Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Gemüse Alle Themen
Gemüse mit Anspruch

Wie man Auberginen erfolgreich vorzieht

Aubergine
Um am Ende prächtige Auberginen zu ernten, kommt es bereits auf die richtige Anzucht an Foto: Getty Images / alvarez
Artikel teilen
Katharina Petzholdt
Garten-Autorin

18. Februar 2026, 11:06 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Auberginen sind kein Gemüse für Eilige. Sie brauchen lange, bis sie keimen, und sind auch danach keine Sprinter im Töpfchen. Damit die Pflanzen in der Saison dennoch gute Erträge bringen, sollten sie schon im ausgehenden Winter vorgezogen werden. Wie das geht und worauf zu achten ist, erfahren Sie hier auf myHOMEBOOK.

Wer Auberginen nur als dunkelviolette Keulen aus dem Supermarkt kennt, wird von der Sortenfülle überrascht sein. Auberginen gibt es nämlich auch in lilagescheckt, weiß oder rot, in kugelförmig, eiförmig oder zylindrisch. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus den tropischen Regionen Asiens, was ihren ausgeprägten Hunger nach Sonne und Wärme erklärt. Neben vielen Sorten, die am besten im Gewächshaus aufgehoben sind, gibt es auch robuste Sorten, die hierzulande an geschützten Plätzen auch im Freien gedeihen.

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Weil Auberginen eine lange Entwicklungsdauer haben, müssen sie frühzeitig an den Start gebracht werden. Je nach Sorte und geplantem Standort sollte die Aussaat im Haus zwischen Ende Januar und März stattfinden. So ist dafür gesorgt, dass die Auberginen bis zum Auspflanzen nach den letzten Frösten Mitte oder Ende Mai kräftig genug sind, um in der Saison gute Erträge bringen zu können.

Die richtige Temperatur für eine erfolgreiche Keimung

Auberginen lieben Wärme. Am besten keimen sie, wenn die Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad liegen. Aber auch wenn diese Temperaturen gegeben sind, dauert es meist zwei bis vier Wochen, bis sich die jungen Pflänzchen zeigen. Manchmal sogar noch länger.

Zwei Anzuchtmöglichkeiten

  • Gemeinsame Aussaatschale: Die Samen werden in einer mit Anzuchterde befüllten Schale ausgesät. Sobald sich nach den Keimblättern die ersten echten Laubblätter zeigen, sollten die jungen Pflanzen in einzelne größere Töpfe mit einem Durchmesser von rund 10 Zentimetern pikiert werden. Für eine ausreichende Nährstoffversorgung sorgt nun gute Gemüseerde.
  • Aussaat in Einzeltöpfe: Jeweils zwei Samen werden in ein Töpfchen gesät. Nach dem Auflaufen – also dem Keimen – wird die schwächere Pflanze entfernt. Wenn sich die ersten echten Laubblätter zeigen, steht der Umzug in einen 10-Zentimeter-Topf mit gehaltvoller Gemüseerde an.

Vorbereitung und Aussaat

Egal ob Aussaatschale oder einzelne Töpfe – nach dem Befüllen der Anzuchtgefäße wird die Erde leicht zusammengedrückt, eventuell noch einmal nachgefüllt und anschließend angegossen. So lässt sich vermeiden, dass das Substrat erst nach der Aussaat zusammensackt oder die Samen beim Wässern in tiefere Schichten geraten.

Mithilfe eines Pikierstabs, eines Bleistifts oder eines einfachen Löffelstiels lassen sich danach kleine Löcher für die Samen vorbereiten. Die ideale Saattiefe beträgt 0,5 bis 1 Zentimeter. Nach dem Bedecken der Samen mit Erde wird das Substrat vorsichtig mit einer Sprühflasche oder Ballbrause befeuchtet.

Mehr zum Thema

Feuchtigkeit und Lichtbedarf

Nach der Aussaat muss die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Ein Zimmergewächshaus oder eine Klarsichtfolie schützen vor dem Austrocknen. Um die Entstehung von Schimmel zu vermeiden, sollte die Abdeckung alle ein bis zwei Tage zur Belüftung kurz abgenommen werden.

Nach dem Auflaufen der Pflänzchen ändern sich ihre Ansprüche: Während für die Keimung Wärme die oberste Priorität hatte, ist nun das Licht der entscheidende Faktor. Stehen die Auberginen an einem zu dunklen Standort, haben es aber dennoch sehr warm, bilden sie statt kräftiger Triebe lange schwache Stiele aus. Ein heller Platz an einem Südfenster oder unter einer Pflanzenlampe bietet gute Voraussetzungen für bestes Wachstum, solange die Temperaturen jetzt nur noch zwischen 18 und 20 Grad liegen.

Pflege bis zum Auspflanzen

Auch nach dem Pikieren oder Umpflanzen brauchen die jungen Auberginen bis zum Auspflanzen immer ausreichend Wasser. Etwa vier Wochen, nachdem sie in die größeren Töpfe umgezogen sind, kann damit begonnen werden, dem Gießwasser etwa alle 14 Tage ein bisschen organischen Flüssigdünger zuzufügen.

Bevor die Pflanzen Mitte oder Ende Mai ins Freie ziehen, müssen sie abgehärtet werden. Dafür stellt man sie über mindestens eine Woche hinweg bei mildem Wetter für einige Stunden nach draußen. Zuerst an einen geschützten, schattigen Platz und nach und nach an Plätze mit mehr Wind und Wetter, damit sich die Jungpflanzen an das Leben im Freien gewöhnen können.

Katharina Petzholdt
Garten-Autorin

Auch optisch nicht ohne

„An den hübschen, meist violetten Blüten lässt sich die Verwandtschaft der Auberginen zu anderen Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln sehr leicht erkennen.“

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.