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Diese Fehler passieren beim Ernten von Tomaten häufig

Beim Ernten von Tomaten können leicht Fehler passieren, die die Pflanze schädigen
Beim Ernten von Tomaten können leicht Fehler passieren, die die Pflanze schädigen Foto: Getty Images
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

3. August 2025, 13:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Bereits im Frühjahr beginnt die Arbeit mit unseren Tomaten. Sie müssen gesät, umgetopft, pikiert und ausgereizt werden. Schon bei diesen Schritten können Fehler passieren, die negative Spuren hinterlassen. Doch wer denkt, dass mit der Ernte alle Stolperfallen überstanden seien, irrt sich. myHOMBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was bei der Ernte von Tomaten schiefgehen kann.

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Warum sind Fehler bei der Ernte von Tomaten schlimm?

Fehler bei der Ernte von Tomaten können negative Folgen für Pflanze und Frucht haben. Sie beeinträchtigen die Gesundheit der Pflanze, verringern die Haltbarkeit der Tomaten und wirken sich auf Geschmack und Ertrag aus. Eine sorgfältige Ernte ist daher entscheidend für ein gutes Ergebnis.

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1. Fehler: Tomaten zum falschen Zeitpunkt ernten

Viele Gartenanfänger sind ungeduldig und ernten zu früh, aus Angst, dass Insekten, Vögel oder das Wetter die Ernte verderben könnten. Doch der Zeitpunkt ist bei der Ernte von Tomaten entscheidend. Wer Tomaten zu früh erntet, hat oft harte, fade Früchte mit wenig Aroma. In diesem Zustand sind sie noch nicht voll ausgereift und schmecken wässrig oder säuerlich. Wartet man allerdings zu lange, können Tomaten überreif werden, aufplatzen oder faulen, besonders bei feuchtem Wetter. Der optimale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn die Tomate ihre sortentypische Farbe vollständig angenommen hat und bei sanftem Druck leicht nachgibt.

2. Fehler: Alle Tomaten auf einmal ernten

Ein häufiger Fehler bei Tomaten ist es, alle Früchte auf einmal zu ernten – oft in der Annahme, sie seien gleichzeitig reif. Tatsächlich reifen Tomaten jedoch nach und nach, auch an derselben Rispe. Wer die gesamte Fruchtlast auf einen Schlag entfernt, zwingt die Pflanze zu einer abrupten Umstellung. Sie reagiert darauf, indem sie schnell neue Früchte oder Blüten bildet, was viel Energie kostet. Diese plötzliche Anstrengung kann die Pflanze stressen, ihre Widerstandskraft schwächen und die Qualität der nachfolgenden Früchte beeinträchtigen. Gleichzeitig führt eine Massen-Ernte oft zu einem Überschuss, der nicht rechtzeitig verarbeitet werden kann. Besser ist es, Tomaten regelmäßig zu kontrollieren und nur die voll ausgereiften Früchte zu ernten. So bleibt die Pflanze im Gleichgewicht, die Ernte verteilt sich über einen längeren Zeitraum und die Qualität bleibt konstant hoch.

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3. Fehler: Bitte nicht einfach abrupfen

Manche reißen Tomaten beim Ernten einfach von der Pflanze. Dabei können Triebe, Blätter oder angrenzende Früchte verletzt werden. Solche Schäden öffnen Krankheitserregern Tür und Tor und kosten die Pflanze Kraft, die sie eigentlich für neue Früchte benötigt. Besser ist es, reife Tomaten mit einer leichten Drehbewegung zu lösen oder sie mit einer sauberen Schere abzuschneiden. So bleibt die Pflanze gesund und leistungsfähig.

4. Fehler: Die Pflanze nicht zu grob anfassen

Beim Ernten gehen manche Gärtner etwas zu grob mit der Tomatenpflanze um. Triebe werden zur Seite gebogen, Laub wird hastig beiseitegeschoben oder Rispen angehoben, um besser an einzelne Früchte zu gelangen. Dabei entstehen leicht kleine Risse oder Bruchstellen an Zweigen und Stängeln. Solche Verletzungen schwächen die Pflanze und erhöhen das Risiko für Krankheiten wie Krautfäule oder Grauschimmel. Besonders empfindlich sind dünne Seitentriebe mit mehreren Früchten. Deshalb sollte man vorsichtig vorgehen, Blätter behutsam beiseiteschieben und möglichst mit zwei Händen arbeiten: eine Hand stabilisiert die Pflanze, die andere erntet. So bleibt die Pflanze gesund und tragfähig.

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