13. Januar 2026, 6:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ein frisch aufgebrühter Kaffee gehört in vielen Haushalten zu den Ritualen am Morgen. Dank moderner Kaffeemaschinen, wie Kapselsysteme, Siebträgermaschinen oder Vollautomaten, reicht für den Genuss meist nur ein Knopfdruck. Diese Geräte verfügen über Wassertanks, in die teilweise mehrere Liter Wasser passen. Da stellt sich die Frage: Wie oft sollte das Wasser gewechselt werden? Antworten gibt myHOMEBOOK in diesem Artikel.
Wie oft man das Wasser in der Kaffeemaschine wechseln sollte, ist im wahrsten Sinne Geschmackssache. Die Hersteller solcher vollautomatischen Kaffeemaschinen legen sich nicht fest. Einige empfehlen, das Wasser im Tank nach jedem Gebrauch oder täglich zu wechseln. Andere wiederum behandeln das Thema lockerer und raten, das Wasser nur dann auszutauschen, wenn die Maschine längere Zeit nicht benutzt worden ist. Welcher Zeitraum mit „längere Zeit“ gemeint ist, ist allerdings nicht näher definiert.
Keimbelastung steigt
Grundsätzlich unterliegt Leitungswasser in Deutschland einer strengen Prüfung und ist daher in den meisten Regionen unbedenklich auch als Trinkwasser genießbar. Allerdings können durch äußere Umstände Keime in den Wassertank gelangen, beispielsweise über die Luft. Licht, Wärme und im Tank befindlicher Schmutz begünstigen die Vermehrung von Keimen.
Da das Wasser in den Kaffeemaschinen zumindest kurzzeitig auf Temperaturen zwischen 80 und 90 Grad erhitzt wird, werden vorhandene Keime abgetötet. Allerdings nicht komplett. Um Wasser keimfrei zu bekommen, sollte es etwa drei Minuten abgekocht werden. Doch auch das kurze Aufbrühen reicht schon aus, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Mit Blick auf die eigene Gesundheit stellt Wasser, das schon mehrere Tage oder Wochen im Tank auf seinen Brüheinsatz wartet, also kein Problem dar.
Kaffeegenuss mit Frischwasser
Wer allerdings die morgendliche Tasse Kaffee mit Genuss verbindet, der sollte abgestandenes Wasser nicht zum Aufbrühen benutzen, sondern frisches Wasser verwenden. Denn wenn das Wasser im Tank eine Weile unbenutzt steht, bildet sich ein unsichtbarer Film aus Ablagerungen an der Oberfläche. Dieser sogenannte Biofilm verändert den Geschmack des Kaffees. Zudem verstopfen solche Ablagerungen mit der Zeit die Leitungen. Allein diese Tatsache sollte als Grund ausreichen, um den Wassertank regelmäßig zu entleeren und zu säubern, bevor Frischwasser eingefüllt wird.
Daher empfiehlt es sich grundsätzlich, den Tank nur nach den eigenen Trinkgewohnheiten zu befüllen. Wer seine Kaffeemaschine mehrmals täglich nutzt, kann den Wassertank komplett befüllen. Menschen, die nur gelegentlich einen Kaffee trinken, sollten den Tank nicht komplett füllen.
Unabhängig davon, wie häufig jemand Kaffee trinkt, sollte der Wassertank regelmäßig gereinigt und Restwasser getauscht werden. Empfehlenswert ist auch eine Entkalkung der Kaffeemaschine in bestimmten Abständen.
Passend dazu: Wie man die Kaffeemaschine mit Hausmitteln entkalkt
Übrigens: Das restliche Wasser aus dem Tank kann beispielsweise noch im Tank des Bügeleisens oder als flüssige Nahrung für die Pflanzen verwendet werden. So wird es noch einer sinnvollen Verwendung zugeführt.
Altes Wasser, schlechter Kaffee
„Eigentlich bräuchte es keine Herstellerangabe, um zu wissen, wann Wasser in der Kaffeemaschine am besten getauscht wird. Wenn der Automat wochenlang nicht benutzt worden ist, sollte vor dem Drücken des Knopfes der Verstand einsetzen. Auch wenn gesundheitliche Risiken nahezu ausgeschlossen sind, käme niemand auf die Idee, Wasser, das schon länger als einen Tag im Glas steht, noch zu trinken.“