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Anleitung

In wenigen Schritten eine stumpfe Axt schärfen

Axt schärfen
Ein Schleifbock ist ideal, um die Axt zügig zu schärfen, ansonsten bietet sich auch ein Bandschleifer anFoto: iStock / Михаил Руденко

Holz mit einer stumpfen Axt zu schärfen, macht nicht nur keinen Spaß, sondern kann auch schnell gefährlich werden, wenn die stumpfe Klinge abrutscht. Damit das nicht passiert, können Heimwerker Axt oder Beil nachschärfen. Wie es geht, lesen Sie hier.

Mit der Zeit wird die Klinge bei regelmäßiger Benutzung von alleine stumpf und schartig, manchmal auch rostig. Aber das ist noch lange kein Grund, die alte Axt gegen eine neue auszutauschen. Während man den Stiel leicht austauschen kann, kann man den Axtkopf fast schon ewig verwenden – wenn man ihn hin und wieder nachschärft. Selbst aus einem alten und rostigen Kopf kann man mit der richtigen Herangehensweise noch ein brauchbares Werkzeug herstellen. Allerdings sind beim Schärfen einige Hinweise zu beachten, damit die Axt auch wirklich wieder einsatzbereit ist. Unter anderem kommt es auf den richtigen Winkel an. Zudem ist eine Doppelschleifmaschine – auch genannt Schleifbock – von großem Nutzen. Alternativ kann man sich auch mit einem Bandschleifer und Schleifband (240er-Körnung oder feiner) behelfen.

Axt schärfen – was braucht man?

Um die Klinge der Axt zu schärfen, sind sowohl einige Werkzeuge und Hilfsmittel, als auch Sicherheitsvorkehrungen nötig. Wichtig ist auch eine Möglichkeit, entweder die Axt oder das Schleifgerät zu fixieren, damit man beide Hände frei hat. Hier bietet sich ein Schraubstock an. Folgende Utensilien sind nötig:

  • Doppelschleifmaschine (oder Bandschleifer mit 240er-Körnung oder feiner)
  • flache Feile
  • Schleifstein
  • Schraubstock oder Halterung zum Fixieren
  • wasserfester Filzstift
  • Schutzbrille und Handschuhe

Auch interessant: Axt und Beil – was ist eigentlich der Unterschied?

Welcher Winkel ist der richtige?

Der entsprechende Winkel, den die Axt bereits besitzt, sollte beim Schleifen in der Regel erhalten bleiben. Bei den meisten Äxten und Beilen, die man zum Holzhacken verwendet, bemisst er sich auf 30 Grad. Möchte man vorwiegend Hartholz zerkleinern, dürfen es auch 35 Grad sein. Wichtig dabei: Der Winkel bezieht sich auf die komplette Klinge, also sollte man auf jeder Seite 15 Grad einhalten. Zur Orientierung hilft dabei ein Geo-Dreieck. Übrigens: Auch mit einem Zollstock kann man ganz leicht Winkel messen.

Axt schärfen – Schritt für Schritt erklärt

Vor dem Schleifen sollte man die Schutzkleidung anziehen – also feste Arbeitshandschuhe und Schutzbrille. Beim Schärfen mit dem Doppelschleifer können auch schnell die Funken fliegen, weshalb man brennbare Gegenstände außer Reichweite schaffen sollte. Dann kann es auch schon losgehen:

  1. Klinge der Axt auf grobe Scharten oder Beschädigungen untersuchen. Mit der Flachfeile kann man diese zunächst bearbeiten. Dabei sollte man jedoch vermeiden, dass sich der Radius der Klinge verändert. Am besten geht man dabei gleichmäßig vor. Hat man einen Schraubstock, kann man die Axt hier gut einspannen und hat beide Hände frei.
  2. Jetzt zeichnet man die Schneide mit dem wasserfesten Filzstift nach. Das hilft dabei, keine Stellen zu vergessen. Befindet sich noch eine Markierung an der Schneide, wurde die entsprechende Stelle noch nicht geschliffen.
  3. Nun kommt die Schleifmaschine zum Einsatz. Den Doppelschleifer muss man dazu einfach einschalten. Arbeitet man mit dem Bandschleifer, sollte man diesen bestenfalls im Schraubstock fixieren. Alternativ befestigt man die Axt darin.
  4. Zunächst die Klinge mit Wasser benetzen, da das Metall sonst schnell überhitzen kann. Anschließend im entsprechenden Winkel schleifen und immer wieder mal kontrollieren und mit Wasser kühlen. Beim Schleifen bietet es sich an, die Axt in kreisenden Bewegungen zu führen.
  5. Zu guter Letzt kommt der Feinschliff an die Reihe. Dabei leistet der Schleifstein gute Dienste. Üblicherweise gibt es dafür eine Halterung, damit er nicht wegrutscht. Den Wetzstein vorher in Wasser einlegen und auch während des Schleifens sollte er für ein optimales Ergebnis stets feucht bleiben. Das führt man so lange durch, bis die Axt wieder scharf ist.