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Wiederverwendbare Filter

„Yucona” – was taugt die Wasserfilterkartusche aus DHDL?

Was taugt die Wasserfilterkartusche „Yucona“ aus DHDL?
Leitungswasser filtern, ohne die Umwelt zu belasten – das verspricht „Yucona“Foto: Getty Images

Deutsches Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel der Welt. Trotzdem kann es je nach Gebiet, Leitung oder Zustand der Rohre stark kalkhaltig oder von Schwermetallen belastet sein. Abhilfe schaffen Wasserfilter, deren Kartuschen allerdings regelmäßig ausgetauscht werden müssen und deshalb unweigerlich im Müll landen. Das wollen die Gründer von „Yucona“ mit ihrem wiederverwendbaren Wasserfiltersystem jetzt ändern.

Richard Birich und seine Frau haben sich dazu entschlossen, nur noch Leitungswasser zu trinken – dem Rücken und der Umwelt zuliebe. Allerdings sagte ihnen weder Geschmack noch Qualität des Wassers aus ihren Leitungen zu. Anstatt das Leitungswasser mit herkömmlichen Filtersystemen zu reinigen und dadurch Plastikmüll zu verursachen, arbeitete der 29-Jährige an einer wiederverwendbaren Wasserfilterkartusche. In Zusammenarbeit mit seiner Cousine Inga, einer studierten Kommunikationsdesignerin, entstand die Erfindung „Yucona“, mit der sie bei DHDL überzeugen möchten.

Was genau ist „Yucona“ aus DHDL?

Es handelt sich um ein Trinkwasserfiltersystem, mit dem sich Kalk, Schwermetalle wie Blei oder Schadstoffe wie Chlor filtern lassen. Außerdem soll damit der Geschmack des Wassers verbessert werden. In vielen Haushalten passiert dies bislang mit handelsüblichen Tischwasserkannen, deren Filterkartuschen regelmäßig ausgetauscht werden müssen. „So landen jährlich über zwölf Millionen Kartuschen im Restmüll. Dabei ist die Filterkartusche einwandfrei, es ist lediglich das Filtermedium erschöpft”, so Birich.

Diesen Müll kann man sich mit der Erfindung „Yucona“ sparen, wie er bei DHDL erklärte. Das System besteht aus einer wiederverwendbaren Kartusche und einer Vlies-Filtertasche mit natürlicher Aktivkohle aus Kokosnussschalen. Diesen Filter muss man zwar auch regelmäßig austauschen, die Kartusche allerdings nicht. So könne man zukünftig bis zu 96 Prozent des Kartuschenmülls einsparen, wie der Gründer erläuterte. Sollte man die Kartusche doch einmal entsorgen müssen, gehört sie in die Gelbe Tonne und ist damit recyclebar.

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Auch bei dem Verpackungsmaterial setzt „Yucona“ auf Nachhaltigkeit, wie die Erfinder bei DHDL betonen: Die Filter kommen in Maisbeuteln, die Pakete bestehen aus recyceltem Kraftpapier. Übrigens: Man muss sich für das Wasserfiltersystem keine neue Wasserkanne kaufen. Die Kartusche ist mit Kannen anderer Hersteller kompatibel.

Wie viel kostet die Wasserfilterkartusche?

Es gibt ein Starter-Kit für 39,99 Euro, dass sowohl die Kartusche als auch Filter beinhaltet, die für ein halbes Jahr reichen. Sind diese Filter aufgebraucht, kann man ein Nachfüll-Kit für 29,99 Euro bestellen, das sechs neue Filterbeutel beinhaltet.

Seit wenigen Wochen ist „Yucona“ aus DHDL auf dem Markt, erste Pakete konnten bereits online verkauft werden. Den großen Durchbruch erhoffen sich die Gründer aber mit der Unterstützung eines Löwen. Richard Birich gehören 95 Prozent der Firmenanteile, 5 Prozent hat er seiner Cousine als Dank und Anerkennung ihrer Mitarbeit übertragen. Für ein Investment von 250.000 Euro bieten sie 20 Prozent der Firmenanteile an.

HinweisBei unseren Kollegen von TECHBOOK erklärt Carsten Maschmeyer, welche Fehler Start-up-Gründer am häufigsten begehen – und wie Sie es besser machen können.

Kann „Yucona“ bei DHDL überzeugen?

Ralf Dümmel ist überzeugt und begeistert von den wiederverwendbaren Wasserfilterkartuschen. Das Angebot sagte ihm allerdings nicht zu. Nachdem sich die Gründer noch einmal beraten hatten, schlossen sie mit dem Löwen dann einen Deal: Ihm wurden nicht 20, sondern 35 Prozent der Firmenanteile zugesprochen. Eine zusätzliche Bedingung Dümmels: Weitere zehn Prozent der Firmenanteile sollten außerdem an Mit-Erfinderin und Cousine Inga gehen.

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