11. August 2026, 15:19 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Wer länger verreist, kennt das Problem: Nach einigen Tagen werden frische T-Shirts, Socken oder Unterwäsche knapp. Zwar gibt es in vielen Urlaubsorten Waschsalons oder einen Wäscheservice im Hotel, doch beides kostet Zeit und oft auch Geld. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich Kleidung jedoch problemlos selbst waschen und trocknen. So reicht oft schon ein kleines Reisegepäck für mehrere Wochen Urlaub.
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Die richtige Vorbereitung
Wer auch unterwegs auf saubere Kleidung angewiesen ist, kann bereits vor der Abreise einige Vorkehrungen treffen. Neben dem passenden Waschmittel spielt vor allem die Wahl der Kleidung eine wichtige Rolle. Die richtigen Stoffe und wenige praktische Hilfsmittel erleichtern das Waschen und Trocknen unterwegs erheblich.
Auf schnelltrocknende Materialien setzen
Wer bereits beim Packen auf die richtigen Stoffe achtet, hat später deutlich weniger Aufwand. Reiseerfahrene Urlauber greifen häufig zu Kleidung aus Tencel, Lyocell oder modernen Funktionsfasern. Diese Materialien trocknen häufig sehr schnell. Außerdem knittern sie oft weniger und entwickeln Gerüche langsamer.
Diese Helfer sollten ins Gepäck
Für die Wäschepflege unterwegs braucht es nicht viel. Besonders praktisch sind Waschmittelblätter, da sie kaum Platz benötigen und nicht auslaufen können. Alternativ eignet sich eine kleine Reisegröße Flüssigwaschmittel.
Ebenfalls sinnvoll sind:
- ein Waschbeutel für unterwegs
- eine leichte Wäscheleine
- einige Wäscheklammern
- ein großes Handtuch zum Auswringen der Wäsche
Diese Utensilien wiegen nur wenig und können die Wäschepflege im Urlaub erheblich erleichtern.
Wäsche unterwegs waschen
Wer im Urlaub keinen Zugang zu einer Waschmaschine hat, muss schmutzige Kleidung nicht zwangsläufig sammeln oder einen Waschsalon suchen. Für kleinere Wäschemengen reichen oft einfache Methoden aus, die sich nahezu überall umsetzen lassen.
Handwäsche im Waschbecken
Die klassische Handwäsche funktioniert fast überall. Dafür wird das Kleidungsstück zunächst einige Minuten in kaltem oder handwarmem Wasser eingeweicht. Anschließend kommt etwas Waschmittel hinzu und die Kleidung wird vorsichtig durchgeknetet und gerieben.
Besonders gut eignet sich diese Methode für Unterwäsche, Socken, Sportkleidung oder T-Shirts. Nach der Reinigung sollte die Wäsche gründlich ausgespült werden, damit keine Waschmittelreste im Stoff verbleiben. Bei stärker verschmutzten Textilien kann es helfen, die Kleidung etwas länger einweichen zu lassen.
Ich war mit meinen Klamotten duschen
„Vor einigen Jahren bin ich sechs Wochen lang auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen. Um mein Gepäck möglichst leicht zu halten, hatte ich nur zwei Garnituren Kleidung dabei. Da die Schlangen vor den Waschbecken in den Unterkünften oft sehr lang waren, bin ich zum Waschen einfach mit meinen Klamotten unter die Dusche gegangen. Einmal alles einseifen, ausziehen, ausspülen und auswringen. Zum Trocknen hing die Kleidung nachts an einer Leine oder tagsüber während des Wanderns an meinem Rucksack. Wanderrucksäcke haben zum Glück viele Schlaufen und Schnallen, sodass sich für jedes Kleidungsstück ein Platz fand.“
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Kleidung unter der Dusche reinigen
Wer kein Waschbecken nutzen möchte oder größere Kleidungsstücke waschen muss, kann die Dusche nutzen. Die Kleidung wird dabei vollständig durchnässt und anschließend mit etwas Waschmittel eingerieben. Durch Kneten, Reiben und Ausspülen lassen sich Schweiß, Staub und alltägliche Verschmutzungen oft problemlos entfernen.
Gerade auf Campingplätzen, in Ferienwohnungen oder Hotels ist die Dusche oft die unkomplizierteste Möglichkeit, um zwischendurch einzelne Kleidungsstücke aufzufrischen. Wer die Wäsche am Abend reinigt, kann sie häufig schon am nächsten Tag wieder tragen.
Waschbeutel als kleine Reisewaschmaschine
Für längere Reisen kann sich ein spezieller Waschbeutel lohnen. Dabei handelt es sich um einen wasserdichten Beutel, in den Kleidung, Wasser und Waschmittel gegeben werden. Anschließend wird der Beutel verschlossen und einige Minuten durchgeknetet oder geschüttelt.
Das sorgt dafür, dass Wasser und Waschmittel gleichmäßig durch die Fasern gelangen. Vor allem für kleinere Wäschemengen ist das oft komfortabler als die Reinigung im Waschbecken. Gleichzeitig benötigt ein solcher Beutel kaum Platz im Gepäck.
Welches Waschmittel eignet sich unterwegs?
Nicht jedes Waschmittel ist auf Reisen gleichermaßen praktisch. Viele Urlauber setzen auf Waschmittelblätter, da sie leicht sind, wenig Platz beanspruchen und problemlos transportiert werden können. Flüssigwaschmittel funktioniert ebenfalls gut, sollte aber auslaufsicher verpackt werden.
Wichtig ist, Waschmittel sparsam zu verwenden. Zu große Mengen erschweren das Ausspülen und können Rückstände in den Textilien hinterlassen. Für einzelne Kleidungsstücke genügt meist bereits eine kleine Portion.
Wäsche unterwegs trocknen
Nach dem Waschen kommt die nächste Herausforderung: die Kleidung wieder trocken zu bekommen. Gerade beim Camping, in Ferienwohnungen oder in kleinen Hotelzimmern fehlen oft Trockner, Wäscheständer oder ausreichend Platz. Mit einigen einfachen Tricks lässt sich die Trockenzeit jedoch verkürzen und die Kleidung schneller wieder tragen.
Mit dem Handtuch-Trick Feuchtigkeit entfernen
Nach dem Waschen stellt das Trocknen oft die größere Herausforderung dar. Vor allem in Hotelzimmern oder Wohnmobilen kann es lange dauern, bis Kleidung vollständig trocken ist.
Ein einfacher Handtuch-Trick beschleunigt den Prozess: Die nasse Kleidung wird in ein trockenes Handtuch eingerollt. Anschließend wird das Paket kräftig zusammengedrückt oder vorsichtig verdreht. Das Handtuch nimmt dabei einen großen Teil der Restfeuchtigkeit auf.
Dadurch verkürzt sich die spätere Trockenzeit oft deutlich.
Die Wäsche möglichst luftig aufhängen
Anschließend sollte die Kleidung möglichst luftig aufgehängt werden. Entscheidend ist weniger direkte Sonneneinstrahlung als eine gute Luftzirkulation. Eine zwischen zwei Bäumen gespannte Leine, ein Balkon oder ein gut belüfteter Raum eignen sich dafür besonders gut.
Die einzelnen Kleidungsstücke sollten möglichst nicht übereinanderhängen. Je mehr Luft an die Stoffe gelangt, desto schneller kann die Feuchtigkeit entweichen.
Improvisieren, wenn keine Wäscheleine vorhanden ist
Nicht immer hat man eine Leine dabei. Dann können Kleiderbügel, Türrahmen, Geländer oder Duschstangen als Alternative dienen. Auch ein Ast auf dem Campingplatz kann zum improvisierten Wäscheständer werden.
Wichtig ist lediglich, dass die Kleidung frei hängt und die Luft zirkulieren kann. So trocknen die Textilien deutlich schneller und es entstehen seltener unangenehme Gerüche.