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Immobilien

Hausnebenkosten – mit welchen Ausgaben man rechnen sollte

Hausnebenkosten
Immobilienbesitzer sollten die laufenden Kosten im Blick habenFoto: Getty Images

Viele junge Hausbesitzer werden nach dem Kauf einer Immobilie von den hohen laufenden Kosten überrascht. Denn diese können sich monatlich auf eine beachtliche Summe belaufen, die nicht jede Haushaltskasse problemlos abdeckt. Wir zeigen, mit welchen Kosten Hausbesitzer rechnen sollten und wie dabei bares Geld eingespart werden kann.

Von einem Hauskauf erhoffen sich viele, dass monatliche Verpflichtungen gegenüber anderen, wie etwa dem Vermieter, weniger werden. Doch leider ist das nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Denn das lang erträumte Eigenheim hat seinen Preis! Neben den monatlichen Raten für den Hauskredit kommt auf Hausbesitzer eine Reihe weiterer Zahlungen zu. Diese laufenden Kosten sollten keinesfalls unterschätzt, sondern unbedingt zu den regelmäßigen Fixkosten dazugezählt werden. Zu diesen Hausnebenkosten gehören etwa Strom,- Wasser- und Müllgebühren, aber auch Versicherungen oder die Instandhaltung des Gebäudes. Eine strukturierte Planung aller regelmäßig anfallenden finanziellen Belastungen ist eine gute Möglichkeit, um die Verpflichtungen im Überblick zu behalten und finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Die wichtigsten Hausnebenkosten im Überblick

1. Strom & Heizung

Licht, Herd, TV, Smartphone – das moderne Leben kommt nicht ohne Strom aus. Da die Stromkosten im vergangenen Jahr enorm gestiegen sind, wird hier inzwischen jeden Monat ein ordentlicher Betrag fällig. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann gut und gerne mit monatlichen Kosten von rund 80 Euro rechnen, je größer der Haushalt und das Gebäude, desto höher wird der Betrag.

Auch die Heizkosten schlagen mit einer ordentlichen Summe bei den Hausnebenkosten zu Buche. In Deutschland wird viel mit Gas, Heizöl, Fernwärme oder Erdwärmepumpen geheizt. Wie stark diese den Geldbeutel belasten, hängt vorrangig von der Art der Heizungsanlage ab. In den Wintermonaten werden hier aber häufig zwischen 100 und 150 Euro pro Monat fällig.

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2. Wasser & Abwasser

In erster Linie hängen die Kosten für Wasser und Abwasser natürlich vom Verbrauch ab. Je öfter man duscht, die Waschmaschine oder Spülmaschine laufen lässt, desto höher wird die Rechnung. Auch von der jeweiligen Kommune sind die Preise für Abwasser und Wasser abhängig. Denn was viele nicht wissen: Jede Region legt die Preise entsprechend der Beschaffungs- und Aufbereitungskosten selbst fest. So muss man, je nach Wohnort und je nach Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, mit 40 bis 50 Euro monatlich für Wasser und Abwasser rechnen.

3. Telekommunikation

Auf W-LAN, Telefon und TV möchte heute kaum noch jemand verzichten. Die meisten Anbieter stellen hier Flatrates zur Verfügung, in denen alle Leistungen gebündelt werden. Bei großen Anbietern wie Vodafone, Telekom und O2 unterscheiden sich die Kosten kaum voneinander. Für einen Haushalt von 2 bis 4 Personen sollte jedoch eine monatliche Gebühr von rund 45 Euro alles Notwendige abdecken. Dazu kommen on top die Kosten für die Anschlüsse sowie die GEZ-Gebühr (Rundfunkbeitrag) von 18,36 Euro im Monat.

4. Abfallgebühren

Ob Restmüll, Gelber Sack oder Biomüll: Die Müllabfuhr ist eine kommunale Aufgabe. Auch die Abfallgebühren unterscheiden sich daher von Region zu Region. Meist können sich Hausbesitzer beim Restmüll für eine bestimmte Tonnengröße entscheiden: Von 60 über 140 bis hin zu 240 Liter ist für jeden eine passende Lösung dabei. Auch der Abfuhr-Rhythmus kann in der Regel selbst bestimmt werden: Zur Auswahl stehen entweder alle 14 Tage oder einmal im Monat. Derartige Faktoren beeinflussen natürlich den Preis für die Müllabfuhr. In der Regel stehen pro Monat aber Kosten von rund 20 bis 30 Euro an.

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5. Steuern & Versicherungen

Eigentümer von Immobilien müssen in Deutschland Grundsteuer zahlen. Der Betrag ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren, wie etwa der Grundstücksgröße und der jeweiligen Wohnregion. Neben anfallenden Steuern sollte man auch mit Versicherungsbeiträgen für seine Immobilie rechnen. Zwar ist eine Wohngebäudeversicherung nicht verpflichtend, für Eigentümer aber ratsam. Je nach Wohngebiet kann auch eine Elementarschadenversicherung ein sinnvoller Schutz sein. Gegen Schäden durch Dritte kann eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Entscheidet man sich für diese grundlegenden Absicherungen, kostet das je nach Anbieter rund 40 Euro im Monat.

6. Wartungskosten

Von der Fassade über die Heizungsanlage bis hin zum Schornstein und der Ausstattung sollten alle Elemente einer Immobilie regelmäßig gewartet und instand gesetzt werden. Wichtig ist unter anderem die sogenannte „Heizungswartung“, bei der ein Fachmann die Anlage prüft und gegebenenfalls Reparaturen durchführt. Auch der Schornsteinfeger-Besuch ist nicht umsonst und sollte in die Fixkosten einberechnet werden. Zudem ist es ratsam, monatlich einen bestimmten Betrag für alle Wartungsarbeiten oder eventuell unversicherte Schäden zurückzulegen. So ist man immer für den Ernstfall gewappnet und kann den Wertverlust der Immobilie durch regelmäßige Instandsetzung mindern.

Geld bei Hausnebenkosten sparen – Tipps

Ein Haus zu unterhalten ist eine kostspielige Angelegenheit, die sich monatlich auf mehrere Hundert Euro belaufen kann. Umso besser, dass es einige Tricks gibt, mit denen man dabei bares Geld einspart!

  • Wer seine Immobilie beispielsweise mit einer guten Dämmung vor Kälteverlust schützt, kann die Heizkosten beträchtlich senken.
  • Auch ein oder zwei Grad weniger Raumtemperatur machen im Winter viel aus und senken die Heizkosten um bis zu 6 Prozent jährlich!
  • Zudem sollte man als Hausbesitzer auch an all die heimlichen Stromfresser denken; Musikanlage, Wasserkocher oder Elektrokamin also lieber vom Netz nehmen, wenn sie gerade nicht genutzt werden.
  • Generell gilt bei Strom, Versicherungen oder Telekommunikation: Wer online die Preise von Anbietern vergleicht und regelmäßig wechselt, kann von deutlich niedrigeren Kosten profitieren!
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