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Steigen jetzt auch die Hypothekenzinsen?

Steigen jetzt die Hypothekenzinsen?
Immobilienkäufer sollten jetzt ein paar Tipps von Experten berücksichtigenFoto: Getty Images

Die Corona-Pandemie scheint gebannt, die Konjunktur zieht wieder an. Die Folge: Die Preise steigen. Für Immobilienkäufer kann eine anhaltende Inflation zu einem Problem werden.

Die Zeichen stehen auf Konjunkturerholung. Über ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie scheint zumindest die größte Krise überwunden. Bemerkbar macht sich das unter anderem an steigenden Preisen. Die Europäische Zentralbank ist von der Inflation aber noch nicht beunruhigt und hält an ihrer Geldpolitik fest. Immobilienkäufer sollten die Preissteigerung allerdings im Blick behalten. Der Grund: Sollte das ein langfristiger Trend werden, würde das die Bau- und Hypothekenzinsen steigen lassen, vermutet Max Herbst von der unabhängigen FMH-Finanzberatung. „Vor einem schnellen Anstieg müssen Sie aber keine Angst haben“, sagt er im Interview mit dem dpa-Themendienst.

Steigen die Hypothekenzinsen aufgrund der Inflation?

Der Experte erklärt: „Hypothekenzinsen sind vereinfacht gesagt verknüpft mit den Bundesanleihen. Steigen die Preise, sind Bundesanleihen wegen ihrer niedrigen Verzinsung bei Investoren weniger gefragt. Denn viele sind nicht mehr bereit, Minuszinsen in Kauf zu nehmen. Das sorgt wiederum bei Immobilienkrediten für steigende Zinsen.“

Die Hypothekenzinsen hatten im März 2020 ihren Tiefpunkt erreicht: Damals zahlte man für ein Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren im Schnitt 0,62 Prozent Zinsen. Heute sind es schon 0,93 Prozent Zinsen, also fast 50 Prozent mehr. Vermutlich werden die Hypothekenzinsen demnächst über 1,0 Prozent steigen.

Auch interessant: 5 Dinge, auf die man beim Immobilienkauf achten sollte

Was sollten Käufer beachten, die ihre Finanzierung planen?

„Sie müssen sich grundsätzlich auf leicht steigende Hypothekenzinsen einstellen. Für Banken und Sparkassen ist das eine ideale Zeit. Wenn die Zinsen leicht steigen, können Sie Interessenten immer sagen: Schließen Sie lieber jetzt ab, die Zinsen steigen bald. So lassen sich Kunden immer wieder unter Druck setzen. Das ist aber keine gute Voraussetzung“, so Herbst weiter.

Besser ist es, auf gute Bedingungen der Finanzierung zu achten, die zu den eigenen Bedürfnissen passen, als jeder Stelle hinter dem Komma nachzulaufen. Das kann zwar über die Laufzeit einen Unterschied ausmachen, die Vertragsbedingungen sind aber im Zweifel wichtiger.

Und wenn die Zinsbindung ausläuft, besser ein Forward-Darlehen suchen?

Der Rat des Experten: „Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich die aktuellen Zinskondition für die Zukunft, müssen dafür aber einen Aufschlag zahlen, der je nach Vorlauf zwischen 0,07 Prozent oder 0,66 Prozent bei 60 Monaten Vorlaufzeit liegt. Das kann sich aber lohnen, denn das Zinsniveau insgesamt wird langfristig in jedem Fall steigen.“

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