13. Dezember 2023, 13:12 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Und wieder ist ein Schluck Mineralwasser zum Feierabend im Glas geblieben. Das Wasser wegzugießen wäre Verschwendung, dann kommt es einfach in die Pflanze auf dem Schreibtisch. Schadet ihr ja nicht – oder doch?
Am besten ist es, Pflanzen mit Regenwasser zu gießen. Alternativ eignet sich auch abgestandenes Leitungswasser. Doch was passiert, wenn man Ihnen Mineralwasser gibt? Schadet es ihnen oder ist es vielleicht sogar gut? myHOMEBOOK hat die Antwort.
Pflanzen mit Mineralwasser gießen – ist das sinnvoll?
Grundsätzlich ist es den Pflanzen egal, ob sich Kohlensäure im Wasser befindet. Pflanzen machen bei der Beschaffenheit des Gießwassers keine Unterschiede. Entscheidend sind die Mineralien, Salze und Spurenelemente, die sich im Mineralwasser befinden. Aber auch da handhaben es die Pflanzen wie wir Menschen. Auch sie benötigen ein gewisses Maß an Spurenelementen und Mineralien, schreibt Ökotest. „Dazu gehören etwa Kalium, Kalzium und Magnesium“, heißt es. Diese findet man in der Regel in fast jedem Mineralwasser auf dem Markt. Aber auch in Leitungswasser kommen sie in geringen Mengen vor.
myHOMEBOOK-Extratipp
„Wenn man Pflanzen anziehen möchte, sollte man auf Mineralwasser verzichten. Pflanzen, die erst noch im Entstehungsprozess sind, brauchen noch nicht viele Mineralien. Ganz im Gegenteil. Unterstützt man Setzlinge oder junge Pflanzen mit Mineralien, werden diese „faul“. Vor allem bei Gemüsepflanzen ist dieses Verhalten ungünstig. Die Wurzeln werden nicht stark ausgebildet, da die Pflanze nicht nach Nährstoffen suchen muss, sie bekommt ja alles durch das Wasser. Schwache Wurzeln entwickeln keine starken Pflanzen, der Ertrag würde dementsprechend gering ausfallen. “– Franka Kruse-Gering, Redakteurin
Auch wenn es nicht schadet – nicht nur Mineralwasser zum Gießen der Pflanzen verwenden
Sowohl Mineralwasser als auch Leitungswasser sind eher an die Bedürfnisse von Menschen als an die von Pflanzen angepasst. Gelegentlich mal ein Schlückchen ist in Ordnung, aber für regelmäßige Güsse sollte man im Idealfall auf Regenwasser zurückgreifen oder abgestandenes Leitungswasser verwenden.
Warum muss das Leitungswasser abgestanden sein?
Je nachdem wo man wohnt, ist das Wasser aus der Leitung sehr kalkhaltig. Zu viel Kalk schadet den Pflanzen. Lässt man das Wasser aus dem Hahn ein paar Stunden in einer Kanne abstehen, setzt sich der Kalk ab und die Pflanzen bekommen kalkärmeres Wasser. Dass Wasser einen zu hohen Kalkanteil für die Pflanzen hat, kann man an einem weißen Belag auf der Erde erkennen. Dieser wird manchmal mit Schimmel verwechselt.
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