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Preise, Bezahlsystem, Angebot – was sich 2022 bei Ikea alles ändert

Ikea Einkaufswagen
Bei Ikea gibt es im Jahr 2022 einige ÄnderungenFoto: iStock / huettenhoelscher

Ein neues Jahr bedeutet auch immer einige Veränderungen. Das gilt auch für den Möbel-Riesen Ikea. Der plant 2022 viele Neuerungen – die leider nicht nur zum Vorteil der Kunden sind.

In den letzten Wochen und Monaten verbringen wir mehr Zeit denn je zu Hause. Homeoffice, Freizeitbeschäftigungen – vieles spielt sich aktuell in den eigenen vier Wänden ab. Diesen Trend hat auch das schwedische Einrichtungshaus Ikea bemerkt. Auf myHOMEBOOK-Anfrage bestätigt eine Ikea-Sprecherin, dass das Interesse der Kunden, das eigene Zuhause umzugestalten oder neu einzurichten, deutlich gewachsen ist. Doch damit gehen auch Lieferengpässe oder Preiserhöhungen einher. myHOMEBOOK fasst zusammen, was sich 2022 bei Ikea alles ändert.

Muss man bald mehr für das Billy-Regal zahlen?

Der eine oder andere Ikea-Kunde hat es vielleicht schon bemerkt: Zum Jahreswechsel hat das schwedische Möbelhaus seine Preise erhöht. Die Merkliste mit den Lieblingsprodukten zeigt auf einmal eine höhere Endsumme an. Im weltweiten Schnitt wurden die Preise sogar um rund neun Prozent erhöht. Laut Ikea betrifft das alle Sortimentsbereiche und alle Länder – von zu Land zu Land kann die Preissteigerung aber deutlich variieren, da die Kostensituation unterschiedlich ist. Welche Produkte nun wie viel teurer sind, will Ikea aber nicht verraten. Es bleibe das wichtigste Anliegen, „ein wettbewerbsfähiges Angebot zu machen, das die vielen Menschen sich leisten können“, erklärte eine Ikea-Sprecherin auf myHOMEBOOK-Nachfrage.

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Wird es bei Ikea 2022 weiter Lieferengpässe geben?

„Nicht verfügbar“ – diese Worte mussten Ikea-Kunden in den vergangenen Monaten oft bei beliebten Produkten lesen. Denn auch das Möbelhaus hat wie andere Branchen in der Pandemie mit Lieferengpässen zu kämpfen. Ändert sich das bei Ikea im Jahr 2022? Wohl eher nicht! Die Schwankungen und Einschränkungen in der Lieferkette halten weiter an. Deshalb will sich das Unternehmen auf die beliebtesten Sortimentsbereiche konzentrieren und sicherstellen, dass saisonal relevante Produkte für die Kunden in den Einrichtungshäusern sowie online verfügbar sind, heißt es weiter.

Außerdem will Ikea das Angebot um regional beschaffte Produkte erweitern, um Lieferengpässe zu umgehen. Welche Rohstoffe das konkret betrifft, wird aber nicht genannt. Für viele Kunden wird der Warenkorb aber wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten weiter leer bleiben, wenn bestimmte Produkte nicht verfügbar sind.

Was tut Ikea für die Umwelt und mehr Nachhaltigkeit?

Ikea hat bereits vor zehn Jahren eine Nachhaltigkeitsstrategie eingeführt. 2022 und in Zukunft sollen die darin enthaltenen Ziele umgesetzt werden, heißt es. Der Möbelkonzern will bis 2030 klimapositiv werden – also mehr Treibhausgasemissionen reduzieren, als über die gesamte Wertschöpfungskette erzeugt werden. Und auch bei den Möbeln soll sich bis zu 2030 einiges ändern: „Alle Produkte sollen dann aus erneuerbaren oder recycelten Materialien bestehen und von Beginn an dafür designt sein, wiederverwendbar, reparierbar, wiederbenutzbar, wiederverkäuflich oder recycelbar zu sein“, so die Ikea-Sprecherin zu myHOMEBOOK. Ob diese Ziele auch erreicht werden, muss sich erst noch zeigen.

Was ändert sich noch 2022 bei Ikea?

2022 plant Ikea, den Bezahlvorgang um eine weitere Option zu erweitern. „Shop & Go“ nennt sich das neue System und verknüpft das Online- und Offline-Shoppen. Bis Sommer 2022 werde es in allen deutschen Filialen verfügbar sein, erklärt das Möbelhaus. Dafür brauchen Kunden die Ikea-App. Im Laden wird dann wie immer eingekauft, während parallel die Produkte schon mit der App gescannt werden. Am Ende geht’s zu den Expresskassen. Dort muss man nicht mehr den gesamten Einkauf wieder aus dem Einkaufskorb nehmen. Denn mit „Shop & Go“ wird nun online ein QR-Code erstellt, der die Rechnung anzeigt. Und dann wird wie immer bezahlt.

Außerdem testet das schwedische Einrichtungshaus seit dem Winter ein neues Ladenkonzept. In Wolfsburg und Ravensburg gibt es Pop-up-Stores. Sie sind nur 75 Quadratmeter groß. Dafür befinden sich die Läden aber mitten in der Stadt.

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