Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Garten im November Garten im Oktober Gartenpflanzen Alle Themen
Exotische Pflanze

Physalis überwintern und im nächsten Jahr wieder ernten

Man unterscheidet essbare Physalis und Zierpflanzen. Die Zierphysalis muss nicht überwintert werden, sie bleibt auch bei Schnee und Eis im Garten.
Man unterscheidet essbare Physalis und Zierpflanzen. Die Zierphysalis muss nicht überwintert werden, sie bleibt auch bei Schnee und Eis im Garten. Foto: Getty Images
Artikel teilen
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

4. November 2025, 17:16 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn im Spätherbst die goldorange leuchtenden Früchte der Physalis geerntet wurden und die Blätter langsam welken, ist für viele die Gartensaison beendet. Doch das heißt nicht, dass die Pflanze entsorgt werden muss. Die essbare Physalis, auch Andenbeere genannt, ist mehrjährig und kann bei richtiger Pflege erfolgreich überwintern. Wer sie frostfrei durch die kalte Jahreszeit bringt, wird im nächsten Jahr mit einem kräftigen Wuchs und einer frühen Ernte belohnt. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was man dabei beachten sollte.

Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp

Nicht jede Physalis muss besonders überwintert werden

Die Physalis gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und stammt ursprünglich aus Südamerika. Am bekanntesten ist die essbare Art Physalis peruviana, auch Andenbeere oder Kapstachelbeere genannt. Sie trägt aromatische, orange Früchte, die in papierartigen Hüllen reifen. Diese Art ist nicht winterhart und muss frostfrei überwintert werden.

Daneben gibt es die Physalis alkekengi, die als Lampionblume bekannt ist. Sie wächst in unseren Breiten auch im Freien, ist winterhart und übersteht Frost problemlos. Ihre leuchtenden, orangefarbenen Hüllblätter sind dekorativ, die Früchte jedoch ungenießbar. Während die Lampionblume also ohne besondere Maßnahmen im Garten bleiben kann, benötigt die Andenbeere einen geschützten Platz für den Winter.

tracdelight GmbH Platzhalter
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Warum sich das Überwintern lohnt

Viele Gärtner ziehen Physalis jedes Jahr neu aus Samen. Doch wer eine kräftige Pflanze besitzt, kann sie problemlos überwintern. Das spart Zeit, denn überwinterte Pflanzen wachsen im Frühjahr schneller an, blühen früher und bringen oft schon im Sommer reiche Erträge. Auch aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, eine gesunde Pflanze zu erhalten, statt sie jedes Jahr neu anzuziehen.

Auch interessant: Die peruanische Superbeere Physalis im Garten oder Kübel anpflanzen

Der richtige Zeitpunkt zum Überwintern der Physalis

Sobald die Temperaturen im Herbst unter zehn Grad sinken, sollte man die Physalis ins Haus holen. Spätestens vor dem ersten Frost ist es Zeit, die Pflanze auf den Winter vorzubereiten. Dabei werden welke oder beschädigte Blätter entfernt, und man sollte kontrollieren, ob sich Schädlinge eingenistet haben.

Die Lampionblume dagegen benötigt keine besondere Pflege. Sie bleibt ganzjährig im Garten und treibt im Frühjahr zuverlässig neu aus.

Mehr zum Thema

Schritt für Schritt durch den Winter

Zuerst wird die Physalis zurückgeschnitten. Etwa zwanzig bis dreißig Zentimeter über dem Boden genügen. Kranke oder verholzte Triebe schneidet man vollständig heraus. Wer möchte, kann die Pflanze in frische Erde setzen.

Der ideale Platz für den Winter ist hell, frostfrei und eher kühl. Temperaturen zwischen acht und fünfzehn Grad sind optimal. Geeignet sind Wintergärten, helle Kellerräume oder unbeheizte Treppenhäuser. Im Gegensatz zum Sommer braucht die Physalis jetzt nur wenig Wasser. Es reicht, wenn der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Gedüngt wird im Winter nicht.

Einmal im Monat lohnt sich ein kurzer Blick auf Blätter und Erde. Zeigen sich Schimmel oder Schädlinge, sollte man sofort handeln und befallene Pflanzenteile entfernen.

Frühlingserwachen

Ab März darf die Andenbeere wieder langsam mehr Licht und Wärme bekommen. Dann kann man etwas häufiger gießen und vorsichtig mit Dünger beginnen. Nach den Eisheiligen, also etwa Mitte Mai, darf sie wieder ins Freie. Dort wächst sie schnell und setzt früh neue Blüten und Früchte an.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.