Pflanz- und Pflegetipps für das heilende Colakraut
Das Colakraut hat heilende Wirkungen Foto: dpa picture alliance
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Laura Graichen
Redakteurin
22. Oktober 2021, 19:53 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Geruch und Geschmack dieser Staude erinnern so stark an Cola-Limonade, dass sie Namensgeberin wurde. Die Pflanze kann aber nicht nur wunderbar duften und lecker schmecken, Hobbygärtner holen sich mit ihr ein echtes Heilkraut in den Garten.
Das Colakraut heißt eigentlich Eberraute, wissenschaftlich Artemisia abrotanum. Es stammt aus Südost-Europa und ist für seine heilende Wirkung bekannt. Die Blätter sollen verarbeitet die Verdauung unterstützen, Magenbeschwerden lindern, entzündungshemmend und krampflösend wirken. Hobbygärtner können die Staude auch selbst im Garten anpflanzen.
Die Staude braucht einen warmen, geschützten und sonnigen Standort. Die Erde sollte durchlässig, tiefgründig und kalkhaltig sein.
Colakraut im Garten pflanzen
Ab Mai kann man vorgezogenes Colakraut mit einem Abstand von etwa 40 Zentimetern in den Gartenboden setzen. Ab März lässt es sich auch aus Samen vorziehen. Eine Kultivierung im Topf ist zwar möglich, aber nicht empfehlenswert.
Hobbygärtner holen sich mit dem Colakraut eine ausgesprochen anspruchslose Pflanze in den Garten.
Bewässerung
Eine Bewässerung ist nur in besonders heißen und langen Trockenperioden notwendig.
Düngung
Da die Pflanze einen geringen Nährstoffbedarf hat, ist eine Düngung nicht notwendig. Einzig im Frühjahr verträgt das Colakraut langsam wirkenden Dünger, der das Wachstum verbessert.
Schnitt
Im Frühjahr verträgt das Colakraut einen Schnitt, der sowohl einen kompakten Wuchs fördert als auch die Ausbildung neuer Triebe antreibt.
Vermehrung
Die Staude lässt sich über Samen oder über Stecklinge vermehren. Bei letzterer Option müssen Hobbygärtner wie folgt vorgehen:
Von einem jungen Trieb oberhalb 10 cm abschneiden.
Am unteren Ende alle Blätter entfernen.
Den Trieb anschließend in ein Töpfchen mit Anzuchterde setzen.
Den Topf danach mit einer Plastiktüte umhüllen und die Erde leicht feucht halten.
Sobald der Steckling angewachsen ist, kann man ihn aussetzen.
Frostschutz
Colakraut ist bis zu minus 23 Grad winterhart. Zum Schutz sollte man bei niedrigen Temperaturen dennoch einen Schutz um den Wurzelbereich auslegen.
Die Blätter kann man ständig ernten. Wichtig zu wissen ist, dass der Bittergehalt in Blüten sowie Samen besonders hoch ist, daher sollte man beides nicht unbedingt zum Kochen verwenden. Außerdem gilt: Je älter die Pflanze ist, desto bitterer werden ihre Blätter.
Krankheiten und Schädlinge
Das Colakraut ist Schädlingen gegenüber robust. Es kann zur Wurzelfäule kommen, wenn Hobbygärtner nicht darauf achten, Staunässe zu vermeiden.
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