27. Januar 2026, 6:11 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Draußen rieselt es leise vom Himmel, drinnen warten die Zimmerpflanzen auf ihr Wasser. Da liegt die Idee nahe, das zu nutzen, was im Winter scheinbar im Überfluss vorhanden ist: Schnee. Er wirkt frisch, weich und natürlich – fast wie ein Geschenk der Natur. Doch eignet sich der weiße Wintergruß wirklich als Gießwasser für Monstera, Ficus und Co.? Grundsätzlich ist Schnee ja nichts anderes als gefrorenes Regenwasser – aber wie so oft steckt der Teufel im Detail.
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Kann man Schnee auftauen und als Gießwasser nutzen?
Schnee kann problemlos aufgetaut werden. Das ist sogar zwingend notwendig, wenn er für Zimmerpflanzen genutzt werden soll. Direktes Gießen mit Schnee oder sehr kaltem Schmelzwasser ist ungeeignet, da die Kälte die Wurzeln schädigen kann.
Wird sauberer Schnee gesammelt, vollständig geschmolzen und anschließend auf Zimmertemperatur gebracht, entsteht ein sehr weiches, mineralarmes Wasser. In dieser Form ähnelt es Regenwasser oder destilliertem Wasser und ist für viele Zimmerpflanzen grundsätzlich verträglich.
Sollte man Pflanzen im Garten trotz Schnee gießen?
Pflanzen, die kein Leitungswasser vertragen
Worauf man beim Sammeln achten sollte
- Nur frisch gefallenen Schnee sammeln.
- Keine Proben aus Straßennähe, von Dächern oder aus Städten verwenden.
- Schnee in einem sauberen Gefäß schmelzen lassen.
- Schmelzwasser vor dem Gießen auf Zimmertemperatur bringen.
Selbst dann ist Schnee kein besseres, sondern höchstens ein gleichwertiges Gießwasser.
Schnee ist oft unsauberer als Regenwasser
„Sowohl Regen als auch Schnee entstehen aus Wasserdampf in der Atmosphäre. Der Unterschied liegt in der Art und Dauer ihres Weges zur Erde. Schneeflocken bilden sich langsam in kalten Luftschichten und fallen deutlich gemächlicher als Regentropfen. Durch diese lange ‚Reisezeit‘ haben sie mehr Gelegenheit, Partikel aus der Luft aufzunehmen.“
Welche Pflanzen kommen damit zurecht?
Sauber gesammeltes, vollständig aufgetautes und zimmerwarmes Schneewasser ist im Grunde mit Regenwasser vergleichbar. Entsprechend kommen alle Zimmerpflanzen damit zurecht, die auch Regenwasser gut vertragen. Dazu zählen sowohl robuste Arten als auch empfindlichere Pflanzen wie Orchideen, Farne, Calathea oder Monstera. Entscheidend ist nicht die Pflanzenart, sondern die richtige Anwendung.
Das Wasser muss frei von Verunreinigungen sein und die gleiche Temperatur wie die Raumluft haben. Einen besonderen Vorteil bietet Schneewasser jedoch keiner Pflanze – es ist lediglich eine mögliche Alternative zu Regenwasser, nicht mehr und nicht weniger.