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Immobilien-Wissen

Wie man mit einem Holzhaus Heizkosten sparen kann

Ein Holzhaus ist eine nachhaltige Art zu bauenFoto: Getty Images

Holzhäuser sind beliebter denn je und liegen wegen der besseren Ökobilanz immer mehr im Trend. Zudem sorgen sie für ein gutes Raumklima, sind von Natur aus wärmedämmend und schaffen eine natürliche Wohnatmosphäre.

Obwohl Holzhäuser zum Teil länger als Hundert Jahre halten, herrscht leider noch der Irrglauben, dass Holzhäuser zum einen kostenaufwendiger und auch nicht so lange haltbar sind. Da viele noch mit traditionellen Baustoffen wie Mauerwerk und Beton bewandert sind, wirft die Entscheidung, ein Holzhaus zu bauen, zunächst einige Fragen auf. myHOMEBOOK hat sich für Sie umgehört und klärt auf.

Mit Holz bauen

Ein Holzhaus scheint nicht nur eine kostengünstigere Alternative zu sein, das Bauen mit Holz geht auch schneller und effizienter. Dennoch sollte man sich an erfahrene Holzbau-Spezialisten wenden, die wissen, welche Holzart am besten für das jeweilige Projekt geeignet ist und was für Vorkehrungen vor der Realisation getroffen werden müssen. Schließlich hat sich das Image von der „Holzhütte auf der Alm“ im Laufe der Zeit gewandelt. Denn heute ist der Baustoff universell einsetzbar. Deswegen experimentiert man mit verschiedensten Stilen – von rustikal bis super ausgefallen. Alles ist möglich. Man hat sozusagen die Qual der Wahl, sich zwischen unterschiedlichsten Holzbauweisen und Holzhaustypen zu entscheiden.

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Eigenschaften des Holzhauses

Holz ist ein natürlicher Dämmstoff gegen Witterungseinflüsse und Lärm. Plötzlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen können dem Inneren des Hauses daher wenig ab. Zudem absorbiert Holz Schall und transformiert den Raum in eine ruhigere Umgebung. Durch das gute Raumklima ist ein Holzhaus auch besser für Asthmatiker und Allergiker geeignet. Die Holzbauweise ist nachhaltiger, da oft regionales Holz verwendet wird. Außerdem ist Holz sehr robust und unempfindlich.

Eine Brandschutzversicherung bei einem Holzhaus ist günstiger

Normalerweise geht man davon aus, das Holzhäuser schneller brennen. Aber es entflammt viel langsamer. Somit werden Brände in Steinbauten gefährlicher eingestuft als bei Holzbauten. Der Grund: Die Wände in Steingebäuden können sich rapide erhitzen und das Feuer breitet sich somit schnell bis in den Dachstuhl aus.

Bei Blockbohlen ist das Brennverhalten ein anderes. Es brennt kontrollierbar und allmählich. Außerdem entwickelt es beim Brennen eine Selbstschutzfunktion. Denn zunächst bildet sich auf der Oberfläche eine Kohleschicht, die isolierend wirkt und schnelles Abbrennen verhindert. Somit gelangt weniger Sauerstoff ins Holzinnere. Im Optimalfall würde durch dieses langsame Abbrennen die „Fackel“ langsam ersticken – wären da nicht noch andere Gegenstände im Haus, die das Feuer beschleunigen können. Fakt ist jedoch, dass Holz an sich verhältnismäßig langsam brennt und diese Eigenschaft im modernen Holzhausbau gern gesehen wird.

Beim Holzhaus spart man Heizkosten

Durch die positiven selbstregulierenden Isoliereigenschaften kann man im Winter enorme Heizkosten sparen. Das ist den physikalischen Eigenschaften des natürlichen Baustoffs zuzuschreiben. Obwohl die Wände bei einem Holzhaus dünner sind, sorgt der Wandaufbau für ein großes Holzvolumen – was der Raumtemperatur wiederum zugutekommt. Zudem weist Holz eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf, was verhindert, dass die Temperatur im Winter von innen nach außen wandert.

Ein Holzhaus von innen verbreitet eine warme AtmosphäreFoto: Getty Images

Ein Holzhaus kann schneller gebaut werden

Bei einem Holzhaus muss kein tiefes Fundament gegraben werden. Zudem ist die Montage der Materialien einfacher und schneller. Wenn man sich für eine Fertigbauweise entscheidet, kann man zwischen flexiblen und individuellen Grundrissen wählen. Bei einer Fertigbauweise werden Bauelemente wie Wände schon vollständig ausgestattet mit Fenstern und Verkleidung geliefert. Bei der Holzhaus-Fertigbauweise kann man zwischen Holztafelbau, Holzständerbau oder Holzrahmenbau wählen.

Zudem unterscheidet man zwischen drei „Ausbaustufen“ beim Fertighaus:

  • Das schlüsselfertige Fertighaus, was zum Teil sofort bezugsfertig ist.
  • Das Ausbauhaus, wo der Innenausbau noch nicht vollkommen fertiggestellt ist und in gewisser Hinsicht noch verrichtet werden muss.
  • Und zu guter Letzt das Bausatzhaus, wo ein bestimmter Bausatz dem Bauherren zur Selbstfertigung überlassen wird.

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Optimierter Lebensraum

Durch die geringe Dicke der Wände bei Holzhäusern gewinnt man in etwa 8 Prozent mehr Wohnfläche. Zudem ist Holz leichter als die herkömmlichen Baumaterialien. Holz ist widerstandsfähiger und vielseitiger und wird in Ländern wie Japan und den USA und Kanada, aber auch in Skandinavien schon seit jeher eingesetzt. Zudem ist es erdbebensicher, was in Deutschland eher unwichtig erscheint – trotzdem wurden dadurch schon einige Leben gerettet.

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