13. November 2025, 15:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn die Blütenkugeln der Schmucklilie im Spätsommer langsam verblassen, neigt sich ihre Hauptsaison dem Ende zu. Der Agapanthus, wie die elegante Pflanze botanisch heißt, stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika und liebt Sonne und Wärme. In unseren Breiten verträgt er nur begrenzt Frost. Damit er im nächsten Jahr wieder kräftig austreibt und zuverlässig blüht, braucht er ein frostfreies Winterquartier und etwas Aufmerksamkeit in der Ruhezeit. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was man beachten sollte.
Herkunft und Besonderheiten der Schmucklilie
Die Schmucklilie gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Sie ist bekannt für ihre langen, schmalen Blätter und die imposanten, meist blau oder weiß leuchtenden Blütenbälle. Ursprünglich wächst sie in Südafrika auf sonnigen Hängen und in Küstenregionen mit milden Wintern. Diese Herkunft erklärt, warum sie hierzulande empfindlich auf Kälte reagiert.
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Verschiedene Arten mit unterschiedlichen Bedürfnissen
Man unterscheidet immergrüne Agapanthus-Arten und solche, die ihr Laub abwerfen. Immergrüne Schmucklilien behalten in der kalten Jahreszeit ihre Blätter und sind besonders kälteempfindlich. Die Arten, die ihr Laub abwerfen, sind ein wenig robuster und können kurzzeitig Frost überstehen, aber diese Agapanthus-Arten müssen überwintert werden.
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend
Sobald im Herbst die Nächte deutlich kühler werden und die Temperaturen unter fünf Grad sinken, sollte der Agapanthus an einen geschützten Platz zum Überwintern gebracht werden. Wer ihn im Kübel hält, hat es leicht: Einfach den Topf reinigen, welke Blätter entfernen und die Pflanze ins Haus oder in einen frostfreien Raum stellen.
Pflanzen, die im Beet stehen, müssen vor dem ersten Frost ausgegraben und in einen Topf gesetzt werden. Dabei sollte der Wurzelballen möglichst unbeschädigt bleiben.
Das ist der perfekte Platz für die Winterruhe
Schmucklilien benötigen im Winter vor allem zwei Dinge: Frostfreiheit und Trockenheit.
Ein heller, kühler Standort mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad ist ideal. Zum Beispiel ein Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder ein frostfreier Keller mit Fenster.
Immergrüne Arten benötigen etwas mehr Licht, während laubabwerfende Arten auch in dunkleren Räumen gut zurechtkommen. Gegossen wird nur sparsam, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Dünger benötigen die Pflanzen in dieser Zeit nicht.
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So muss man die Schmucklilie während der Winterruhe pflegen
Während des Winters ruht die Pflanze weitgehend. Etwa alle drei bis vier Wochen sollte man kontrollieren, ob die Erde zu trocken oder zu feucht ist. Dabei können auch direkt abgestorbene Blätter entfernt werden.
Wenn sich im Spätwinter erste Triebe zeigen, ist das ein gutes Zeichen. Die Pflanze bereitet sich nämlich auf den Austrieb vor. Dann darf man ihr allmählich etwas mehr Wasser geben und sie an einen wärmeren Platz stellen.
Das sollte man beim Agapanthus nach dem Überwintern beachten
Ab Mitte Mai, sobald keine Nachtfröste mehr drohen, darf der Agapanthus wieder ins Freie. Er sollte zunächst ein paar Tage halbschattig stehen, damit er sich an Sonne und Temperaturschwankungen gewöhnen kann. Danach kann er an seinen endgültigen Platz – sonnig, windgeschützt und in gut durchlässiger Erde.
Nach der Winterpause beginnt auch die Düngung: Etwa alle zwei Wochen einen Flüssigdünger für Blühpflanzen anwenden. Das sorgt für einen kräftigen Start in die neue Saison.