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Wie und wo entsorgt man Fallobst richtig?

Herbst

Wann sollte man Fallobst im Garten entsorgen oder verwerten?

Fallobst im Garten richtig entsorgen
Fallobst kann schnell faulen und schimmelnFoto: Getty Images

Pflücken Hobbygärtner das Obst an den Bäumen im Garten nicht regelmäßig, fällt dieses auf den Boden und vergammelt. Fallobst muss man jedoch nicht in allen Fällen gleich wegschmeißen. Wie man die Früchte sinnvoll verwenden kann, zeigt myHOMEBOOK.

Tragen Bäume zu viele Früchte, werfen sie einige von ihnen ab. So schützen sich die Bäume unter anderem auch vor Schädlingen wie den Raupen vom Apfel- und Pflaumenwickler. Doch auch im Herbst wird es Zeit, die Früchte abzuwerfen, wurden sie noch nicht abgepflückt. Anstatt das Fallobst liegenzulassen oder es zu entfernen, kann man es oft noch verwerten.

Fallobst lockt Tiere im Garten an

Wenn es nicht aufgelesen wird, droht es zu vergammeln. Den robusten Naturgärtner freut das, schließlich sind die verrottenden Früchte Biodünger und Nahrungsquelle für Vögel, Kleintiere und Insekten.

Der aufgeräumte Hobby-Gärtner fürchtet hingegen, dass das faulige Obst den Rasen ruiniert. Oder, dass auch weniger willkommene Tiere auf den Geschmack kommen: Wühl- und Feldmäuse, Ratten und Wildschweine wollen die wenigsten im Garten sehen.

Passend dazu: Kompostieren, entsorgen, liegen lassen – was tun mit Laub im Garten?

Muss man Fallobst entsorgen?

Ja. Gerade Fallobst, das von Schädlingen befallen ist, sollte nicht im Garten verrotten. Um zu verhindern, dass sich Krankheiten, Pilze oder Schädlinge breitmachen, müssen Sie solche Früchte regelmäßig aufsammeln, am besten täglich! Bleibt wurmstichiges Fallobst liegen, droht im nächsten Frühjahr ein erneuter Befall mit Apfel- oder Pflaumenwicklern.

Lassen Sie auch keine Früchte am Baum hängen, die von Fruchtfäule befallen sind, wie zum Beispiel durch Monilia. Ungepflückt fällt das kranke Obst nicht von alleine vom Ast ab, verschrumpelt über den Winter und baumelt im Wind. So können sich die Sporen des Schadpilzes über den Wind ungehindert auf andere Pflanzen und Früchte ausbreiten.

Auch interessant: Wie Sie Ihren Kompost für den Winter vorbereiten

Wie sammle ich das Fallobst ein?

Entweder von Hand – das ist aber mühsam und geht mit der Zeit auf den Rücken. Hilfreich ist hier ein Rechen, mit dem Sie das Fallobst zusammen ziehen und es im Eimer oder in der Schubkarre abtransportieren.

Sie können sich die Arbeit aber auch erleichtern. Wollen Sie nur kleine Mengen oder einzeln verstreute Früchte aufsammeln, lohnt sich die Anschaffung eines sogenannten Apfel- oder Rollsammlers. Dieses nützliche Gartengerät, eine Art runder Drahtkorb am Stiel, den Sie über den Rasen rollen, nimmt das Fallobst auf, ohne die Früchte zu verletzen. Vorteil: Sie leeren den Korb, wenn er voll ist und müssen sich nicht ständig bücken.

Für einen größeren Garten oder eine Streuobst-Wiese lohnt sich die Anschaffung eines Obst-Igels. Auch dieses Gartengerät rollt man über den Rasen. Im Gegensatz zum Rollsammler spießt der Obst-Igel die Früchte auf, die dann in einen Sammelbehälter fallen. Einlagern können Sie die Früchte allerdings wegen der Spießlöcher nicht.

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Wie entsorge ich gesundes Fallobst?

Zum Beispiel in der Küche! Einkochen, einmachen, pressen oder backen – aus gesunden Früchten lassen sich herrliche Marmeladen, Kuchen und Säfte herstellen. Wer größere Mengen zu Saft verarbeiten will, kann sich an eine Mosterei wenden.

Tipp: Der Naturschutzbund (Nabu) listet über 300 stationäre und mobile Mostereien in Deutschland auf, wo Sie einen Termin vereinbaren können. Für Liebhaber geistiger Getränke bietet der Nabu zudem eine Liste an mit Lohnbrennereien, die aus Ihrem Obst hochprozentige Brände machen.

Auch interessant: Was hilft gegen Mief und Maden in der Bio-Tonne?

Kleinere Mengen kompostieren oder vergraben

Kleine Mengen an Fallobst können Sie auf den Kompost geben, größere Mengen einfach im Garten vergraben. Wollen Sie den Gartenbewohnern etwas Gutes tun, lassen Sie einfach ein paar Früchte auf der Wiese liegen. Oder Sie bieten Ihr Fallobst als Tierfutter an. Falls Sie ländlich wohnen, können Sie gesundes Fallobst einem Bauernhof als Tierfutter abgeben. Für die Wildfütterung nehmen Ihnen zudem viele Jäger überschüssiges Fallobst ab. Auch Tierparks oder Streichelzoos freuen sich über Futterspenden. Nicht jedoch über vergammeltes Fallobst – davon kriegen die Tiere Koliken und Durchfall.

Wie entsorge ich krankes Fallobst?

Fallobst, das von Würmern befallen ist, können Sie in der braunen Bio-Tonne entsorgen. Aber in Maßen! Zu große Mengen an Obst machen die Tonne sehr schwer für den Abtransport der Müllabfuhr. Außerdem werden Wespen und Fliegen angelockt, es droht Madenbefall!

Einige Entsorger verlangen, Fallobst in Bioabfall-Säcken zu entsorgen. Im Zweifel fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach. Sie können Fallobst auch selbst zu einer Sammelstelle Ihres kommunalen Entsorgers bringen.

Krankes Fallobst nicht kompostieren

Geben Sie von Pilzen und Schädlingen befallenes Obst nicht auf den Kompost, der wäre ein gefundenes Fressen für die Krankheitserreger. Und beim Ausbringen des Komposts im nächsten Jahr würden neue Pflanzen befallen werden.

Achtung: Fallobst ist Gartenabfall – und den dürfen Sie nicht im Wald entsorgen! Es droht ansonsten ein saftiges Bußgeld von bis zu 2500 Euro.

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