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Garten-Wissen

Wie man aus Colakraut eine leckere Limonade herstellen kann

Colakraut ist vielseitig einsetzbar. Man sollte bei der Verarbeitung allerdings ein paar Dinge beachten.
Colakraut ist vielseitig einsetzbar. Man sollte bei der Verarbeitung allerdings ein paar Dinge beachten. Foto: Getty Images/Watcha
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

4. August 2025, 17:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Erfrischungsgetränke selbst herzustellen liegt im Trend, dabei erobert eine unscheinbare Pflanze die Küchen vieler Experimentierfreudiger, das sogenannte Colakraut. Es verleiht selbstgemachter Limonade ein überraschend vertrautes Aroma. Doch nicht alle Pflanzenteile sind genießbar. myHOMEBOOK erklärt, was bei der Verwendung von Colakraut beachtet werden sollte.

Revival einer fast vergessenen Pflanze

Wer nach Rezepten für Limonaden sucht, stößt derzeit häufig auf eine besondere Zutat: Colakraut. Die Basis vieler Rezepte bildet ein Sirup aus Wasser, Zucker, Zitronensaft – und eben dieser aromatischen Pflanze, der anschließend mit Sprudelwasser aufgegossen wird.

Beim Colakraut handelt es sich jedoch nicht um eine neue Entdeckung, sondern um eine Unterart der Eberraute, wie Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt. „Die Eberraute ist eine alte Würz- und Heilpflanze, die unter den Namen Colakraut oder Limopflanze gerade ein kleines Revival erlebt“, sagt die Ernährungsexpertin. Geschmacklich und vom Duft her erinnere sie tatsächlich an Cola – ein Effekt, der ihr einen neuen Platz in der modernen Küche verschafft hat.

Nur die jungen Triebe vom Colakraut verwenden

Colakraut lässt sich leicht im Garten oder im Topf anbauen und ist in vielen Gärtnereien erhältlich. In der Küche sollte man jedoch ausschließlich die frischen, jungen Triebspitzen verwenden, da ältere Pflanzenteile einen deutlich bitteren Geschmack entwickeln.

Neben selbstgemachter Limonade eignet sich Colakraut auch für andere kulinarische Anwendungen: Es kann als Zutat für Teeaufgüsse dienen, Dips und Salate geschmacklich abrunden oder Fleischmarinaden eine besondere Note verleihen.

Nicht für Schwangere geeignet

Das typische Aroma der Pflanze entsteht durch eine Kombination aus ätherischen Ölen und Bitterstoffen. Ein besonderer Inhaltsstoff ist der Bitterstoff Thujon, der auch in anderen Gewürzkräutern wie Salbei oder Wermut vorkommt. Thujon wirkt in hohen Dosen neurotoxisch, ist jedoch in den üblichen Küchenmengen gesundheitlich unbedenklich.

Trotzdem sollten Schwangere vorsorglich keine Eberraute verzehren, da der Pflanzenstoff wehenfördernd wirken kann.

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Das sollte man bei der Pflege von Colakraut beachten

Ob im Topf oder im Bett, Colakraut benötigt bestimmte Bedingungen, um gut wachsen zu können. Der beste Standort für Colakraut ist ein sonniger, möglichst windgeschützter Platz. Die Pflanze bevorzugt durchlässige, eher trockene Böden und kommt auch mit kargen Bedingungen gut zurecht. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit reagieren.

Ab etwa Mitte Mai kann man das Colakraut pflanzen. Die Zeit der Spätfröste sollte vorbei sein. Im Topf sollte ein ausreichend großes Gefäß mit Drainageschicht verwendet werden, um überschüssiges Wasser gut abzuführen.

Beim Gießen gilt: lieber sparsam als zu viel. Vor allem im Sommer sollte die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen dürfen. Eine Düngung ist nur selten nötig – am besten einmal im Frühjahr mit etwas organischem Dünger.

Regelmäßiges Zurückschneiden fördert ein buschiges Wachstum und sorgt dafür, dass die Pflanze möglichst viele junge, aromatische Triebe bildet. Die Ernte erfolgt am besten vormittags, wenn das Aroma der ätherischen Öle besonders intensiv ist.

Im Winter ist Colakraut bedingt frosthart. In milden Regionen kann es ausgepflanzt im Beet überwintern, sollte aber mit Reisig oder Vlies geschützt werden. Im Topf kultivierte Pflanzen stellt man am besten an einen frostfreien, hellen Ort. Mit ein wenig Pflege lässt sich Colakraut viele Jahre nutzen.

Kann man blühendes Colakraut noch verwenden?

Manche Kräuter, wie die Petersilie werden mit der Blüte giftig. Das Colakraut kann auch blühend noch verwendet werden, allerdings eingeschränkt. Sobald die Pflanze blüht, steckt sie ihre Energie vermehrt in die Blütenbildung – das wirkt sich auf Aroma und Inhaltsstoffe aus. Die jungen Triebspitzen, die für die Küche verwendet werden, verlieren dann häufig an Geschmack oder entwickeln eine stärkere Bitterkeit.

Wer Colakraut regelmäßig erntet oder zurückschneidet, kann die Blütenbildung hinauszögern und länger aromatische Triebe ernten. Ist die Pflanze bereits in Blüte, sollten die Blütenstände entfernt werden, um das Wachstum neuer, frischer Triebe zu fördern.

Mit Material der dpa

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