28. Juli 2025, 13:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Der Juli gilt als Hochsaison für zahlreiche Beerensträucher. Vielerorts im Garten sind die Früchte reif und bereit zur Ernte. Damit Beerensträucher und Obstbäume auch künftig reich tragen und die Erträge sogar gesteigert werden können, ist in dieser Phase ein gezielter Rückschnitt erforderlich. Wird diese Pflegemaßnahme vernachlässigt, altern die Gehölze zunehmend und bringen mit der Zeit deutlich weniger Ertrag. myHOMEBOOK erklärt, welche Gehölze im Juli geschnitten werden sollten und welche Aspekte dabei zu beachten sind.
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Stachelbeere
Damit die Stachelbeere auch jedes Jahr viele leckere Früchte trägt, ist nach der Ernte ein harter Rückschnitt erforderlich. Dabei dürfen etwa sechs bis acht der starken Haupttriebe stehen bleiben – der Rest kommt weg. Außerdem sollten auch diese Haupttriebe nicht älter als vier Jahre werden, da sonst die Erträge deutlich zurückgehen. Die übrigen Haupttriebe sowie junge Bodentriebe werden direkt an der Basis abgeschnitten. Gibt es horizontal oder nach innen wachsende Äste, dann sollten auch diese entfernt werden.
Hinweis: Bei den übrigen Haupttrieben sowie den einjährigen Seitentrieben sollte man unbedingt darauf achten, dass die langen Enden nicht abgeschnitten werden. Denn an ihnen wachsen die besten Stachelbeeren.
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Sommerhimbeere
Auch die Sommerhimbeeren gehören zu den Gehölzen, die man im Juli, also nach der Ernte, schneiden sollte. Dabei sollte man die abgeernteten Ruten bodennah entfernen. Dann bleiben nur junge Ruten stehen, die dann beim Auslichten der neuen Triebe im Frühjahr oder Frühsommer zu den neuen Fruchtruten werden. Zudem sollten nach dem Auslichten nicht mehr als zehn starke Hauptruten übrig bleiben.
Hinweis: Wer mit dem Schnitt nicht bis nach der Ernte warten will, der kann auch die ganzen Fruchtruten mit den letzten reifen Himbeeren abschneiden. So kann man die Beeren bequem pflücken und tragende Zweige sind zudem leichter zu erkennen.
Rote, Weiße und Schwarze Johannisbeeren richtig schneiden
Sommer- und Herbsthimbeeren – was ist eigentlich der Unterschied?
Johannisbeere
Wie die anderen Sträucher sollten auch Johannisbeeren regelmäßig geschnitten werden, damit sie lange Trauben mit leckeren Beeren tragen. Lässt man die Pflanze vergreisen, gehen die Erträge nach etwa vier Jahren deutlich zurück. Die Trauben werden kürzer und die Beeren kleiner. Deshalb sollte man den Strauch idealerweise nach der Ernte zurückschneiden – das gilt sowohl für Rote als auch für Weiße Johannisbeeren.
Dabei kürzt man am besten die Seitentriebe, die bereits abgeerntet sind, so ein, dass nur noch Stummel stehen bleiben. Seitentriebe, die besonders nah am Boden gewachsen sind, sowie störende und schwache Äste und drei- oder vierjährige Zweige werden komplett entfernt. Damit sich die Pflanze jedes Jahr erneuert und immer wieder viele Beeren wachsen, sollten am Ende nur sechs bis acht der alten Bodentriebe stehen bleiben.
Apfelbaum
Auch Apfelbäume gehören zu den Gehölzen, die man im Juli schneiden sollte – allerdings eher zurückhaltend. Der ideale Zeitpunkt liegt zwischen Juli und August. Dabei werden vor allem junge Triebe abgeschnitten, altes Holz wird erst beim aufwändigeren Rückschnitt im Frühjahr entfernt. Den leichten Schnitt im Sommer sollte man bis spätestens Mitte September abgeschlossen haben, damit dem Apfelbaum noch genügend Zeit bleibt, seine Wunden zu heilen.
Junge Triebe können dabei einfach abgebrochen werden, dann heilen die Wunden besser. Auch einjährige Triebe können entfernt werden, wenn diese zu steil nach oben wachsen.

