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Inspiration

Homecation – das eigene Zuhause wie im Urlaub einrichten

Eine Frau pustet Seifenblasen vom Dach
Mit Homecation einfach mal Urlaub in der eigenen Stadt und in den eigenen vier Wänden machenFoto: Getty Images

Bald schon startet wieder die Urlaubssaison, doch mit den Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist an Wegfahren kaum zu denken. Mit Homecation geht die Reise also in die eigenen vier Wände, muss aber deswegen nicht ohne den nötigen Urlaubsflair auskommen.

Wie heißt es so schön? Das Gute liegt so nah – ja und manchmal sogar schon innerhalb der eigenen vier Wände. Weil (fernes) Reisen auch 2021 noch immer ein ungewisses Vorhaben ist, scheint es besser, einen Plan B in petto zu haben. Die Alternative lautet: Homecation. Einfach das eigene Zuhause in eine Urlaubsdestination der eigenen Wahl verwandeln und dabei (fast) nicht auf die Kosten achten zu müssen, klingt geradezu paradiesisch. Ob Hotel- oder Camping-Unterkunft, mit diesen Tipps für Homecation richten Sie Ihr Zuhause wie im Urlaub ein.

Urlaub im eigenen Zuhause – Für Homecation erst einmal Freifläche schaffen

Um für das richtige, grenzenlose Freiheitsgefühl, wie man es im Urlaub besonders schätzt, zu sorgen, gilt es zunächst einmal, Möbel weitestgehend aus dem Blickfeld zu räumen. Hält sich der Aufwand im Rahmen, empfiehlt es sich sogar, einige gut portable Möbel in den Keller oder auf den Dachboden – für die Dauer des Urlaubs – auszulagern. Und steht ein Sofa normalerweise mitten im Raum, schieben Sie dieses doch für die nächste Zeit mal an die nächstmögliche Wandfläche. Wichtig ist nur, dass mehr Platz entsteht und viel Freifläche zum Entspannen gewonnen wird.

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Da seit mehr als einem Jahr das Homeoffice in viele Wohnungen und Häuser eingezogen ist, lassen sich Berufs- und Privatleben oftmals nur schwer voneinander trennen. Für das echte Homecation-Gefühl ist dies allerdings Voraussetzung. Was hilft, ist Schreibtisch, Drehstuhl und Co. vorerst abzubauen und aus dem Raum zu verbannen. Ist dies nicht so ohne Weiteres möglich, sind große Decken oder Bettlaken eine Alternative, um im Urlaub nicht ständig an den täglichen Büroalltag erinnert zu werden.

Lounge-Feeling in den eigenen vier Wänden

: Lounge-Feeling: Im Homecation einfach mal vom Boden essen
Im Urlaub regieren Einfachheit und Entspannung. Warum also nicht – wie typisch für den orientalischen Raum – einfach mal gemütlich vom Boden essen?Foto: Getty Images

Die neu gewonnene Freifläche im Hauptwohnraum soll natürlich nicht gänzlich frei bleiben. Hier darf mindestens für die Dauer des Homecations eine gemütliche Lounge am Boden entstehen. Ähnliche wie man es aus dem orientalischen Raum kennt, kann hier mit großen Bodenkissen gearbeitet werden. Wer hierfür erst in eine Neuanschaffung investieren muss, der kann für seine Oase der Gemütlichkeit auch zu sämtlichen anderen Kissen aus dem Hausstand greifen. Wen diese Szenerie an einen vergangenen Urlaub in Marokko erinnert, der kann hier auch gleich das zeremonielle Essens auf dem Boden praktizieren. Alternativ ist das Sitzen auf Poufs oder Hockern eine Lösung mit sehr viel Flair. Dazu passen ein oder mehrere Beistelltische, auf denen sich Tabletts befinden. Dann ist stets eine Karaffe mit frischem Zitronen-Minz-Wasser und Schalen mit Nüssen und Trockenfrüchten parat. Und natürlich lässt sich all das alternativ auch auf dem Balkon oder im Garten leben.

Entspannung 24/7

Während normaler Arbeitsphasen, flüchten wir uns meist nur kurz in Entspannungsmomente wie Kuscheln im Lieblingssessel, das Praktizieren von Yoga oder Ruhe in der Meditation finden. Nach getaner Einheit ist der Sessel schnell wieder mit Kleidung oder anderen Dingen belegt, die Yogamatte in die Ecke verräumt und das Meditationskissen zweckentfremdet. Urlaub heißt aber Entspannung und so dürfen alle diese wohltuenden Möbelstücke und Accessoires in der Zeit der Homecation – im wörtlichen Sinne – im Mittelpunkt (des Raumes) stehen. So ist Entspannen rundum die Uhr möglich und muss nicht nur für eine kurze Weile andauern.

Mal zu Hause abhängen

Was ist wohl der Inbegriff für einen entspannten Urlaub? Ganz klar: die Hängematte. Da es in der Homecation allerdings an Palmen mangelt, spannt sich das gemütliche Lounge-Utensil auch gut, um die Bäume aus dem heimischen Garten, damit der Urlaub im eigenen Zuhause entspannend wird. Wer nicht im Besitz eines eigenen Gartengrundstücks ist, kann sein Glück auch auf dem Balkon oder in den eigenen vier Wänden suchen. Gibt es jedoch für alle diese Optionen keine Montagemöglichkeit, stehen immer noch zahlreiche Sitzsack-Varianten zur Verfügung. Hierbei gibt es mittlerweile auch Modelle, auf die man sich sogar mit seiner gesamten Körperlänge erstrecken kann.

Zumindest für Kinder lässt sich das Projekt Indoor-Hängematte problemlos realisieren: einfach ein elastisches, strapazierfähiges Wohntextil wie eine Decke oder ein Laken nehmen und um die kurze Seite des Tischs legen. Über der Tischplatte wird dann ein straffer Knoten gebunden und untendrunter kann sich das Kind gemütlich in seine DIY-Mini-Hängematte legen. Das Körpergewicht des Kindes zieht dabei den Knoten nochmals fester.

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Urlaubsstimmung aufkommen lassen

Damit die eigens geschaffene Homecation auch den richtigen Flair erhält, bedarf es, wie üblich beim Einrichten, noch des ein oder anderen Accessoires. Für ein natürliches Urlaubsgefühl ist ganz klar reichlich Grün im Raum vonnöten. Daher lautet hier die Empfehlung, sämtliche große Topfpflanzen im Raum zu versammeln und an Wänden oder in Raumecken platzieren. Dazu machen sich viele kleine Topfpflanzen, einzeln verstreut im Raum, auf verschiedenen Ebenen und Positionen gut.

Und weil ein Urlaub (fast) immer auch mit einer guten Lichtstimmung wie einem Sonnenuntergang einhergeht, dürfen zahlreiche Tee- und Windlichter ebenfalls nicht fehlen. Hier ist es insbesondere in den Sommermonaten ratsam, auf batteriebetriebene Modelle umzusteigen. Dann ist eine starke Wärmeentwicklung verhindert, aber dennoch für eine gemütliche Atmosphäre gesorgt. Wer es mag, kann dann ergänzend noch Räucherstäbchen hinzufügen, so wird mit einem weiteren Sinn die Homecation als solche wahrgenommen.

Urlaub im eigenen Zuhause – Hotel Homecation

Wer das Reisen in ein schönes Hotel schmerzlich vermisst, schafft sich einfach seinen ganz eigenen 5-Sterne-Komfort. Dafür in der Zeit des Homecations zur besten Qualität des eigenen Hausstands greifen – es staubt ja am Ende doch nur ein! Denn wann wurde eigentlich das letzte Mal (oder überhaupt jemals) das sogenannte „gute Geschirr“ aus der Vitrine genutzt? Jetzt scheint der Moment gekommen. Serviert wird natürlich Gourmet-Küche aus dem Feinkostladen oder geliefert vom Edelrestaurant. Dazu schmeckt ein guter Tropfen Wein aus den feinsten Gläsern.

Bei Fernweh nach karibischen Cocktails, kann auch ein Servierwagen, der die hauseigene Minibar zur Schau stellt, Abhilfe leisten. Zugleich erinnert solch ein Wagen auch an den Komfort in einem Hotel.

Home-Camping

Camping erfreut sich schon seit einigen Jahren wieder einer wachsenden Beliebtheit. Solange jedoch auch Zeltplätze geschlossen sind, muss auch für diese Art des Urlaubs eine Alternative gefunden werden. Kein Problem, denn auch Camping ist als Indoor-Variante möglich. Hierfür einfach eine Wäscheleine quer durch den Raum spannen, große Decken oder Laken drüber werfen und an Möbelgriffen oder -beinen verspannen. Jetzt das Ganze noch mit zahlreichen Kissen und Kuscheldecken ausstaffieren – fertig ist das Indoor-Camping! Für Kinder ist diese Art der Homecation sogar meist noch einfacher: kleine Tipis oder Zelte passen meist problemlos in ein Kinderzimmer normaler Größe. Für Familien, die über einen eigenen Garten verfügen, sind beide Varianten des Indoor-Campings auch im Freien möglich.

Camping geht bei Homecation immer: Outdoor wie Indoor
Camping geht immer: warum also im Homecation nicht mal das (provisorische) Zelt in den eigenen vier Wänden aufschlagen? Das gefällt sicher Groß und Klein.Foto: Getty Images

Auch ohne Garten, aber dafür mit Balkon, lässt sich das Camping-Gefühl nach Hause holen. Wie wäre eine (Sommer)Nacht auf dem eigenen Balkon? Als Unterlage kann hier die eigene Matratze oder ein gut gepolstertes Depot an Decken dienen und schon könnte der Blick in die Sterne kaum komfortabler sein. Zahlreiche Kissen dazu und Lichterketten an Geländer oder Brüstung und der Wildromantik sind keine Grenzen mehr gesetzt.