Belohnung denken.

Vorteile der Methode

Die Städdag-Methode bietet verschiedene Vorteile beim Putzen der eigenen Wohnung:

  • Die klare Struktur der Methode birgt das Potenzial, Stress zu reduzieren.
  • Nimmt man sich einen festen Tag zum Putzen vor, bleibt mehr Freizeit übrig.
  • Der Städdag bietet klare Strukturen und eine bessere Planbarkeit.
  • Durch die Einführung eines regelmäßigen Putztages bleibt die Sauberkeit in der Wohnung auf konstantem Niveau.

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Nachteile der Methode

Jedes Konzept hat seine Kehrseite. Das gilt auch für den Städdag.

  • Das gebündelte Putzen an einem einzigen Tag ist ein höherer Zeitaufwand am Stück.
  • Mehrere Stunden zu putzen kann körperlich belastend sein.
  • Schmutz und Unordnung sammeln sich bis zum Putztag vermehrt an.
  • Durch die längeren Intervalle kann sich der Reinigungsaufwand erhöhen.
  • Das gemeinsame Putzen birgt Konfliktpotenzial zwischen Familienmitgliedern.
  • Der feste Putztag bietet wenig Platz für Flexibilität.

Für wen eignet sich die Methode?

Die Städdag-Methode mag für manche im ersten Moment womöglich eher ungeeignet klingen. „Für Einzelpersonen, die gegebenenfalls mit der stundenlangen Arbeit in ihrer Wohnung überfordert sind, würde ich weiterhin die täglichen 20 Minuten Arbeiten empfehlen“, rät Aufräum-Coach Esther Lübke von „Ärmel-Hoch“.

Doch für jeden Lebensstil gibt es eine passende Putz-Routine. Die klare Struktur durch einen festen wöchentlichen und monatlichen Putztag könnte beispielsweise für Berufstätige mit wenig Zeit unter der Woche ideal sein. Auch für Familien oder WGs könnte sich ein fester Putztag eignen. „Die Städdag-Methode kann zu einem tollen und fröhlichen gemeinsamen Event werden, bei dem man fast ‚nebenbei‘ auch noch die komplette Hausarbeit erledigt hat“, so die Expertin.

Damit der Städdag langfristig erfolgreich umgesetzt werden kann, ist eine realistische Zeitplanung wichtig. Man sollte sich also nicht zu viel auf einmal vornehmen. Und ganz wichtig: Ohne sichtbaren Erfolg schwindet schnell die Motivation. Neben der sauberen Wohnung kann eine Checkliste dabei helfen, die Erfolge sichtbar zu machen.

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