2. Oktober 2026, 12:04 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Was könnte es im Herbst Schöneres geben als einen langen Spaziergang durch die bunt verfärbten Wälder? Wer darauf Lust hat, kann bei dieser Gelegenheit auch direkt nach Früchten suchen, denn auch von denen gibt es im Herbst so einige zu finden. Und das Beste: Ein paar davon lassen sich auch noch essen. myHOMEBOOK erklärt, welche Früchte Sie sammeln können und was Sie beim Zubereiten beachten sollten.
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Diese Früchte können Sie im Herbst sammeln und essen
Den Herbst verbinden viele von uns eher mit dem Schnitzen von Kürbissen oder dem Sammeln von Pilzen. Doch die wenigsten denken daran, dass die Natur noch so viel mehr Schmackhaftes zu bieten hat. Gerade im Herbst lassen sich einige leckere Früchte finden.
Eicheln
Eicheln reifen von September bis in den Oktober hinein an Eichenbäumen, fallen dann hinunter und sind ein beliebtes Sammlerobjekt bei kleinen Kindern. Auch die kleinen Hüte der Eicheln landen manchmal mit, manchmal ohne Eichel auf dem Boden. Wer die kleinen Früchte finden möchte, sollte in Parks, Laub- oder Mischwäldern, aber auch am Waldrand suchen. Denn: Eicheln lassen sich im Herbst nicht nur sammeln, sondern auch essen!
Achtung: Eicheln sollten niemals roh verzehrt, sondern immer zubereitet werden. Im rohen Zustand enthalten die Früchte Gerbstoffe – die sogenannten Tannine. Diese sind bitter und können Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall herbeiführen.
Wer Eicheln zubereiten möchte, sollte sie vorab wässern. Dieser Prozess kann zwar eine ganze Woche lang andauern, ist jedoch wichtig, denn so lassen sich die Bitterstoffe problemlos entfernen. Dabei werden die Eicheln zunächst geschält und von der Samenhaut befreit. Die übrig gebliebenen Kerne sollten dann in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser gelegt werden. Dieses Wasser muss dann bis zu fünfmal täglich abgegossen und erneuert werden. Diesen Vorgang sollten sie eine Woche jeden Tag wiederholen. Solange, bis das Wasser nicht mehr bräunlich verfärbt ist und die Früchte ihren bitteren Geschmack verloren haben. Danach können Sie die Kerne trocknen und schließlich verzehren und verarbeiten.
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Maronen
Maronen gelten als beliebter Snack, vor allem im Herbst. Oft werden sie auch als sogenannte Esskastanien bezeichnet, doch auch wenn beide Früchte miteinander verwandt sind, sind sie doch nicht dasselbe. Die Marone zählt zu den Esskastanien, ist aber eine Unterart, die speziell gezüchtet und edler ist als die reine Esskastanie.
Maronen und Esskastanien sollten nicht mit den normalen Kastanien verwechselt werden, die sich im Wald oder oft auch am Wegesrand finden lassen. Die Blätter der Esskastanien sind am Rand gezahnt und die Fruchthülle ist mit kleinen Stacheln versetzt. Im Inneren finden sich meist zwei bis drei nach oben und unten spitz zulaufende Früchte.
Die gewöhnliche Kastanie zeigt sich durch handförmige Blätter, während die Fruchthülle eher einzelne Stacheln zeigt. Schaut man sich das Innere an, findet man dort eine eher runde Frucht. Die gängige Kastanie sollte man nicht essen. Sie ist ungenießbar und verursacht Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Schuld daran sind die sogenannten Saponine, also Pflanzenstoffe, die leicht bitter schmecken.
Wer Maronen selbst zubereiten möchte, sollte sie vorher reinigen, anschließend mit dem Messer kreuzweise einritzen und sie so im Ofen garen, bis sie leicht gebräunt sind.
Hagebutte
Hagebutten sind gängige Früchte im Herbst. Zu finden sind sie nicht nur im eigenen Garten, sondern auch in Wäldern oder am Wegesrand. Sammeln sollte man sie noch vor den ersten frostigen Temperaturen, also eher im September und Oktober – zumindest dann, wenn man sie für einen schmackhaften Tee nutzen möchte. Zum einen sind die Früchte dann noch fester, zum anderen ist dank der noch trockenen und meist sonnigen Tage ihr Vitamin-C-Gehalt noch am höchsten.
Wer gerne Marmelade aus den Hagebutten machen möchte, sollte bis November oder aber bis zum ersten Frost warten. Dann schmecken die Früchte süßer. Der Grund dafür ist die Umwandlung von Stärke in Zucker im Fruchtfleisch.
Sanddorn
Auch Sanddorn zählt zu den beliebtesten Früchten, die man im Herbst sammeln und auch essen kann. Zwischen Anfang September und Mitte Oktober sollte man die Beeren pflücken, da sie dann noch in einem kräftigen Orange leuchten und weicher sind. Genau dann sollte man die Früchte auf jeden Fall ernten, sonst tun es die Vögel, denn Sanddorn ist auch bei Drosseln, Staren und Seidenschwänzen beliebt.
Möchten Sie die Beeren verarbeiten und zu einem leckeren Saft zubereiten, sollten Sie sie zunächst gründlich unter kaltem Wasser abwaschen. Anschließend sollten die Beeren mit Wasser (Verhältnis Wasser/Beeren 1:4) erhitzt und kurz aufgekocht werden. Lassen Sie das Gemisch für einige Minuten und bei wenig Hitze unter dem Deckel ziehen. Danach können sie die Flüssigkeit durch ein Sieb pressen. So trennen Sie die Kerne und die Schale vom eigentlichen Saft. Bei Bedarf können Sie diesen auch mit Zucker süßen.
Wichtig ist bei allem: Sammeln Sie immer nur die Früchte, die Sie selbst auch eindeutig erkennen und als solche identifizieren können.