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Baukosten pro Quadratmeter berechnen – wie viel kostet der Hausbau?

Bauherrin auf Baustelle
Bevor der Hausbau startet, ist eine Berechnung der Baukosten essenziellFoto: Getty Images

Der Traum vom Eigenheim wird bei vielen Menschen früher oder später zum wichtigen Thema. Zwar geht der Bau eines Hauses bekanntermaßen mit einer extrem hohen finanziellen Belastung einher, doch teure Überraschungen können mit einer frühzeitigen Planung der Baukosten zum Glück vermieden werden.

Der Hausbau gehört zu den größten Projekten, denen sich jedes Jahr zahlreiche junge Familien stellen. Dabei gehört die Angst vor finanzieller Überlastung oder unvorhergesehenen Kosten zu den größten Herausforderungen eines Bauherrn. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld genauestens über die aktuellen Baukosten pro Quadratmeter zu informieren und sich über alle möglichen Kostenfaktoren beim Hausbau im Klaren zu sein. Neben den Grundstückskosten, die je nach Bundesland und Region stark variieren können, hängt der Preis auch von den individuellen Wünschen des Bauherrn ab. Je größer und einzigartiger die Immobilie sein soll, desto höher wird natürlich auch der Preis.

Baukosten und Baunebenkosten: Damit sollte man rechnen

Die Baukosten eines Hauses sind pauschal nicht zu definieren. Hier fließen zahlreiche Faktoren in die Berechnung mit ein, sodass es kaum möglich ist, einen fixen Preis pro Quadratmeter zu benennen. Welche Baukosten pro Quadratmeter für das geplante Eigenheim fällig werden, ist davon abhängig, wie wertvoll das Grundstück ist, wie groß das Haus werden soll und wie umfangreich die Ausstattung geplant ist. Auch die Statik und die Architektur fließen in den Preis mit ein, ebenso wie die technische Ausstattung und die Gestaltung der Inneneinrichtung. Zu den Baukosten gehören außerdem auch die Kosten für die Garage, die Einfahrt und den Garten.

Was viele Bauherrn zu Beginn des Projektes gerne mal vergessen: die Baunebenkosten! Diese betragen meist zwischen 15 und 20 Prozent der eigentlichen Hausbaukosten und müssen auf den Baupreis des Hauses addiert werden. Zu diesen Baunebenkosten gehören etwa die Baugenehmigung, die Bauplanung, der Bauvertrag, die Baustelleneinrichtung, der Eintrag des Neubaus im Grundbuch sowie weitere möglicherweise anfallende Nebenkosten. Daher ist es ratsam, vor dem Bau eines Hauses einen finanziellen Puffer aufzubauen, der auch eventuelle Nachfinanzierungen auffängt.

Baukosten-Checkliste

  • Der Grundstückspreis
  • Kosten für den Bau der Immobilie
  • Kosten für die technische Anlage
  • Die Außenanlage: z. B. Garage, Einfahrt und Garten
  • Kosten für die Inneneinrichtung
  • Baunebenkosten: z. B. Baugenehmigung und Grundbucheintrag

Passend dazu: Fast 200 Euro pro Quadratmeter! Bauland so teuer wie noch nie

Baukosten pro Quadratmeter variieren je nach Bundesland

Einer der wichtigsten Faktoren für die Kosten ist das Bundesland, in dem das Haus gebaut werden soll. Denn innerhalb Deutschlands gibt es sehr große regionale Unterschiede: während der Hausbau in Süddeutschland pro Quadratmeter am teuersten ist und auch in Westdeutschland die Preise in den letzten Jahren ordentlich angezogen sind, ist der Preis pro Quadratmeter im Norden und Osten – trotz steigender Preise in manchen Regionen – noch deutlich niedriger.

Natürlich treiben Großstädte in allen Bundesländern den Durchschnittspreis der Baukosten nach oben, da die Grundstückskosten hier deutlich höher sind als in ländlichen Gebieten. Die Baukosten pro Quadratmeter bewegen sich in Deutschland aktuell zwischen rund 2.200 und 1.500 Euro pro Quadratmeter. Je nach gewählter Lage können sich die Baukosten innerhalb Deutschlands also um mehr als 100.000 Euro unterscheiden – und das bei derselben Hausgröße!

Auch interessant: Hausnebenkosten – mit welchen Ausgaben man rechnen sollte

Baukosten sind abhängig vom Haustyp

Haus ist nicht gleich Haus: denn es gibt unterschiedliche Arten, eine Immobilie zu realisieren. Zu den am häufigsten gewählten Varianten gehören das Massivhaus und das Fertighaus. Während Massivhäuser Stein für Stein auf das Fundament gesetzt werden, sind Fertighäuser sehr viel schneller aufgebaut und daher entsprechend günstiger.

Doch Achtung: Die Grundstückskosten und die Baunebenkosten sind natürlich gleich hoch wie bei einem massiven Bau. Daher sollte man sich genau über die Preisunterschiede bei den jeweiligen Anbietern informieren. Generell ist der Bau eines Einfamilienhauses – egal ob massiv oder als Fertighaus – pro Quadratmeter am teuersten. Eine Doppelhaushälfte oder ein Dreifamilienhaus sind deutlich günstigere Varianten und daher in jedem Fall eine Überlegung wert.

3 Spar-Tipps für den Hausbau

1. Kosten online kalkulieren

Wer von Beginn an gut informiert ist, der kann beim Hausbau Geld sparen! Die Baukosten lassen sich beispielsweise unkompliziert online kalkulieren. So kann man als angehender Bauherr bei unterschiedlichen Anbietern einen ersten Eindruck von den entstehenden Kosten erlangen und abschätzen, welcher Aufwand zur eigenen finanziellen Lage passt.

2. Auf den Keller verzichten

Die Aushebung und der Bau des Kellers gehören zu den größten Kostenpunkten eines Hauses. Durch diesen Aufwand wird der Preis pro Quadratmeter enorm in die Höhe getrieben. Darum gibt es inzwischen einige Unternehmen, die Häuser ohne Keller – also mit einer Bodenplatte – oder mit einer Teilunterkellerung anbieten. Auch hier lohnt sich ein Preisvergleich, denn dadurch kann man beim Hausbau bares Geld einsparen!

3. Ein Haus „von der Stange“ kaufen:

Der Fertighaus-Markt boomt, denn das Angebot an praktischen und schnellen Immobilien ist in den vergangenen Jahren extrem gewachsen. Möchte man das Fertighaus jedoch vor dem Bau nach seinen persönlichen Vorstellungen verändern, unterscheidet sich der Baupreis am Ende kaum von einem Massivhaus. Entscheidet man sich aber für ein Modell „von der Stange“, also ein Fertighaus, dass exakt so vom Hersteller geplant wurde, ist der Preis pro Quadratmeter deutlich günstiger.

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