Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Gartenpflanzen Pflanzen A-Z Alle Themen
Pflanz- und Pflegetipps

Wie die Chinesische Dattel im Garten gedeiht

Chinesische Dattel Ziziphus jujuba
Die Chinesische Dattel (Ziziphus jujuba) ist zwar eine exotische Pflanze, wächst allerdings auch in heimischen Gärten Foto: Getty Images/igaguri_1
Artikel teilen
Marike Stucke
Autorin

24. Januar 2026, 6:52 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Die Chinesische Dattel, auch Jujube genannt, ist ein noch wenig bekanntes Obstgehölz mit viel Potenzial. Sie gilt als ausgesprochen robust, kommt gut mit Hitze und Trockenheit zurecht und liefert aromatische Früchte, die frisch oder getrocknet verwendet werden können. myHOMEBOOK stellt die Chinesische Dattel vor – und erklärt, wie man sie richtig pflanzt, pflegt und erntet.

Pflanzen

Die Chinesische Dattel (Ziziphus jujuba) gehört zur Familie der Kreuzdorngewächse und wächst als kleiner Baum oder großer Strauch. Sie ist mehrjährig und kann mehrere Jahrzehnte alt werden. Gepflanzt wird sie idealerweise im Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Jungpflanzen aus der Baumschule werden etwas tiefer eingesetzt, als sie zuvor im Topf standen. Nach dem Pflanzen gut angießen. In den ersten ein bis zwei Jahren ist regelmäßiges Wässern wichtig, bis sich ein tiefreichendes Wurzelsystem gebildet hat.

Aussehen und Wuchs

Die Jujube wächst langsam bis mäßig stark und erreicht eine Höhe von etwa drei bis sechs Metern. Sie bildet eine lockere, oft eher unregelmäßige Krone. An den Zweigen können Dornen sitzen, die beim Beschneiden hinderlich sein können. Die kleinen, ovalen Blätter sind glänzend grün. Ab Frühsommer erscheinen unscheinbare gelblich-grüne Blüten, die jedoch reichlich Nektar bieten. Aus ihnen entwickeln sich die Früchte, die zunächst grün sind und sich im Herbst rötlich-braun färben. Reif erinnern sie geschmacklich an eine Mischung aus Apfel und Dattel.

Chinesische Dattel
Die Chinesische Dattel, auch Rote Dattel oder Jujube genannt, schmeckt süß-säuerlich. Foto: Getty Images/japanese amateur photog

Standort und Boden

Rote Datteln lieben Sonne und Wärme. Optimal ist ein vollsonniger, möglichst windgeschützter Standort – etwa an einer Hauswand oder in einem wärmebegünstigten Gartenbereich. So sollte der Boden beschaffen sein:

  • gut durchlässig
  • eher trocken bis mäßig feucht
  • nährstoffreich, aber nicht staunass

Schwere, lehmige Böden sollten vor dem Pflanzen mit Sand oder Kies verbessert werden, um Staunässe zu vermeiden.

Sorten

Im Handel sind verschiedene Sorten erhältlich, unter anderem

  • „Lang“: längliche Früchte, sehr aromatisch
  • „Li“: große, runde Früchte, gut für den Frischverzehr
  • „Honey Jar“: besonders süß, kompakter Wuchs
  • „Sugar Cane“: saftig, für milde Lagen geeignet

Viele Sorten befruchten sich selbst, mehrere Pflanzen können den Ertrag jedoch erhöhen.

Pflege

Die richtige Bewässerung

In den ersten Jahren regelmäßig gießen. Ältere Pflanzen sind sehr trockenheitsverträglich und benötigen nur bei längeren Hitzeperioden zusätzliches Wasser.

Worauf man beim Düngen achten sollte

Einmal im Frühjahr etwas Kompost oder organischen Dünger ausbringen. Zu viel Dünger fördert das Blattwachstum und kann die Fruchtbildung mindern.

Muss man die Chinesische Dattel schneiden?

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Entfernt werden lediglich abgestorbene oder ungünstig wachsende Äste. Der beste Zeitpunkt dafür ist das zeitige Frühjahr.

Tipps zum Ernten

Die Früchte der Chinesischen Dattel reifen je nach Sorte und Witterung zwischen September und Oktober. Erntebereit sind sie, wenn sich die Schale von Grün zu rötlich-braun verfärbt und sich die Früchte leicht vom Zweig lösen lassen. In diesem Stadium sind sie noch fest und mild süßlich. Für den typisch intensiven Dattelgeschmack können die Früchte länger am Baum hängenbleiben, bis sie leicht runzelig werden, oder nach der Ernte an einem warmen, luftigen Ort nachtrocknen.

Tipp: Wegen der Dornen ist die Ernte mit Handschuhen oder einer Schere sinnvoll. Frisch sind Jujuben nur begrenzt haltbar, getrocknet lassen sie sich jedoch mehrere Monate lagern.

Winterhärte

Trotz ihrer exotischen Herkunft ist die Chinesische Dattel bis etwa –20 Grad winterhart. Junge Pflanzen sollten in den ersten Wintern im Wurzelbereich mit Laub oder Mulch geschützt werden. In rauen Lagen ist ein geschützter Standort besonders wichtig.

Giftigkeit

Die Früchte der Chinesischen Dattel sind ungiftig und essbar. Auch für Haustiere gelten sie in der Regel als unbedenklich. Vorsicht ist lediglich wegen der Dornen geboten, die zu Verletzungen führen können.

Vermehrung

Die Vermehrung über Samen ist möglich, jedoch langwierig und unsicher. Deutlich einfacher ist der Kauf veredelter Jungpflanzen aus der Baumschule. Stecklinge bewurzeln nur schwer.

Alternativen

Wer ähnliche, robuste Obstgehölze sucht, kann auch Feige, Maulbeere oder Quitte pflanzen. Für kleinere Gärten bieten sich kompakte Sorten oder schwach wachsende Formen an.

Bienenfreundlichkeit

Die zahlreichen Blüten der Chinesischen Dattel sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber, insbesondere im Frühsommer.

Mehr zum Thema

Verwendung

Die Früchte der Jujube sind vielseitig einsetzbar:

  • frisch vom Baum als Snack
  • getrocknet als natürliche Süßigkeit
  • für Tee, Mus oder Sirup
  • zum Backen oder für asiatische Gerichte

Krankheiten und Schädlinge

Die Chinesische Dattel gilt als ausgesprochen robust. Krankheiten oder Schädlinge treten nur selten auf. Gelegentlich können Blattläuse erscheinen, die meist keinen größeren Schaden verursachen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelproblemen führen kann.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.