14. Januar 2026, 15:11 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn klassische Bohrer an ihre Grenzen stoßen, weil das gewünschte Loch einfach zu groß ist, kommt die Lochsäge ins Spiel. Dieses vielseitige Werkzeug ermöglicht präzise Ausschnitte mit großem Durchmesser – sei es in Holz, Gipskarton oder sogar Metall. myHOMEBOOK-Redaktionsleiter Felix Mildner erklärt bei „Easy DIY“, wie man eine Lochsäge korrekt einsetzt.
Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp
Wann die Lochsäge zum Einsatz kommt
Standard-Bohrer eignen sich hervorragend für kleinere Bohrungen. Wer jedoch größere Löcher bohren möchte, etwa für Steckdosen oder Rohrdurchführungen, benötigt spezielles Zubehör. Ein Lochsägen-Set schafft hier Abhilfe: Es lässt sich problemlos mit einem Akkuschrauber oder einer Bohrmaschine verwenden und erlaubt Bohrungen mit deutlich größerem Durchmesser. Im Baumarkt ist eine Lochsäge – oft auch im Set mit verschiedenen Durchmessern – für wenig Geld erhältlich.
Der richtige Umgang mit dem Bohrhammer
Akkuschrauber, Schlagbohrer, Bohrhammer – was ist der Unterschied?
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Vor dem ersten Einsatz sollte man natürlich die passende Lochsäge für das Projekt auswählen – denn hier gibt es einige Unterschiede. Ein zentrales Kriterium ist der Durchmesser. Lochsägen-Sets bieten in der Regel eine Auswahl an Sägekränzen in unterschiedlichen Größen. Ebenso wichtig ist das geeignete Material der Säge:
- Holz und weiche Werkstoffe: Die meisten Lochsägen-Sets sind für Holz ausgelegt. Damit lassen sich nicht nur Holzplatten, sondern auch Gipskarton und Kunststoff problemlos bearbeiten.
- Metall: Für anspruchsvollere Aufgaben gibt es spezielle Sets, die für harte Materialien geeignet sind. Mit diesen Varianten lassen sich auch Metalle zuverlässig durchtrennen.
Auch interessant: In 4 Schritten richtig in Fliesen bohren
So setzen Sie eine Lochsäge richtig ein
Ein typisches Lochsägen-Set besteht aus einem Zentrierbohrer und mehreren austauschbaren Sägekränzen. Um ein Loch zu bohren, verbindet man den Bohrer mit einem Sägekranz in der gewünschten Größe – in der Regel über ein Schraubgewinde.
Zur besseren Kraftübertragung verfügen manche Modelle über kleine Bolzen am Zentrierbohrer. Diese werden in vorgesehene Bohrungen der Sägekränze eingeschraubt und sorgen für stabilen Halt während des Bohrvorgangs. Anschließend wird die gesamte Einheit in die Bohrmaschine oder den Akkuschrauber eingespannt.
Lieber mit geringer Drehzahl arbeiten
„Das Arbeiten mit der Lochsäge kann etwas Übung voraussetzen. Wichtig ist, die Bohrung mit einer geringen Drehzahl zu starten und langsam schneller zu werden. Bestenfalls fertigt man eine Probebohrung an, bevor es ans eigentliche Werkstück geht. Außerdem sollte man den Zentrierbohrer möglichst im rechten Winkel ansetzen, um ein sauberes Loch zu bohren.“