Deutsche sorgen sich zunehmend um Trinkwasserversorgung
Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sauberes Wasser aus dem Hahn kommt. Laut einer Umfrage sorgen sich allerdings bereits 41 Prozent der Bundesbürger um die Versorgungssicherheit Foto: Getty Images
27. September 2022, 5:40 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Dass die Trinkwasserversorgung in Deutschland gesichert ist – daran bestand in der Vergangenheit kein Zweifel. Doch sind die Bundesbürger nach dem trockenen Sommer noch genauso unbekümmert? Das wollte das Allensbach-Institut wissen.
Nach dem trockenen Sommer 2022 sind immer mehr Menschen in Deutschland um die Trinkwasserversorgung hierzulande besorgt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach, die in Bonn vorgestellt wurde.
Viele sorgen sich um die Trinkwasserversorgung
Die Sicherheit der Wasserversorgung sei für die Mehrheit lange kein Thema gewesen. So habe sich im Februar dieses Jahres nur gut jeder Vierte vorstellen können, dass es in den kommenden 10 bis 15 Jahren Engpässe geben könnte. Im September hegten bereits 41 Prozent Zweifel an der Versorgungssicherheit. 46 Prozent machten sich demnach keine Sorgen.
Mehrheit erwartet längerfristige Probleme bei der Versorgung
In Hinblick auf die nächsten Jahrzehnte antworteten die Befragten aber deutlich skeptischer. 57 Prozent gaben der Studie zufolge an, dass sie längerfristig Probleme bei der Trinkwasserversorgung erwarten. 25 Prozent äußerten keine Zweifel. 18 Prozent waren demnach unentschieden. Außerdem ergab die Studie, dass insbesondere jene Bevölkerungsgruppen, die mit dem Klimawandel erhebliche Risiken verbinden, auch mehrheitlich an der Versorgungssicherheit zweifeln.
Die Vorstellung der Studie war Teil der Auftaktveranstaltung des neuen Vereins Right4Water. Der Wasserschutz komme bislang immer zu kurz, sagte Vorstandsvorsitzende Gaby Gaßmann. Ziel des Vereins sei, wertvolle Wasserressourcen zu schützen und das lebenswichtige Gut für nachfolgende Generationen zu erhalten.
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