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mySELFMADE-Video-Anleitung

Nistkasten selber bauen und Vögeln über den Winter helfen

Ein Nistkasten für Meisen ist nicht besonders schwer zu bauen und hilft den Vögeln über die kalte Jahreszeit. Dabei lassen sich auch gut Holzreste verwerten. Wie man den Nistkasten für Höhlenbrüter selbst baut, sehen Sie in der Video-Anleitung.

Mit einem Nistkasten kann man Vögeln Unterschlupf bieten, damit sie darin ihren Nachwuchs aufziehen können. Da die natürlichen Nistplätze in den Löchern von alten Bäumen immer seltener werden, kann man mit einem DIY-Nistkasten Naturschutz vor der eigenen Haustür betreiben. Außerdem ist dieses Projekt auch gut geeignet, um es mit Kindern oder Jugendlichen zusammen zu bauen.

Was braucht man für den Nistkasten?

Zum Bauen des Nistkastens bieten sich 18 Millimeter dicke, wenn möglich sägeraue, Holzbretter an. Die besten Holzsorten für den Außenbereich sind Eiche, Robinie, Lärche oder Kiefer. Aber auch Fichte oder Tanne eignen sich, wenngleich diese nicht so robust sind. Bei letzteren Hölzern bietet sich etwas Holzschutzmittel an, damit der Nistkasten länger hält. Allerdings sollte man den Kasten nur mit umweltfreundlichen Mitteln behandeln, beispielsweise Leinöl oder Bio-Lasuren.

Anfänger Experte
Schwierigkeitsgrad
kurz lang
Dauer
0,- € > 1.000,- €
Kosten

Material

  • Holzbretter (20 x 150 cm,18 mm dick)
  • Schrauben
  • Nägel
  • ggf. Schraubhaken zum Verriegeln (alternativ gehen auch Nägel)
  • ggf. Bio-Holzschutzmittel
  • ggf. Ringschrauben zum Aufhängen

Werkzeug

  • Akkuschrauber
  • Stichsäge
  • Lochsäge (Durchmesser siehe Tabelle für Einschlupflöcher)
  • Schleifpapier
  • Schraubzwingen
  • Zollstock und Schreinerwinkel
  • Bleistift
  • ggf. Pinsel

Tipp: Damit der Nistkasten Wind und Wetter besser trotzen kann, kann man noch etwas Dachpappe auf der Oberseite anbringen.

Auch interessant: Nistkästen putzen, um Vögel vor Krankheiten zu schützen

Nistkasten bauen – Schritt für Schritt

Beim Bauen des Nistkastens hat sich die Redaktion an der Vorlage vom NABU orientiert. Die Front darf ruhig etwas länger sein, damit das Regenwasser gut abfließen kann. Zudem ist es wichtig, die Innenseite aufzurauen – beispielsweise mit einem Schraubendreher – damit sich die Vögel beim Ein- und Ausstieg festkrallen können. Einige Ablauflöcher (5 mm) im Boden zur Belüftung und Entfeuchtung sollte man auch nicht vergessen.

Hinweis: Der Marderschutz ist dafür da, um Fressfeinden den Zugang oder das Hineingreifen zu erschweren. Aus diesem Grund sollte man auch keine Sitzstange anbringen, da sie eher den Mardern oder Katzen helfen und den Vögeln nichts bringen. Zudem sollte der Abstand zwischen Loch und Unterseite mindestens 14 cm betragen, damit die Fressfeinde nicht an das Nest kommen.

Nistkasten selber bauen – Anleitung

  1. Holzteile abmessen, anzeichnen und zusägen.
  2. Kanten abschleifen.
  3. Gehrungsschnitt an der Rückwand (ca. 15 Grad).
  4. Einflugloch in Front und Marderschutz mit der Lochsäge aussägen.
  5. Innenseite aufrauen und Kerben einschlagen.
  6. Löcher in Boden bohren (5mm).
  7. Teile verschrauben.
  8. Front mit Nägel befestigen, damit man sie aufklappen kann.
  9. Unterseite der Front mit Schraubhaken oder umgeknickten Nägeln fixieren.
  10. Leiste zum Aufhängen anbringen.
  11. Optional am Ende lasieren.
Nistkasten
Praktisch: Zum Reinigen kann man die Front des Nistkastens einfach aufklappen. Zwei Nägel dienen dabei als Drehachse.Foto: myHOMEBOOK

Passend dazu: Nistkästen im Winter nicht säubern oder leeren

Wie groß sollte das Loch im Nistkasten sein?

  • Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Sumpfmeise, Weidenmeise: 26 – 28 mm ø
  • Kohlmeise, Feldsperling: 32 mm ø
  • Trauerschnäpper, Haussperling: 32 – 34 mm ø
  • Kleiber: 32 – 45 mm ø
  • Star: 45 mm ø
  • Gartenrotschwanz: 48 mm hoch, 32 mm breit (oval)

Wo ist der beste Platz für den Nistkasten?

Nach dem Bauen kann man den Nistkasten an einem Baum befestigen – am besten im Herbst. Dann können die Vögel den Kasten zum Überwintern nutzen. Der ideale Platz liegt im Halbschatten, keinesfalls in der prallen Sonne. Zudem sollte man den Kasten nicht nach Westen beziehungsweise zur Wetterseite ausrichten.

Tipp: Den Nistkasten hängt man am besten in zwei bis drei Metern Höhe auf. Beim Aufhängen sollte man darauf achten, den Baum möglichst wenig zu verletzen.