5. November 2025, 5:48 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn die letzten Dahlien im Herbst verblüht sind und die Nächte kühler werden, ist es Zeit, an den Winter zu denken. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was man beachten sollte, wenn man Dahlien überwintern möchte.
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Dahlien stammen aus Mexiko und sind nicht an Frost angepasst. Ihre unterirdischen Knollen speichern zwar Nährstoffe und Wasser, sind aber sehr empfindlich gegenüber Kälte. Schon wenige Minusgrade können sie zerstören. Damit die Pflanzen im nächsten Jahr wieder austreiben und blühen, müssen die Knollen im Herbst ausgegraben und frostfrei gelagert werden. Mit etwas Vorbereitung und einem geeigneten Lagerplatz lässt sich das problemlos umsetzen.
Den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen
Sobald der erste leichte Frost die Blätter geschwärzt hat, beginnt die Ruhephase. Jetzt ist der ideale Moment, die Knollen aus der Erde zu holen. Zu frühes Ausgraben bringt wenig, weil die Pflanze ihre Nährstoffe erst nach der Blüte vollständig in die Knolle einlagert. Zu spätes Warten hingegen birgt das Risiko, dass Frost eindringt und sie schädigt.
Zuerst werden die Stängel etwa eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Anschließend hebt man die Knollen vorsichtig mit einer Grabegabel oder einer kleinen Schaufel aus, ohne sie zu verletzen. Anhaftende Erde sollte grob entfernt werden, die feinen Wurzeln bleiben dran.
So sollte man Dahlien aufs Überwintern vorbereiten
Bevor die Knollen ins Winterquartier wandern, brauchen sie Zeit zum Abtrocknen. Am besten legt man sie einige Tage an einen luftigen, frostfreien Ort – etwa in eine Garage oder einen Schuppen. Feuchtigkeit führt leicht zu Fäulnis, daher darf die Erde ruhig etwas antrocknen. Wenn sie sauber genug sind, können größere Erdreste entfernt werden.
Tipp: Wer möchte, kann jede Sorte mit einem Etikett versehen, damit im Frühjahr keine Verwechslungen entstehen. Besonders bei mehreren Farben oder Blütenformen ist das hilfreich.
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Der perfekte Platz zum Überwintern
Dahlien mögen es im Winter kühl, dunkel und trocken. Die Temperatur sollte zwischen vier und acht Grad liegen. Geeignet sind Keller, frostfreie Garagen oder Gartenhäuser. Eine gute Luftzirkulation verhindert Schimmel.
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Die Knollen werden locker in Holzkisten, Pappkartons oder Körbe gelegt. Als Zwischenlage eignen sich trockenes Laub, Sägespäne oder etwas Sand, damit sie sich nicht gegenseitig berühren. Wichtig ist, dass sie nicht austrocknen, aber auch keine Feuchtigkeit stauen. Gelegentliches Kontrollieren lohnt sich – faulende Knollen sollten sofort entfernt werden.
In die neue Gartensaison starten
Ab März dürfen die Knollen wieder ans Licht. Wer möchte, kann sie in flache Kisten mit etwas Erde legen und leicht anfeuchten. So beginnen sie früher zu treiben. Nach den Eisheiligen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, kommen sie wieder ins Freie. Ein sonniger Standort und nährstoffreicher Boden sorgen für einen kräftigen Start in die neue Saison.